Betriebliche Gesundheit im Januar

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Exit-Gespräche führen * Welche Arbeitgebersiegel sind glaubwürdig? * BGF-Beratung für Kleinunternehmen

Eine Frau macht Dehnübungen am Arbeitsplatz.

Exit-Gespräche führen

Wenn Mitarbeitende kündigen, lohnt es sich für Arbeitgeber, nach ihren Gründen zu fragen. Sogenannte „Exit-Gespräche“ helfen, ehrliches Feedback zu bekommen. Mancher Arbeitgeber scheut sich davor, findet den Anlass eher unangenehm oder unterschätzt die Bedeutung, die ein solcher Dialog haben kann.

Unzufriedenheit mit der bisherigen Arbeitssituation ist eine von mehreren Ursachen für eine Kündigung seitens des Mitarbeitenden. Hier bringen Exit-Interviews ihren größten Nutzen. Denn nur selten erhält ein Unternehmen so ehrliches Feedback wie von Menschen, für die nichts mehr auf dem Spiel steht. 

Die Wechselbereitschaft der Mitarbeitenden hängt direkt mit der emotionalen Bindung zum Unternehmen zusammen, wie der aktuelle Gallup Report 2021 zeigt. 
Nur etwa 17 Prozent der Beschäftigten fühlen sich stark an ihren Arbeitgeber gebunden. 69 Prozent der Befragten schätzen ihre emotionale Bindung als gering ein, 14 Prozent sagen, dass sie überhaupt nicht emotional an ihr Unternehmen gebunden seien. 

Exit-Interviews sollten von Personen geführt werden, die keine emotionale Nähe zu den ausscheidenden Beschäftigten haben, um die sachliche Ebene des Gesprächs sicherzustellen. Fragen sollten möglichst offen gestellt werden, zum Beispiel: „Warum möchten Sie uns verlassen?“ oder „Was könnten wir Ihrer Meinung nach verbessern?“. Wenn sich einzelne Mitarbeitende dennoch nicht auf ein Gespräch einlassen wollen, können Arbeitgeber einen Fragebogen anbieten. 

Beispielsweise durch Mitarbeitendenbefragungen können Arbeitgeber die Stimmung in ihrem Unternehmen gezielt erfragen, analysieren und darauf mit verschiedenen Konzepten reagieren. 

Auf dem AOK-Fachportal für Arbeitgeber finden Sie weitere Informationen rund um Betriebliche Gesundheit und New Work oder Praxis-Tipps zu Betrieblicher Gesundheitsförderung oder Betrieblichem Gesundheitsmanagement.

Qualitätssiegel für Arbeitgeber

Qualitätssiegel sind eine Chance für Arbeitgeber, ihre Vorzüge bewerten und auszeichnen zu lassen. Die Grundlagen für eine Bewertung sind allerdings selten transparent. Welche Auszeichnungen sind glaubwürdig? Nach welchen Eigenschaften punkten die Unternehmen? Antworten darauf liefert das von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. verantwortete und mit Bundesmitteln geförderte Verbraucherportal label-online.de, das Siegel nach Kriterien wie Anspruch, Transparenz, Kontrolle und Unabhängigkeit bewertet. Auch wird untersucht, ob ein Label einem Unternehmen entzogen werden kann. Die bestmögliche Bewertung nennt sich dort „besonders empfehlenswert”.

BGF-Beratung für Kleinunternehmen

Seit 2017 arbeiten in 16 Bundesländern und auf Bundesebene kassenarten- und trägerübergreifende sowie diverse externe Akteure im Rahmen der BGF-Koordinierungsstelle (BGF-KS) zusammen. Das Ziel: die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Kleinunternehmen (unter 100 Mitarbeitende) sowie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu stärken. Zeit- und ortsunabhängig erhalten Unternehmer auf dem Informations- und Beratungsportal der BGF-KS www.bgf-koordinierungsstelle.de Informationen über Nutzen, Mehrwert und Umsetzungsmöglichkeiten von BGF. Auf Wunsch nehmen Fachkräfte der AOK nach einer Anfrage persönlich Kontakt auf. Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten und individuelle Beratung helfen, Hemmschwellen abzubauen und ins Handeln zu kommen.

Stand

Erstellt am: 13.01.2023

Kontakt zur AOK
Grafik Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.