Überblick: Entgeltfortzahlung und Ausgleichsverfahren

Erkrankt ein Mitarbeiter und wird arbeitsunfähig, erhält er in aller Regel von seinem Arbeitgeber sechs Wochen lang weiterhin sein Gehalt. Das ist im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt.

Entgeltfortzahlung

Im Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) wird nicht nur bestimmt, wer Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit hat, sondern auch welche Entgelte fortzuzahlen sind und was bei wiederholter Arbeitsunfähigkeit eines Mitarbeiters zu beachten ist.

Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig, ist der Arbeitgeber zunächst für längstens sechs Wochen verpflichtet, das Arbeitsentgelt fortzuzahlen (§§ 3 ff. EFZG). Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld (§§ 44 ff. SGB V).

Passendes zum Thema
Online-Training Basiswissen Sozialversicherung – Modul 4: Entgeltfortzahlung

Mit unserem interaktiven Online-Training bekommen Sie einen guten Einstieg in das Thema Entgeltfortzahlung.

Umlage U1

Für Klein- und Mittelbetriebe ist die Entgeltfortzahlung an erkrankte Beschäftigte ein zum Teil erhebliches unkalkulierbares finanzielles Risiko. Daher regelt das Aufwendungsausgleichsgesetz, dass den Betrieben ein Teil der Aufwendungen erstattet wird. Die Finanzierung erfolgt über eine Umlage, die alle Arbeitgeber von Klein- und Mittelbetrieben monatlich an die Krankenkasse zahlen (U1).

Passendes zum Thema
Broschüre: Entgeltfortzahlung und Ausgleichsverfahren

Weitere Fachinformationen für Arbeitgeber zum Thema Entgeltfortzahlung und Ausgleichsverfahren finden Sie in der AOK-Broschüre.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 29.06.2020

Alle Artikel im Thema
Zurück zum Thema

Weiteres zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Passende Informationen zum Thema Überblick: Entgeltfortzahlung und Ausgleichsverfahren

Umlage- und Erstattungssätze

Überprüfen Sie die aktuellen Umlage- und Erstattungssätze im Falle von Krankheit (Umlage U1) und betreffend den Mutterschutz (Umlage U2).

Mehr erfahren
Mutterschutz und Ausgleichsverfahren

Frauen genießen während der Schwangerschaft und nach der Entbindung einen besonderen Schutz. Mit dem Ausgleichsverfahren (U2) werden Arbeitgeber von den Kosten entlastet.

Mehr erfahren
Beiträge zur Sozialversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen sind verantwortlich für den Einzug aller Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung). Die Beiträge leiten sie an die anderen Sozialversicherungsträger weiter.

Mehr erfahren
Kontakt zur AOK Baden-Württemberg AOK/Region ändern
Grafik Ansprechpartner
Sie haben Fragen zu Versicherungs- und Beitragsrecht oder ähnlichem?
Grafik Firmenkundenservice
Die AOK informiert und berät Betriebe über gesundheitliche Maßnahmen.
Grafik e-mail
Haben Sie allgemeine Fragen oder Wünsche? Wir sind gerne für Sie da!