Altenpflegezentrum St. Franziskus

Steckbrief
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Im Altenpflegezentrum St. Franziskus in Bad Säckingen waren der Krankenstand und der Altersdurchschnitt mit 52 Jahren überdurchschnittlich hoch. Eine BGF-Analyse führte zu einer neuen Arbeitsorganisation und Maßnahmen in Kommunikation und Führung.
Branche
Pflegeeinrichtung
Region
Baden-Württemberg/​Hochrhein-Bodensee
Unternehmensgröße
ca. 116 Mitarbeiter

Beschreibung der Maßnahme

Am 7. und 8.6.2010 wurden Arbeitssituationsanalysen durchgeführt. Die benötigte Veranstaltungsdauer betrug ca. 8 Stunden. Am 17.6.2010 wurden die Ergebnisse im Führungskreis besprochen (GF, PDL, HWL). Am 5.8.2010 und 15.9.2010 wurden die Ergebnisse den Mitarbeitern präsentiert und danach umgesetzt.

Beschreibung des Nutzens der Maßnahme

Der erhöhte Krankenstand und das hohe Durchschnittsalter der MA im Pflegebereich bereitet Probleme bei der Dienstplanung. Durch die ASA sollen die MA intrinsisch motiviert werden, sich aktiv an der Verbesserung der Situation zu beteiligen.

Seit mehreren Jahren liegt der Krankenstand der MA vom APZ St. Franziskus über dem bundesweiten Branchenschnitt. Besonders auffallend dabei sind die Bereiche Pflege und Hauswirtschaft. Das Durchschnittsalter der Pflegefachkräfte liegt mit 52 Jahren weit über dem Bundesdurchschnitt. Seit der neuen Gesellschaftsform (seit 1.1.2008) wird sich am Qualitätsmanagement des Hauptgesellschafters (St. Josefshaus) im Hinblick EFQM orientiert.

Bewertung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses durch den Betrieb

Die MA setzen sich ergebnisorientiert mit der Arbeitssituation im Haus auseinander. Nutzen von MA Vorschlägen im Hinblick Arbeitsorganisation. Einige Vorschläge sind bereits in der Umsetzungsphase. Positive Bilanz im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Einsatz (positive externe Fremdmoderation durch AOK).

Maßnahmen zur nachhaltigen Wirksamkeit

Arbeitskreis Gesundheit: PDL, stellv. PDL, HWL, QMB, MAV und GF

Nach Bündelung der von den MA aufgeführten Maßnahmen ergaben sich folgende Schwerpunkte:

Kommunikation

  • Kommunikationsmatrix wurde erstellt (welche Besprechungen wie, mit wem und wann stattfinden)
  • Schulungen für Moderation (WBLs und BLs)

Arbeitsorganisation

  • Qualitätsmanagement
  • Fort- und Weiterbildungsangebote
  • Hilfsmittel- und Technikeinsatz
  • Wellness-Raum für MA
  • Verfahrensanweisung im Hinblick Materialausgabe und Bestellwesen

Führung

  • Einführung Stellenbeschreibung für PDL, HWL, Pflegefachkräfte, Pflegeassistenten
  • Unternehmensziele operationalisieren (MA-Versammlung zweimal im Jahr mit Info von Unternehmensziele und Reflektion des ablaufenden Geschäftsjahres)
  • Gratifikationssysteme für MA

Sonstige Bemerkungen

Das Ziel ist es, innerhalb von zwei Jahren die MA-Zufriedenheit deutlich zu steigern und den Krankenstand auf Bundes­branchen­durchschnitt zu reduzieren.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Klaus Baier
BGM Koordinator Produktmanagement/​Kommunikation/​Gesundheitsförderung
AOK – Die Gesundheitskasse Hochrhein-Bodensee
Meeraner Platz 1
79540 Lörrach
07621 153 515
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