Rente und Hinzuverdienst

Bei Arbeitnehmern, die bereits eine Rente beziehen, ist es möglich, dass das aus der Beschäftigung erzielte Arbeitsentgelt auf die Rente angerechnet wird. Sollte der Hinzuverdienst die Rentenzahlung beeinflussen, kann sich dies auch auf die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung auswirken. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 auf 44.590 Euro angehoben.

Hinzuverdienst kann die Rente schmälern

Bei Personen, die trotz eines Rentenbezugs weiterhin arbeiten, kann das Arbeitsentgelt aus der Beschäftigung die weitere Rentenzahlung in voller Höhe gefährden.

Eine geänderte sozialversicherungsrechtliche Beurteilung für die Beschäftigung ergibt sich, wenn sich der Hinzuverdienst auf die Weiterzahlung der Rente so auswirkt, dass die Rente entweder nicht mehr oder nur als Teilrente weitergezahlt wird.

Hinzuverdienstgrenzen für arbeitende Rentner

Hinzuverdienstgrenzen sind bei der Bestimmung der Rentenhöhe zu beachten bei

  • vorzeitigen Altersrenten (vor Erreichen der Regelaltersgrenze) und
  • Erwerbsminderungsrenten

Bei Hinterbliebenenrenten und Erziehungsrenten wirkt sich ein Hinzuverdienst nur bei der Einkommensanrechnung aus.

Hinzuverdienst neben einer Altersrente

Versicherte können eine Altersrente in voller Höhe oder als Teilrente in Anspruch nehmen. Nach Vollendung der Regelaltersgrenze dürfen die Rentenempfänger unbegrenzt hinzuverdienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Altersrente als Voll- oder Teilrente gewährt wird.

Haben Rentenbezieher die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, besteht nur dann ein Rentenanspruch, wenn die Hinzuverdienstgrenze nicht überschritten wird. Übersteigt der Hinzuverdienst 6.300 Euro jährlich (aufgrund der Corona-Pandemie gilt für das Jahr 2020 eine Hinzuverdienstgrenze von 44.590 Euro jährlich) nicht, wird die Rente weiterhin ungekürzt gezahlt. Dieser Wert gilt bundesweit. Liegt der Verdienst über diesem Grenzwert, wird je nach Höhe des Hinzuverdiensts die Rente gekürzt und als Teilrente gezahlt.

Hinzuverdienst neben einer Erwerbsminderungsrente

Renten wegen Erwerbsminderung (bei voller oder teilweiser Erwerbsminderung) werden nur gezahlt, wenn bestimmte Hinzuverdienstgrenzen nicht überschritten werden. Maßgebend für die Höhe der Rente wegen Erwerbsminderung ist der erzielte Hinzuverdienst.

  • volle Erwerbsminderung: 6.300 Euro jährliche Hinzuverdienstgrenze
  • teilweise Erwerbsminderung: individuelle Hinzuverdienstgrenze (sie kann dem Rentenbescheid entnommen und sollte dem Arbeitgeber mitgeteilt werden)

Der Hinzuverdienst darf grundsätzlich nur innerhalb des Restleistungsvermögens des erwerbsgeminderten Rentners erzielt werden. Das gilt

  • bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung in einer Beschäftigung von unter drei Stunden täglich und
  • bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung in einer Beschäftigung von unter sechs Stunden täglich.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 31.03.2020

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