Schlaf
Lästig oder sogar gefährlich: Das hilft gegen Schnarchen
Veröffentlicht am:05.07.2021
aktualisiert am 15.01.2026
3 Minuten Lesedauer
Schnarchen kann laut sein – so laut wie eine Motorsäge. Die Folgen sind vielfältig. Sie reichen von getrennten Schlafzimmern bis zu unbemerkten Atemaussetzern, die zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können.

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Was sind die Ursachen fürs Schnarchen?
Wer schnarcht, leidet unter mehr oder weniger stark blockierten Atemwegen. Die typischen Geräusche entstehen dadurch, dass sich Teile des weichen Gaumens und des Zäpfchens im Luftzug der Atmung bewegen oder vielmehr vibrieren.
Das Gaumensegel hängt besonders schlaff nach ein paar Gläsern Alkohol oder durch bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel Schlafmittel. Wer dazu neigt, auf dem Rücken zu schlafen, atmet zudem oft laut durch den geöffneten Mund.
Welche körperlichen Probleme begünstigen das Schnarchen?
Wenn sich die Atemwege verengen, steigt das Risiko zu schnarchen, zum Beispiel durch:
- Eine verkrümmte oder sogar perforierte Nasenscheidewand, denn das behindert die Nasenatmung.
- Polypen (gutartige Ausstülpungen der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen), verdickte Nasenmuscheln (schneckenartige Gebilde in der Nase) oder ein übergroßer Zungengrund.
- Eine chronisch angeschwollene Zunge durch saures Aufstoßen, also den sogenannten Reflux.
- Übergewicht: Fett wird nicht nur an sichtbaren Stellen wie etwa am Bauch gespeichert, sondern unter anderem auch im Rachenraum, der so enger wird.
Was sind die Hauptgründe für das Schnarchen bei Kindern?
Wenn Kinder schnarchen, hat das oft eine behandelbare Ursache. So können Polypen dahinterstecken. Häufig sind es auch geschwollene Rachenmandeln, die umgangssprachlich ebenfalls als Polypen bezeichnet werden.
Wenn ein Kind regelmäßig schnarcht, sollten Eltern die Ursache auf jeden Fall von ihrem Kinderarzt oder ihrer Kinderärztin abklären lassen.
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Wie kann man Schnarchen verhindern?
So vielfältig wie die Ursachen für das Schnarchen sein können, so groß ist die Auswahl an Behandlungsmöglichkeiten. Oft ist es schon hilfreich, das Gewicht durch eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung zu reduzieren. Zudem gibt es Hausmittel und Verhaltenstipps, die helfen können, das Schnarchen zu reduzieren.
- Verzichten Sie auf Schlafmittel.
- Trinken Sie vor dem Zubettgehen keinen Alkohol.
- Halten Sie einen festen Schlafrhythmus ein.
- Wer vor allem in Rückenlage schnarcht, kann Westen oder elektrische Hilfsmittel mit Vibrationsalarm probieren. Sie vibrieren, sobald man sich auf den Rücken dreht. Einen ähnlichen Effekt hat ein Schlaf-T-Shirt mit einer Schaumstoffrolle im Rückenbereich. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass Schnarchen selten nur durch die Schlafposition ausgelöst wird.
- Als Hausmittel gegen Schnarchen gilt auch eine Stärkung der Mundbodenmuskulatur, beispielsweise durch Sing- und Sprechübungen.

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Wenn Schnarchen gefährlich wird
Wenn es beim Schlafen zu Atemaussetzern kommt, ist das Schnarchen Zeichen einer ernstzunehmenden Erkrankung – der Schlafapnoe. Die Atemaussetzer entstehen durch eine Verengung oder Blockade der Atemwege im Rachen. Darum wird die Erkrankung auch obstruktive, also verschließende oder verengende, Schlafapnoe (OSA) genannt. Eine Abgrenzung vom einfachen Schnarchen und Untersuchung durch einen Arzt ist wichtig, denn Schlafapnoe kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Bei Verdacht auf Schlafapnoe sollte ein Arzt konsultiert werden.
Diese Symptome weisen darauf hin:
- Erschöpfungsgefühl trotz ausreichendem Schlaf
- Konzentrationsstörungen
- häufiges Aufwachen in der Nacht
- Herzrasen, Luftnot, Schweißausbrüche und Harndrang in der Nacht
- Kopfschmerzen
- Sekundenschlaf über den Tag verteilt
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Die Inhalte unseres Magazins werden von Fachexpertinnen und Fachexperten überprüft und sind auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
Bundesministerium für Gesundheit / gesund.bund.de: Obstruktive Schlafapnoe (OSA).
Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin: Ratgeber für Patienten und Patientinnen. Schnarchen des Erwachsenen.
Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. / HNO-Ärzte im Netz:
Schnarchen: gesundheitlich riskant & nervig für den Partner.
Beratung und Behandlung beim HNO-Arzt.
Müller, T. (2016): Je lauter das Schnarchen, desto müder am Tag. Deutsche Ärztezeitung.
Verband Pneumologischer Kliniken e.V. (VPK) / Lungenärzte im Netz: Schnarchen.








