Betriebliche Gesundheit im Mai
Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Rückengesundheit im Betrieb: warum Prävention wichtig ist * Teeküche als Ort der Begegnung * Smartphone-Nutzung steigt: gesunde Grenzen fördern * Starke Bindung senkt Fehlzeiten
Rückengesundheit im Betrieb: Prävention zahlt sich aus
Mindestens 60 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland haben mindestens einmal pro Jahr Rückenbeschwerden. Das macht sie zu einer der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit: Allein bei der AOK wurden 2023 rund 2,1 Millionen Fehltage aufgrund von Rückenschmerzen registriert. Gerade Muskel‑ und Skeletterkrankungen verursachen Betrieben hohe Kosten, Terminengpässe und Produktivitätsverluste.
Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben bei der Analyse von MRT-Daten rund 30.000 Teilnehmender der NAKO Gesundheitsstudie (Deutschlands größte Langzeitstudie zur Erforschung von Volkskrankheiten) herausgefunden: Ein höherer Fettanteil in der Rückenmuskulatur sowie eine geringere Muskelmasse gehen mit chronischen Rückenschmerzen einher. Es ist daher anzunehmen, dass gezieltes Muskeltraining helfen kann, Rückenproblemen vorzubeugen.
Informieren Sie sich im AOK-Themenspezial „Gesunder Rücken“ über praktische Maßnahmen, Checklisten und Beratungsangebote. Die Angebote richten sich an Beschäftigte aller Branchen und lassen sich einfach in den betrieblichen Alltag integrieren.
Küche als Treffpunkt: mit Kaffee und Tee zu mehr Motivation
Koffein ist ein fester Bestandteil, wenn es darum geht, im Büro produktiv zu bleiben. Die aktivierende Substanz ist allerdings für viele Beschäftigte mehr als nur ein Muntermacher, es ist ein zentrales Ritual im Büroalltag, das die Konzentration steigert und den sozialen Austausch fördert. Kaffee und Tee erfreuen sich großer Beliebtheit und können in Maßen positive Effekte für das Wohlbefinden haben.
Die Küche wird dabei zum sozialen Treffpunkt: Hier entstehen Ideen, werden Barrieren abgebaut und das Miteinander gestärkt. Bei kurzen Pausen, ob beim Austausch am Kaffeeautomaten oder während das Teewasser kocht, kommen Beschäftigte miteinander in Kontakt und entspannen sich auch mal zwischendurch.
Führungskräfte profitieren, wenn sie solche kleinen Pausenrituale bewusst unterstützen. Wer selbst regelmäßig kurze Pausen einlegt und andere dazu einlädt, setzt ein Zeichen für Wertschätzung und zeigt, dass Gesundheit und Teamgeist wichtig sind.
Wie Sie gesunde Pausen gestalten und das Betriebsklima insgesamt verbessern, erfahren Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Smartphone-Nutzung steigt: gesunde Grenzen fördern
Eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt: Menschen in Deutschland nutzen ihr Smartphone durchschnittlich 180 Minuten pro Tag. Für Unternehmen und Führungskräfte ergeben sich daraus neue Herausforderungen: Digitale Medien beeinflussen Konzentration, Gesundheit und die Balance zwischen Arbeit und Freizeit.
Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung lohnt es sich deshalb, digitale Zusammenarbeit gemeinsam zu gestalten: nicht als Kontrolle privater Nutzung, sondern als klare, entlastende Rahmenbedingungen für den Arbeitsalltag. Führungskräfte können dabei Orientierung geben und gemeinsam mit dem Team gesunde Routinen etablieren.
Tipps für Führungskräfte und Teams:
- Bewusst Pausen einplanen: Digitale Auszeiten im Arbeitsalltag fördern Konzentration und Erholung, zum Beispiel durch handyfreie Mittagspausen oder kurze Spaziergänge
- Vorbildfunktion zeigen: Führungskräfte können mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie ihre eigene Smartphone-Nutzung bewusst gestalten
- Digitale Gesundheit aktiv unterstützen: Workshops, Impulsveranstaltungen oder Team-Challenges helfen Beschäftigten, einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu finden
- Digitale Kommunikation gestalten: Offen über Erwartungen und Erreichbarkeit sprechen. So entstehen klare Regeln und Missverständnisse werden vermieden
Im AOK-Fachportal für Arbeitgeber finden Sie Tipps zur Förderung der digitalen Gesundheit im Unternehmen. Dort erfahren Sie ebenfalls, wie Sie die Informationsflut im Arbeitsalltag begrenzen und Arbeit stressfrei organisieren können.
Gallup Index 2025: Starke Bindung senkt Fehlzeiten
Die emotionale Bindung von Beschäftigten an ihre Arbeitgeber bleibt laut aktuellem Gallup Engagement Index Deutschland 2025 weiterhin schwach: Nur zehn Prozent der Beschäftigten sind ihrem Unternehmen emotional stark verbunden. 77 Prozent machen lediglich „Dienst nach Vorschrift“, 13 Prozent haben innerlich gekündigt.
Besonders relevant für Unternehmen: Beschäftigte, die innerlich gekündigt haben, fehlen im Schnitt rund zehn Tage pro Jahr, während emotional Gebundene bei nur rund sechs Fehltagen liegen. Die volkswirtschaftlichen Kosten der inneren Kündigung schätzt Gallup auf bis zu 142 Milliarden Euro jährlich.
Gute Führung bleibt der zentrale Hebel, um Bindung, Motivation und Produktivität zu stärken. Unternehmen profitieren, wenn Führungskräfte gezielt auf Wertschätzung, Einbindung und Entwicklung setzen und so ein Arbeitsumfeld schaffen, das Leistung ermöglicht und Gesundheit unterstützt.
Wie gelingt es, Motivation und Bindung im Unternehmen zu stärken? Die Positive Psychologie liefert konkrete Ansätze und die AOK unterstützt Sie dabei.
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Stand
Erstellt am: 13.05.2026
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