Meldungen für unständig Beschäftigte

Bei unständigen Beschäftigungen hat nicht nur der Arbeitgeber eine Meldepflicht bei der Sozialversicherung. Auch der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sich bei seiner Krankenkasse zu melden, um einen lückenlosen Versicherungsschutz zu gewährleisten.

Meldepflicht des Arbeitnehmers

Personen, die erstmals eine unständige Beschäftigung aufnehmen, sind verpflichtet, dies ihrer Krankenkasse bekannt zu geben. Sie müssen auch mitteilen, wenn sie die berufsmäßige Ausübung unständiger Beschäftigungen endgültig aufgeben. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, unständig Beschäftigte darauf hinzuweisen. Daher wird im Vorfeld der Beschäftigung im Personalfragebogen erfragt, ob der Arbeitnehmer seine Krankenkasse informiert hat.

Meldeverfahren

Für unständige Beschäftigungen sind die gleichen Meldungen durch den Arbeitgeber zu erstatten wie für  die dauerhaft Beschäftigten. Zur Vereinfachung können Arbeitgeber die Beschäftigungszeiten eines berufsmäßig unständig Beschäftigten (Perspnengruppe 118) innerhalb eines Kalendermonats in einer An- und Abmeldung zusammenfassen, wenn zwischen den einzelnen unständigen Beschäftigungen keine Unterbrechung von mehr als drei Wochen oder 21 Kalendertagen liegt.

Grund der Abgabe ist der Meldegrund „40“. Als Personengruppe wird

  • 117 (nicht berufsmäßig) oder
  • 118 (berufsmäßig) verwendet.

Sofern Arbeitgeber zur Abgabe von Sofortmeldungen verpflichtet sind, gilt dies auch für unständig Beschäftigte. Die Pflicht zur Sofortmeldung gilt für folgende Branchen:

  • Baugewerbe
  • Gaststätten und Beherbergung
  • Personalbeförderung
  • Speditions-/Transportgewerbe und Logistik
  • Schausteller
  • Forstwirtschaft
  • Messe- und Ausstellungsbau
  • Fleischwirtschaft
  • Gebäudereinigungsgewerbe
  • Prostitutionsgewerbe
  • Wach- und Sicherheitsgewerbe
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Broschüre: Meldungen

Weitere Fachinformationen für Arbeitgeber zum Thema Meldungen finden Sie in der AOK-Broschüre Meldungen.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 27.05.2020

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