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Sonnenstich: Symptome ernst nehmen und ab in den Schatten

Mann legt einer Frau ein nasses Handtuch auf den Kopf.
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 31.07.2020

Zu lange in der Sonne gewesen? Vorsicht: Denn wenn Sie nach dem Sonnenbaden unter Übelkeit und Kopfschmerzen leiden, kann dahinter ein Sonnenstich stecken – am besten also bei den allerersten Anzeichen sofort ab in den Schatten. Was Sie bei Sonnenstich tun können.

Inhalte im Überblick

    Am Strand liegen und die Sonnenstrahlen im Gesicht genießen – für viele ein perfekter Augenblick. Doch wer sich zu lange bei heißen Temperaturen in der Sonne aufhält, kann nicht nur seiner Haut schaden, sondern auch einen Sonnenstich bekommen. Was bei Sonnenstich hilft und wie gefährlich Hitze werden kann.

    Was ist ein Sonnenstich?

    Wenn die Sonne zu lange auf den ungeschützten Kopf oder Nacken scheint, kann es zu einem Sonnenstich kommen. Experten sprechen hier auch von einem Hitzeschaden, bei dem Kopf- und Nackenbereich zu lange der langwelligen Wärmestrahlung der Sonne ausgesetzt waren und somit „überwärmt“ wurden. 

    Die Überwärmung kann zu einer Überreizung von Hirnhäuten und Gehirn führen. Im schlimmsten Fall kann dies eine Schwellung des Gehirns, ein Hirnödem, hervorrufen.

    Sonnenstich: Wer ist besonders gefährdet?

    Das Risiko, einen Sonnenstich zu bekommen, ist für Babys und Kleinkinder besonders hoch. Grund hierfür sind die spärliche Kopfbehaarung, der dünne Schädelknochen und die Knochenspalten im kindlichen Schädel (Fontanellen), die die Hitze besser durchdringen kann als bei Erwachsenen. Hinzu kommt, dass Babys und Kleinkinder weniger schwitzen, weil sie ihren Wärmehaushalt noch nicht so regulieren können wie Erwachsene.

    Weitere Personengruppen, die schneller einen Sonnenstich bekommen, sind Senioren und Menschen mit Glatze, Kurzhaarfrisur oder generell wenig Haaren.

    Sonnenstich: Symptome ernst nehmen

    Die ersten Symptome treten in der Regel erst einige Zeit nach dem Sonnenbaden auf. Folgende Anzeichen deuten auf einen Sonnenstich hin:

    • Kopfschmerzen
    • Nackenschmerzen oder -steifigkeit
    • Unruhe
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Benommenheit
    • Schwindel
    • Ohrengeräusche
    • geröteter, heißer Kopf
    • Die Körperhaut fühlt sich normal warm an – bei Kindern kann später Fieber dazukommen

    Bei einem sehr schweren Sonnenstich kann es zu

    • Bewusstseinsstörungen,
    • Bewusstlosigkeit oder
    • Kreislaufversagen

    kommen. In seltenen Fällen kann ein Sonnenstich sogar tödlich enden.

    Erste Hilfe: Was tun bei Sonnenstich?

    Wenn Sie erste Anzeichen eines Sonnenstichs bemerken – zum Beispiel Unwohlsein oder Übelkeit –, sollten Sie sofort handeln:

    • Ab in den Schatten: Suchen Sie direkt ein schattiges Plätzchen auf. Besser ist noch ein abgedunkelter Raum, in dem es nicht zu warm ist.
    • Trinken Sie ausreichend Wasser bzw. geben Sie dem Betroffenen etwas zu trinken.
    • Lagern Sie den Kopf erhöht, um den Druck auf das Gehirn zu reduzieren.
    • Kühlen Sie Kopf und Nacken. Am besten eignet sich dafür ein nasses Handtuch. Das Tuch sollte nur lauwarm und nicht zu kühl sein.
    • Im Notfall wählen Sie den Notruf 112 – vor allem, wenn der Betroffene flach atmet oder bewusstlos wird.

    Eine Frau liegt auf dem Sofa, hält mit einer Hand ihren Kopf und mit der anderen Hand einen Fächer.
    Bei Sonnenstich heißt es: Ab in den Schatten und erst mal abkühlen.© iStock: Fizkes

    Mit diesen Tipps einen Sonnenstich vermeiden

    Achten Sie vor allem bei Kindern darauf, folgende Tipps zu beherzigen:

    • Bei Hitze ausreichend Wasser oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte trinken. Empfohlen werden zwei bis drei Liter am Tag. Bei Kindern ist der Flüssigkeitsbedarf niedriger: Bei Einjährigen sind es 600 Milliliter Flüssigkeit täglich, bei Zehnjährigen etwa ein Liter – bei Hitze steigt der Bedarf.
    • Wer viel schwitzt, benötigt mehr Mineralstoffe. Deshalb ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung bei sich und bei Kindern zu achten. Zudem sollten Sie an heißen Tagen immer salzhaltige Lebensmittel bereithalten, um einen möglichen Salzverlust auszugleichen.
    • Kein Sport und keine Gartenarbeit im Freien in der Mittagshitze von 11 bis 15 Uhr. Nutzen Sie dafür die Morgen- oder Abendstunden. Kinder sollten möglichst im Schatten spielen.
    • Tragen Sie Kleidung, die locker sitzt und blickdicht ist, zum Beispiel aus Leinenstoff.
    • Achten Sie bei direkter Sonneneinstrahlung auf eine Kopfbedeckung, und verwenden Sie Sonnencreme.

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