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Gesundheitsmagazin

Jolinchen

Vitamine halten die Körper-Fabrik am Laufen

Veröffentlicht am:08.04.2022

2 Minuten Lesedauer

Vitamine müssen irgendwie superwichtig sein! Kürzlich beim Drachencheck hat die Ärztin zu mir gesagt: „Jolinchen, du bist ja total fit und hast so eine tolle grüne Farbe im Gesicht! Du isst sicher viele Vitamine.“

Jolinchen mit Arm voll Obst und Gemüse

© AOK

Inhalte im Überblick

    Es gibt 13 verschiedene Vitamine

    Jetzt habe ich mich mal umgehört – was hinter der ganzen Vitaminkiste steckt. In der AOK gibt es eine Ernährungsberaterin, die weiß alles über Essen und Trinken. Und die konnte mir das ganz cool erklären.

    Porträt vom Karin Wendenius-Leuthner, AOK-Ernährungsberaterin.
    Ernährungsberaterin Karin Wendenius-Leuthner

    © AOK

    Karin sagt, unser Körper funktioniert wie eine riesige Fabrik. Da gibt es Fließbänder, Lagerplätze, Transportwege. Unser Blut ist so ein Transportweg. Dann gibt es Energietanks – das sind die Muckis. Außerdem haben wir eine Schaltzentrale: das Gehirn. Jeder Arbeitsplatz ist megawichtig und muss perfekt funktionieren.

    Und damit alles gut zusammenarbeiten kann und alles ohne Pannen läuft, sind die Vitamine da. Die sind zwar mini-mini klein und keiner kann sie sehen – aber sie steuern die Fabrik. Sie sind wie kleine Zahnräder, die alles am Laufen halten.

    Natürlich habe ich gefragt, wie ich denn an die Vitamine komme. Die Ernährungsberaterin hat mir erklärt, dass die Vitamine in unseren Lebensmitteln stecken. Es gibt übrigens 13 verschiedene Vitaminkumpels, die haben auch Namen: Sie heißen wie Buchstaben: A, B, C, D, E, K. Manchmal sind sie auch noch weiter nummeriert: zum Beispiel in B1, B2, B12. Irgendwie komisch – oder? „Ist aber so“!, sagt Karin.

    Jedes Vitamin hat eine besondere Aufgabe

    Vitamin A brauchen wir fürs Sehen, Vitamin D ist wichtig für die Knochen, Vitamin K sorgt dafür, dass die ganzen Kratzer vom Toben wieder heilen. Übrigens: Die Dinger haben ihren Namen von dem lateinischen Wort Vita. Das bedeutet Leben – und passt perfekt.

    In den kühleren Monaten, wenn viele Menschen eine Erkältung haben, reden alle immer vom Vitamin C. Ich habe Karin gefragt, ob das Vitamin C dagegen helfen kann. „Es kann!“, hat die Ernährungsberaterin gesagt. Es hilft nämlich mit, Bazillen zu bekämpfen und funktioniert so ungefähr wie ein Schutzschild beim Ritter: der Bazillus prallt einfach ab – peng.

    Ganz viel Vitamin C haben übrigens schwarze Johannesbeeren. Die wachsen im Sommer in meinem Garten an einem Strauch. Und die Rispe mit den Beeren lasse ich durch die Zähne flutschen.

    • Vitamin A

      Vitamin A sorgt für einen scharfen Blick, für das gute Sehen auch bei wenig Licht. Zusätzlich kümmert sich Vitamin A um die Haut, damit sie eine starke Schutzhülle für uns ist.

      Unsere Körperfabrik kann Vitamin A aus einem Stoff namens Beta-Carotin bilden. Und der steckt ganz viel in Obst und Gemüse, die eine gelbe oder orange Farbe haben, wie Karotten, Kürbis und Aprikosen.

      Damit die Zahnrädchen in der Körperfabrik auch gut laufen, braucht es ein bisschen Schmierfett: Vitamin A wird besser aufgenommen, wenn Gemüse und Salat mit etwas Pflanzenöl zubereitet werden.

    • Vitamin C

      Vitamin C ist unser stärkstes Schutzschild gegen Viren, Bakterien und Co. Es kann sogar Stoffe ausschalten, die zu so gefährlichen Krankheiten wie Krebs führen.

      Vitamin C kannten schon die alten Seefahrer. Früher hat man auf lange Seereisen kein Obst und Gemüse mitgenommen, weil das schnell verderben konnte. Oft wurden die Seeleute dann richtig schlimm krank und sind sogar gestorben an einer Krankheit namens Skorbut. Dann hat man gemerkt, dass das am fehlenden Vitamin C liegt und hat den Matrosen zum Gesundbleiben Zitronensaft mit auf die langen Reisen gegeben. Deswegen heißt Vitamin C bei den Wissenschaftlern auch Ascorbinsäure – „Ascorbin“, das ist lateinisch und bedeutet „ohne Skorbut“.

      Vitamin C-Mangel gibt es heute kaum noch. Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Kiwis, Paprika, Brokkoli, Kräuter und Kartoffeln stecken voll von dem Supervitamin. Also täglich knabbern!

    • Vitamin D

      Die Körperfabrik braucht unbedingt Vitamin D, weil es mithilft, Knochen und Zähne stark zu machen.

      Vitamin D ist nur in wenigen Lebensmitteln enthalten: Fisch, Eier und Pilze. Ein Glück aber – es kann vom Körper selbst gebaut werden! Dazu ist aber Sonnenlicht notwendig. Also, raus in die Natur zum Spielen und Toben!

    • Vitamin K

      Vitamin K ist das „Pflaster“-Vitamin. Es sorgt dafür, dass sich eine Kruste auf der Wunde bildet und die Kratzer wieder weggezaubert werden.

      Die Körperfabrik kann Vitamin K im Darm selbst zusammenbauen. Essen kann man es natürlich auch: ganz viel steckt im grünen Gemüse. Brokkoli ist ein megagutes Pflastergemüse!

    • B-Vitamine

      Hier haben wir es gleich mit einer ganzen Familie zu tun. Die sind in der Körperfabrik überall im Rennen. Sie helfen dabei mit, die Kraftstoffe aus den Lebensmitteln überhaupt nutzen zu können. Kriegen wir nicht genug davon, merkt man das an jeder Ecke: Es gibt nicht genügend Blut, die Nervenbahnen leiden, die Haut wird blass und krank.

      B-Vitamine stecken im Gemüse, in Bananen und im Vollkornbrot zum Beispiel.

      Spezialinfo: Vitamin B12 steckt nur in Lebensmitteln, die vom Tier stammen, also in Fleisch, Fisch, Ei und Milch. Ab und zu mal einen Hamburger essen ist also lecker und gut.

    Jolinchen mit Lupe

    © AOK

    Jolinchen will es immer ganz genau wissen – du auch?

    Jolinchens Detektivspiel: Dem Schutzschild-Vitamin auf der Spur

    Vitamin C ist unser Schutzschild gegen Viren, Bakterien und Co. Superwichtig!

    Nimm es mal genau unter die Lupe! Hier kannst du 16 Spielkarten mit Obst und Gemüse herunterladen, ausmalen und ausschneiden. Und dann kannst du damit verschiedene Aufgaben lösen. Das ist spannend und informativ!

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