Ablehnung Brustverkleinerung

Hallo,

ich bin 58 Jahre, wiege 60 kg und mit Beginn der Wechseljahre hat sich meine Brust vor ca. 10 Jahren kometenhaft entwickelt. Ich bin 151 cm klein, trage BH Größe F 85 und habe seit Jahren einen schrecklichen Brustpilz. Habe alle möglichen Salben durch, eine Menge Geld dabei gelassen, nichts half. Ein Hautarzt hat mir dann eine mixen lassen mit Antibiotikum und Kortison. Die hilft manchmmal, ich soll sie aber eigentlich ganz selten benutzen. Ich bin mit Baumwolltüchern ausgepolstert, da der Pilz juckt und brennt, mal mehr mal weniger. Manchmal könnte ich mir die Haut abreißen.

Daneben habe ich massive Rückenprobleme, und oft habe ich keine Kraft mehr, meinen Körper in Balance zu halten und möchte mich nur noch nach vorne hängen lassen, was dann dem Rücken nicht gut tut. Ich bin ständig im Hohlkreuz.

Auf der Arbeit, wo ich viel mit Menschen zu tun habe und in der Öffentlichkeit fühle ich mich mehr als unwohl, da ich das Gefühl habe, alle gucken immer nur auf meine dicke Brust. Klamotten kaufen ist ein Drama, weil mit meinen Proportionen nichts passt. Nach langen Diskussionen und Überlegungen habe ich kürzlich eine Brustverkleinerung bei der AOK beantragt, mit Unterstützung eines Arztes. Alle Ärzte, bei denen ich in Behandlung bin, sagen mir, sie würden eine Verkleinerung für sehr gut halten. Mein Antrag wurde abgelehnt nach Aktenlage, ohne dass man mich kennt, oder jemals gesehen hat. Ich finde das unmöglich und ärgere mich sehr. Ich habe jetzt Widerspruch eingelegt.

Was muss ich tun, um hier Hilfe zu bekommen. Ich verzweifle langsam, und habe auch Angst, mich nur noch auf dieses Problem zu reduzieren.

Irma

 

 

 

Hallo Irma,

 

wir können gut nachvollziehen, dass Sie die von Ihnen geschilderte Situation sehr belastet. Weswegen nun der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) Ihren Antrag auf eine Brustverkleinerung abgelehnt hat, können wir natürlich nicht sagen.

 

Hilfreich kann es bei einem Widerspruchsverfahren sein, weitere medizinische Bescheinigungen / Gutachten beizubringen, die die medizinische Notwendigkeit einer solchen Brustverkleinerung untermauern. haben sich in Folge der statischen Problematik Rückenbeschwerden eingestellt, könnte dies durch Orthopäden festgestellt werden; empfiehlt dann auch der Orthopäde eine Brustverkleinerung, weil andere orthopädische Maßnahmen nicht oder unzureichend zu einer Linderung der Beschwerden führen, sollte dies ebenso benannt werden. Hat sich aufgrund der Brustgröße ein Hautpilz entwickelt und kann diese nicht ausreichend durch dermatologische Behandlungen beseitigt werden, sollte auch dies gutachterlich festgehalten werden.

Und besteht für Sie aufgrund der brust eine erhebliche psychische Belastung, dann könnte auch dies durch eine psychotherapeutische Bescheinigung nachgewiesen werden.

 

Sie sehen, eine direkte, konkrete Unterstützung oder Hilfe können wir Ihnen ledier nicht bieten, da wir ja auch keine Kostenbewilligungen aussprechen können. Je mehr medizinische Gründe für eine oeprative Verkleinerung der Brust vorliegen, desto größer sind Ihre Chancen, doch noch eine Kostenübernahme für eine Brustreduktionsplastik ausgesprochen zu bekommen.

 

Bleibt uns, Ihnen die Dauem zu drücken!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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