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Sonnenbaden: So schützen Sie sich

Sonnenbaden und Schwimmen gehören zum Sommer einfach dazu. Doch zu viel Sonne sorgt nicht nur für einen Sonnenbrand, sondern kann die Haut auch langfristig schädigen. Unsere Empfehlungen für gesundes Sonnen.

Risiko Sonne: Das kann zu viel Sonne anrichten

Die Sonne versorgt uns mit Vitamin D. Das ist wichtig für den Stoffwechsel und stärkt das Immunsystem. Doch vor einem Zuviel an Sonne müssen wir uns schützen. Denn ihre ultravioletten (UV) Strahlen treffen uns, sobald wir im Freien sind – zu jeder Jahreszeit, durch dichte Wolken oder Autoglas.

Langfristig zerstören die Sonnenstrahlen unser hauteigenes Kollagen. Dieses Protein sorgt durch seine Netzstruktur und indem es Feuchtigkeit in unserer Haut speichert für Elastizität und Spannkraft. Ist das nicht mehr möglich, weil die Kollagenstruktur geschädigt wird, entstehen Falten. Zugleich verstärkt die Sonnenstrahlung die Pigmentbildung, sogenannte Altersflecken.

Sonne ist gefährlich: Das kann zu viel Sonne anrichten.

Ein weiteres Risiko intensiver UV-Strahlung: Hautkrebs. Ein einziger Sonnenbrand ist nicht allein für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich. Aber jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko, weil dadurch Schäden im Erbgut der Haut entstehen. Weltweit, so schätzt die Weltgesundheitsorganisation, erkranken jährlich mehr als zwei bis drei Millionen Menschen an weißem Hautkrebs. Etwa 250.000 Neuerkrankungen von schwarzem Hautkrebs werden registriert.

Weißer Hautkrebs lässt sich im frühen Stadium gut behandeln. Denn daraus entstehen seltener Metastasen. Schwarzer Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom, kann sowohl in Lymphknoten als auch in den inneren Organen Metastasen bilden. Hellhäutige Menschen und Menschen mit Muttermalen erkranken häufiger an Hautkrebs als Menschen mit dunklerer Haut.

Geschützt in die Sonne: Sechs Regeln fürs Sonnenbad

Nicht sparen, sondern dick auftragen und spätestens alle zwei Stunden nachcremen, so lautet die Formel. Das verlängert den Sonnenschutz nicht, aber erhält ihn. Auch nach dem Schwimmen ist Nachcremen angesagt. Je zwei fingerlange Stränge Sonnencreme oder Lotion pro Körperzone (Kopf, Brust, Bauch, Rücken, Hüfte, Gesäß, Ober- und Unterschenkel sowie Arme) ergeben einen gründlichen Sonnenschutz. Nicht vergessen werden sollten Lippen, Nase, Ohren und Fußrücken. Auch sie benötigen ausreichenden Schutz.

Wie lange Sie ungeschützt in der Sonne verbringen können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, liegt an Ihrem Hauttyp. Das können 10 bis 60 Minuten sein. Multiplizieren Sie die Eigenschutzzeit Ihrer Haut mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme, dann ergibt das die mögliche Sonnenbadezeit, in der Sie geschützt sind. Die Höhe des Lichtschutzfaktors hängt vom Hauttyp ab. Grundsätzlich empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz für Kinder ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Erwachsene mindestens 20. Vorsicht bei alter Sonnencreme, sie kann ihren Schutz verlieren. Ebenfalls wichtig: Eine gute Sonnencreme enthält Filter für UV-A- und UV-B-Strahlen.

Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-A- und UV-B-Strahlung am höchsten. In dieser Zeit besser im Schatten bleiben. Aber auch hier ist Eincremen Pflicht: Im Schatten oder unter dem Sonnenschirm bekommen Sie noch circa 50 Prozent der Umgebungsstrahlung ab.

Am besten schützt dichte Kleidung. Dünne oder nasse Textilien schützen die Haut weniger. Für Kinder gibt es Textilien mit UV-Schutz. Zugleich sollte der Kopf geschützt werden, zum Beispiel mit einem breitkrempigen Hut oder einer Kappe.

Die UV-Strahlen schädigen auch die Horn- und Netzhaut des Auges. Bei einer Sonnenbrille ist es wichtig, auf die Qualitätszeichen „CE“ und „UV-400“ zu achten und ein Modell zu wählen, das die Augen auch seitlich schützt.

Die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft kann bei werdenden Müttern Pigmentstörungen der Haut fördern. Auch Medikamente wie Antibiotika oder Johanniskraut können die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Bei Kortison, innerlich oder äußerlich angewendet, ist beim Sonnenbaden ebenfalls Vorsicht angesagt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, den Arzt zu befragen, wenn man Medikamente einnimmt.

Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzschlag: Anzeichen und Maßnahmen

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades. Schwere Sonnenbrände können sogar bis zu Verbrennungen 3. Grades gehen. Hauptursache sind zu viele UV-B-Strahlen. Sie schädigen die Hautzellen und führen zu Entzündungen des Gewebes.

  • Symptome: Die Haut ist stark gerötet, brennt, schmerzt und juckt. Bei starken Verbrennungen bilden sich Blasen.
  • Maßnahmen: Sofort raus aus der Sonne. Am besten kühl duschen oder mit feuchten Tüchern kühlen. Eine leichte Creme mit Dexpanthenol hilft bei Rötung die Entzündungsreaktion der Haut zu heilen. Bei starkem Sonnenbrand mit Blasenbildung ist der Arzt gefragt.

Ein Sonnenstich ist die Folge von zu intensiver Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Das Problem sind nicht die UV-Strahlen, sondern die intensive Wärme.  

  • Symptome: Betroffene haben oft einen roten Kopf, klagen über Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel und Übelkeit. Die Symptome können sich auch erst Stunden später zeigen.
  • Maßnahmen: Sofort raus aus der Sonne. Den Kopf mit feuchten Tüchern kühlen. Außerdem sollten Betroffene viel trinken und sich ausruhen, bis die Symptome nachlassen.

Ein Hitzschlag wird durch zu intensive körperliche Anstrengung in großer Hitze ausgelöst. Er ist weitaus gefährlicher als ein Sonnenstich. Denn dabei entsteht ein Wärmestau im Körper.  

  • Symptome: Betroffene haben hohes Fieber, Herzrasen, Schüttelfrost oder Bewusstseinsstörungen.
  • Maßnahmen: Wie bei einem Sonnenstich müssen Betroffene sofort in den Schatten gebracht und der Körper gekühlt werden. Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Notarzt rufen!

Zu viel Sonne? SOS-Tipps für die Haut

  • Nach dem Sonnenbad weiter cremen! Après-Lotionen versorgen sonnengestresste Haut mit Feuchtigkeit. Hat sich die Haut erholt, sollte sie mit fetthaltigen Pflegecremes aufgebaut werden.
  • Die Haut kühlen, entweder unter fließendem Wasser oder mit feuchten Tüchern. Wenn die Wickel warm werden, einfach wechseln. Achtung: Coolpacks dürfen nur bei leichten Sonnenbränden, aber nie direkt auf die Haut aufgelegt werden.
  • Bei Sonnenbrand ist direkte Sonne tabu. Schatten und Kleidung schützen die geschädigte Haut und helfen ihr, sich zu erholen.
  • Gegen Schmerzen und leichtes Fieber nach einem Sonnenbad helfen Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen. Das mildert die Beschwerden des Sonnenbrandes. Kleinkinder und Babys sollten gleich zum Arzt.
  • Der Körper verliert in der Sonne viel Wasser. Deshalb nach einem Tag in der Sonne viel trinken. Am besten Wasser oder Saftschorlen. Sonnengeschädigte Haut wird so von innen mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

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