Betriebliche Gesundheit im März

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: BGM-Kooperation mit Emitec Technologies GmbH * Telefonische Krankschreibung * AOK PLUS und Elblandklinikum starten BGM * AOK PLUS und Stadt Pößneck besiegeln Partnerschaft für mehr Gesundheitsförderung * Neues AOK-Seminarvideo: GenZ und Babyboomer * Dienstrad als beliebter Vorteil * Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit * Präsentismus: Risiken erkennen und Gesundheit schützen

Emitec Technologies GmbH setzt auf ganzheitliches Gesundheitsmanagement

Die Gesundheitsinitiative der AOK PLUS unterstützt Unternehmen mit vielfältigen Angeboten und Impulsen zur Reduzierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und zur Stärkung der Resilienz von Beschäftigten. Wir begleiten Unternehmen beim Aufbau eines nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), als wesentlicher Erfolgsfaktor für psychische Gesundheit im Arbeitsalltag.

Auch das Unternehmen Emitec Technologies GmbH aus Hörselberg-Hainich in Thüringen nutzte dieses Angebot: Im Herbst 2023 startete das Unternehmen gemeinsam mit der AOK PLUS ein innovatives Programm für das BGM. Ziel war es, Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden gezielt zu fördern und die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Nach einer Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten und einer Analyse der Arbeitssituation wurden die Beschäftigten aktiv in die Entwicklung von Maßnahmen einbezogen.

Ein besonderer Fokus lag unter anderem auf dem Thema der mentalen Gesundheit.
Neben Resilienz-Schulungen für Teams und Führungskräfte unterstützte das AOK-Programm „Gesund führen“ die Führungskräfte dabei, ihre Kompetenzen im Gesundheitsmanagement auszubauen und wertvolles Feedback von Mitarbeitenden zu erhalten. Weiterhin wurden Schulungen zur Suchtprävention für Führungskräfte durchgeführt, um den Umgang mit Suchtproblemen im Team kompetent zu gestalten.

Mehr zum Unternehmen finden Sie hier.

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Die Gesundheitsinitiative begleitet Sie auf dem Weg zu mehr Gesundheit im Alltag. Ob Bewegung, Ernährung, mentale Gesundheit oder Vorsorge – gemeinsam machen wir Gesundheit einfach und alltagstauglich. Machen Sie jetzt den ersten Schritt und starten Sie mit unserem Self-Check.

Bei Anruf Krankschreibung?

Die telefonische Krankschreibung wird aktuell kontrovers diskutiert. Doch aktuelle Auswertungen der AOK PLUS zeigen: Ein signifikanter Anstieg der Krankschreibungen lässt sich dadurch nicht belegen. Der Anteil der Krankschreibungen per Telefon liegt laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung bei lediglich 0,8 bis 1,2 Prozent. Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sorgt zudem für ein genaueres Bild beim Krankenstand.

Mehr dazu lesen Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Kooperation zwischen AOK PLUS und Elblandklinikum

Bereits Ende 2025 hat das Elblandklinikum, mit den Standorten Meißen, Radebeul und Riesa, und die AOK PLUS eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um ein gemeinsames Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für die Mitarbeitenden des Klinikums zu etablieren.

Im Fokus stehen maßgeschneiderte Angebote, die Mitarbeitende im Arbeitsalltag spürbar unterstützen. Das BGM-Konzept umfasst unter anderem Programme zu Prävention, Stressbewältigung, Bewegungsförderung sowie zur Verbesserung der Life-Balance. Ziel ist es, Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken und gleichzeitig die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Elblandklinikum Vorstand Rainer Zugehör bringt es auf den Punkt: „Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden ist der Grundstein für die hohe Qualität der Versorgung in unseren Kliniken.“ Gleichzeitig gehe es darum, mit Unterstützung der AOK PLUS ein modernes, ganzheitliches Konzept zu schaffen, das Gesundheit im Teamalltag stärker verankert und ein Arbeitsumfeld fördert, das Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit unterstützt.

Von AOK PLUS-Seite unterstreicht Regina Schulze, Regionalcenterleiterin, den Mehrwert für den Arbeitgeber: „Ein starkes Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein wichtiger Beitrag zur Mitarbeitendenbindung und -gewinnung.“ Mit der neuen Partnerschaft will die AOK PLUS die Mitarbeitenden des Elblandklinikums auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden aktiv begleiten.

Das gemeinsam entwickelte Programm wird ab 2026 an allen drei Klinikstandorten umgesetzt und anschließend kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt – es ist kein „Einmal-Projekt“, sondern eine Partnerschaft, die nachhaltig wirkt.

AOK und Kommune Pößneck besiegeln Zusammenarbeit mit Letter of Intent

Ende 2025 unterzeichneten Bürgermeister Michael Modde und Sylvia Florian, Kundencenterleiterin der AOK PLUS, einen Letter of Intent (LOI). Damit legen die Stadt Pößneck und die AOK den Grundstein für eine konstruktive Zusammenarbeit, die darauf abzielt, kommunale Strukturen und gesundheitsbezogene Angebote nachhaltig weiterzuentwickeln. Der LOI definiert einen klaren Rahmen für die nächsten Schritte und ermöglicht eine vertiefte inhaltliche Ausgestaltung der Kooperation.

Bürgermeister Modde betonte im Rahmen der Unterzeichnung die Bedeutung eines starken und verlässlichen Partners an der Seite der Kommune. Die AOK PLUS wiederum unterstrich ihren Anspruch, aktiv Verantwortung zu übernehmen und kommunale Prozesse nicht nur zu begleiten, sondern konstruktiv mitzugestalten.

Der unterzeichnete LOI ist kein Selbstzweck, sondern ein bewusst gewählter erster Meilenstein. Er definiert gemeinsame Zielsetzungen, benennt Handlungsfelder und schafft Transparenz für die weitere Planung. Auf dieser Basis können nun die nächsten konkreten Schritte vorbereitet und abgestimmt werden.

Neues AOK-Seminarvideo: GenZ und Babyboomer

Das Online-Seminar „Gen Z und Babyboomer: So gelingt die Zusammenarbeit“ ist ab sofort als Video im AOK-Fachportal für Arbeitgeber verfügbar. Es zeigt, wie bis zu fünf Generationen, von Babyboomern bis zur sogenannten Generation Alpha, erfolgreich in einem Unternehmen zusammenarbeiten können. Zur Generation Alpha gehört, wer um 2010 bis etwa 2024 geboren wurde.

Praxisbeispiele aus mittelständischen Unternehmen veranschaulichen im Video, wie besseres Verständnis und gezielte Kommunikation vermeintliche Konflikte zwischen Generationen auflösen können. Das Video stellt zudem konkrete Werkzeuge vor, die sofort im Arbeitsalltag angewendet werden können, um die Zusammenarbeit und die Teamkultur nachhaltig zu stärken.

Diese zentralen Fragen werden im Seminar beantwortet:

  • Warum sind viele Generationenkonflikte keine Alterskonflikte?
  • Welche Rolle spielen Lebensphasen, Persönlichkeit und individuelle Werte?
  • Wie fördert echtes Kennenlernen das Verständnis und die Zusammenarbeit?
  • Mit welchen Methoden können Führungskräfte generationenübergreifende Teams erfolgreich steuern?
  • Welche praktischen Schritte lassen sich kurzfristig umsetzen, um die Zusammenarbeit zu verbessern?

Schauen Sie sich jetzt das Video an und gewinnen Sie wertvolle Impulse für eine erfolgreiche generationenübergreifende Zusammenarbeit.

Passend zum Thema

Altersvielfalt am Arbeitsplatz

Wie Unternehmen unterschiedliche Altersgruppen erfolgreich zusammenbringen und ihre Potenziale nutzen können, erfahren Sie auf der Themenseite „Altersvielfalt am Arbeitsplatz“ im AOK-Fachportal.

Dienstrad als beliebter Vorteil

Diensträder gewinnen als zugkräftiges Argument im Recruiting immer mehr an Bedeutung. Das ergab eine exklusive Auswertung des Personalmarktforschungsunternehmens index Research für das HR-Fachmedium „Personalwirtschaft“.

Die Studienautorinnen und -autoren hatten zwischen 2022 und 2025 jeweils im ersten Halbjahr deutschlandweit Stellenausschreibungen ausgewertet. Konkret untersuchten sie 196 Printmedien, 311 Onlinebörsen, das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit und circa 900.000 Firmenwebsites. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der Begriffe „Jobrad“, „Dienstrad“ und „Dienstfahrrad“ von knapp 3 auf gut 10 Prozent. Meist waren in den Anzeigen Leasingmodelle erwähnt.

Für Arbeitgeber ist ein Dienstrad als Benefit einfach umzusetzen und kann die Attraktivität des Unternehmens bei potenziellen Bewerbenden erhöhen. Aber auch eingebettet in die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) haben Fahrräder Potenzial. Denn wenn Beschäftigte den Weg zum Arbeitsplatz sowie private Strecken häufiger per Rad oder E-Bike zurücklegen, profitieren Arbeitgeber und Team gleichermaßen: Radfahren ist gesund für Körper und Psyche, kann helfen, Krankheiten vorzubeugen und Fehlzeiten zu reduzieren. Darüber hinaus ist es relativ kostengünstig und schont mit seiner niedrigen CO2-Bilanz die Umwelt.

Im AOK-Fachportal für Arbeitgeber erhalten Unternehmen Tipps, wie sie ihre Mitarbeitenden zum Radfahren inspirieren können. Mehr erfahren.

Mehr zu den beitragsrechtlichen Auswirkungen bei der Überlassung von Dienstfahrrädern erfahren Arbeitgeber hier.

Auch in diesem Jahr können Beschäftigte wieder an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teilnehmen. Wer zwischen Mai und August allein oder als Firmenteam an 20 Tagen zum Arbeitsplatz radelt, kann attraktive Preise gewinnen. Mehr erfahren.

Frühjahrsenergie statt Frühjahrsmüdigkeit

Die ersten warmen Frühlingstage bringen oft nicht nur mehr Licht, sondern auch Müdigkeit: Der Körper passt sich hormonell an den veränderten Licht‑ und Tag‑Nacht‑Rhythmus an. Serotonin‑ und Melatonin‑Spiegel müssen sich neu einpendeln, was vorübergehend zu Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche führen kann.

So bekommen Sie und Ihr Team mehr Energie am Arbeitsplatz:

  • Laden Sie zu Walk-and-Talk-Runden am Vormittag ein: Direktes Sonnenlicht stärkt den Biorhythmus und kurbelt die Serotoninproduktion an.
  • Motivieren Sie das Team zu kurzen Bewegungspausen: Ein Spaziergang, Dehnübungen oder ein paar Treppenstufen aktivieren Kreislauf und Aufmerksamkeit.
  • Organisieren Sie eine Schritte-Challenge: Die Gemeinschaftsaktion integriert Bewegung und frische Energie in den Alltag und stärkt den Teamgeist.
  • Greifen Sie gemeinsam zu leichter, frischer Ernährung: Mehr Gemüse und weniger schwere Mahlzeiten helfen, das Energielevel stabil zu halten.
  • Stellen Sie kostenfreies Wasser zur Verfügung: Wer ausreichend trinkt, beugt Müdigkeit und Konzentrationsmangel vor.

Weitere Tipps zur gesunden Ernährung und einer aktiven Pause hat die AOK im Fachportal für Arbeitgeber zusammengestellt.

Präsentismus: Risiken erkennen und Gesundheit schützen

Gehen Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit, spricht man von Präsentismus. Eine Studie der TU Chemnitz, der Universität Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt, dass die daraus resultierende Erschöpfung mit mehreren Wochen länger anhält als vermutet.

Im Rahmen einer wöchentlichen Tagebuchstudie wurden 123 Berufstätige über einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen begleitet. Die Teilnehmenden berichteten regelmäßig, ob sie trotz Krankheit gearbeitet hatten und wie erschöpft sie sich fühlten.

Das Ergebnis: In den Wochen, in denen Beschäftigte krank zur Arbeit gingen, stieg das Erschöpfungsniveau deutlich an – und blieb auch in den darauffolgenden Wochen erhöht. „Wer krank arbeitet, braucht also wesentlich länger, um sich zu regenerieren. Viele unterschätzen, wie lange der Körper braucht, um sich vom Arbeiten trotz Krankheit zu erholen“, erklärt Dr. Carolin Dietz, Erstautorin der Studie: „Unsere Daten zeigen, dass sich Erschöpfung nach solchen Phasen nur langsam über mehrere Wochen hinweg abbaut.“

Auch für Unternehmen hat dieses Verhalten Folgen, betont Prof. Dr. Bertolt Meyer von der TU Chemnitz: „Präsentismus kann aus Sicht der Beschäftigten kurzfristig pragmatisch erscheinen, führt aber mittelfristig zu Leistungsabfall und höheren Belastungskosten“, resümiert der Inhaber der Professur Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Sein Rat: „Betriebe sollten Beschäftigte aktiv dazu ermutigen, sich bei Krankheit auszukurieren.“ Das helfe nicht nur, Ansteckungen zu vermeiden, sondern verringere auch die mittelfristigen Folgekosten aufgrund einer verminderten Leistungsfähigkeit.

Was Arbeitgeber konkret tun können:

  • Gesundwerden priorisieren: Führungskräfte sollten klar signalisieren, dass Genesung Vorrang hat
  • Gespräche ermöglichen: Offene Kommunikation senkt die Hemmschwelle, sich krankzumelden
  • Druck reduzieren: Verlässliche Vertretungsregelungen entlasten im Krankheitsfall
  • BGF sichtbar machen: Gesundheitsangebote aktiv kommunizieren und leicht zugänglich machen
  • Arbeitsfähigkeit stärken: Stressprävention gezielt fördern

Wie Sie mit Präsentismus im Team umgehen und welche Folgen das Phänomen haben kann, erfahren Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

AOK-Programm

Gesund führen

Das AOK-Programm „Gesund führen“ zeigt unter anderem, wie Führungskräfte durch reflektiertes Verhalten und gutes Vorleben Präsentismus vorbeugen können.

Stand

Erstellt am: 12.03.2026

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