Uniklinikum Leipzig

Steckbrief

Universitätsklinikum Leipzig gewinnt „Corporate Health Award 2021“
Preis für „herausragendes Betriebliches Gesundheitsmanagement“ verliehen: Nachweislich überdurchschnittliches Engagement für Wohlergehen der eigenen Mitarbeitenden

  • Branche: Sozialwesen
  • Region: Sachsen

BGM Programm

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist mit dem „Corporate Health Award 2021" ausgezeichnet worden. Damit gewinnt das Leipziger Uniklinikum bereits zum zweiten Mal nach 2018 den renommierten Preis für Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Branche Gesundheits- und Sozialwesen. Verliehen wird der Preis vom Marktforschungs-, Analyse- und Zertifizierungsinstitut EUPD Research und der Handelsblatt Media Group.

Hintergrund: Als im Januar 2012 ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ins Leben gerufen wurde, war Ziel, alle betriebsinternen Strukturen, die zur Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit des Einzelnen beitragen, zu etablieren und zu vernetzen.

Aber BGM ist nicht gleich BGM. Im Uniklinikum Leipzig sind eine eigene BGM-Managerin und regelmäßig stattfindende Steuerkreise feste Strukturbausteine. Zeitliche und finanzielle Budgets für Mitarbeitende sowie eine prozessorientierte, bereichsübergreifende Arbeitsweise und die Zusammenarbeit mit dem internen Arbeitsschutz – als wichtige Voraussetzungen für ein nachhaltiges BGM. Der Gesundheitsgedanke ist hier systemisch verankert und strategischer Teil der Verhaltens- und Verhältnisprävention.

Die offizielle Würdigung steht für ein außerordentliches Engagement zum Wohlergehen der eigenen Belegschaft und ist insbesondere durch die klare Haltung des Uniklinikums sowie das starke Engagement der BGM Verantwortlichen Diana Neuberger erst möglich geworden.

Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Mitarbeitenden und Führungskräfte des UKL werden auf vielfältige Weise für die Belange der Gesundheit im betrieblichen und individuellen Kontext sensibilisiert und sind in alle Prozesse eingebunden. Das fördert die Entwicklung und Beibehaltung einer gesunden Unternehmenskultur. Am Uniklinikum Leipzig wird dabei großer Wert auf individuelle, den Bedürfnissen der Mitarbeiterschaft angepasste Maßnahmen und Angebote gelegt.

„Unsere Führungskräfte konnten und können ihren Mitarbeitern Hilfestellung anbieten, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten, flexible Kinder- und Kindernotfallbetreuung, mobile Arbeit, telefonische und internetbasierte psychologische Unterstützung." so Sandra Kuwatsch, Leiterin Personal, Recht und Compliance sowie Leitung BGM am UKL.

Schulungen und Fortbildungen, welche die berufliche und persönliche Weiterentwicklung der Beschäftigten unterstützen, genießen dabei hohen Stellenwert. Auch bietet das UKL ein umfassendes Leistungsangebot der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) an - abgestimmt auf die Bedarfe der Beschäftigten und zielgruppengerecht implementiert.

Bewegungs- und Entspannungsangebote für Mitarbeitende sind im Unternehmen etabliert und werden zum überwiegenden Teil durch die Bereitstellung von internen Ressourcen realisiert. Zu den beliebtesten Angeboten zählen Yoga, Faszien- und Zirkeltraining. Die Kooperation mit der Universität Leipzig im Bereich des Hochschulsports erweitert die Angebote. Daneben halten unter anderem angehende Diätassistenten Vorträge zum Thema gesunde Ernährung. Bis zu 180 Minuten im Jahr darf jeder Mitarbeiter während der Arbeitszeit an den Angeboten des BGM teilnehmen.

Bedarfsanalysen ermöglichen nachhaltige Gestaltung

„Gemessen an der Größe des UKL stellt es für das Team des BGM eine große Herausforderung dar, die individuellen Bedarfe der meisten Mitarbeiter im Angebotsportfolio darzustellen. Die Tätigkeitsbereiche der einzelnen Mitarbeiter sind hinsichtlich Arbeitsbelastungen und -ressourcen teilweise so unterschiedlich, dass eine vorherige Bedarfsanalyse unabdingbar ist", sagt Diana Neuberger, Koordinatorin des Betrieblichen Gesundheitsmanagements am UKL. „Daher werden neben den allgemeinen Angeboten der Betrieblichen Gesundheitsförderung tätigkeitsspezifische Angebote und Projekte durchgeführt."

So sind beispielsweise Bewegungspausen direkt am Arbeitsplatz im Angebot. Besonders belastete Abteilungen und Fachbereiche werden durch Befragungen der Mitarbeitenden und Analysen der Arbeitssituation im qualitativen Forschungsdesign analysiert und auf dieser Basis zielgerichtete Maßnahmen abgeleitet.

Die Betriebliche Sozialberatung unterstützt und vermittelt bei familiären, wirtschaftlichen, sozialrechtlichen und gesundheitsbezogenen Frage- und Problemstellungen.

Individuelle Themen und Fragestellungen können in Coachings unter professioneller Begleitung bearbeitet werden.

Mitarbeiterorientierung ist Dreh- und Angelpunkt

Sowohl flexible Arbeitszeiten, Kinder- und Kindernotfallbetreuung, mobile Arbeit, telefonische und internetbasierte psychologische Unterstützung (EAP) und individuelles Coaching mit professioneller Begleitung, als auch tätigkeitsbezogene und individuelle Gesundheitsangebote, wie Arbeitsplatzbegehungen, Yoga und Faszientraining sind im Uniklinikum Inhalte einer facettenreichen Angebotspalette. Gesunde Rahmenbedingungen für Jedermann sozusagen - stets abgleitet aus den Bedürfnissen der Mitarbeitenden.

„Unser BGM bildet unter dem Motto 'von uns für uns' eine gemeinsame Plattform für Mitarbeiter und die Unternehmensleitung, die es ermöglicht, in gegenseitiger Kenntnis aufeinander einzugehen und das jeweils Erforderliche und Wesentliche zum Erhalt der Gesundheit sowohl zu ermöglichen und auch zu tun", bekräftigt Dr. Melanie Weiss, Leiterin der Zentralen Einrichtung Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Partner AOK PLUS

Die AOK PLUS ist seit 2014 als Partner und Gesundheitslotse mittendrin. Konkret und in Person von Ingo Schröder aus dem GC Leipzig: Als verlässlicher Berater, jährlicher Fehlzeitenreport- Vermittler oder wie zuletzt bei der Umsetzung der Workshopreihe „Fit in der Pflegebranche" für Azubis, dem Projekt „Stressmanagement in der Pflege für Mitarbeitende (Stressma)“ oder eines Online-Resilienztrainings.

Ihr Ansprechpartner bei der AOK PLUS
Zum Thema Betriebliche Gesundheit

Corporate Health Award 2021

Die Freude über den Gewinn des „Corporate Health Awards 2021“ steht allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben – daran ändern auch die obligatorischen Masken nichts. „Diesen Preis in den Händen zu halten ist ein wunderbares Gefühl“, sagt Dr. Melanie Weiss (3. v. r.), Leiterin der Zentralen Einrichtung Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) am UKL. Mit ihr auf dem Foto einige unter den vielen Beteiligten, die für diesen Erfolg stehen, darunter Koordinatorin Diana Neuberger (5. v. r., mit Urkunde) und Personalleiterin Sandra Kuwatsch (2. v. l.).

Der „Corporate Health Award" wolle die Vorbildfunktion eines guten betrieblichen Gesundheitsmanagements durch das Verleihen von Preisen und Gütesiegeln in besonderem Maße hervorheben, so die Initiatoren.

Für den Preis in Frage kommen Organisationen und Unternehmen, die sich nachweislich überdurchschnittlich für die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden engagieren, eine vorausschauende, nachhaltige Personalstrategie verfolgen und dies im Rahmen des Corporate Health Audits in entsprechender Form belegen.

Dr. Melanie Weiss, Leiterin der Zentralen Einrichtung Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) am Leipziger Universitätsklinikum freut sich über die Auszeichnung: „Diesen Preis im Dienste unserer aller Gesundheit in den Händen zu halten ist ein wunderbares Gefühl. Er zeichnet alle aus, die das Entstehen, die Weiterentwicklung unseres BGM unter Berücksichtigung der Anregungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht haben."

Aufgrund des guten Abschneidens im Qualifizierungsfragebogen zum Corporate Health Award 2021 in die Kategorie „Exzellenz" eingestuft, eröffnete sich dem UKL die Möglichkeit, das Ergebnis durch ein Audit verifizieren zu lassen. In einem digital durchgeführten Audit im Oktober dieses Jahres konnte das Klinikum dann nachweisen, dass man sich in „vorbildlicher Weise für die Erhaltung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagiert und eine vorausschauende, nachhaltige Personalstrategie verfolgt", wie es in der Begründung für den Preis heißt.

Für Belange der betrieblichen und persönlichen Gesundheit sensibilisieren

Steffen Klink, Director Corporate Health Department bei EUPD Research, gratuliert dem UKL als Gewinner des Awards: „Als einer der größten Arbeitgeber Sachsens ist sich das UKL seiner Verantwortung nicht nur gegenüber den Patientinnen und Patienten, sondern auch der zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern äußerst bewusst und nimmt diese extrem ernst. Dies zeigt sich unter anderem in einem hervorragend strukturiertem BGM-Konzept, welches stetig weiterentwickelt und optimiert wird."

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