Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis (SWSZ)

Steckbrief

Die Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis GmbH versorgt die Region Suhl und Zella-Mehlis mit Strom, Gas und Fernwärme und hat für ihre Mitarbeitenden ein Betriebliches Gesundheitsmanagement installiert.

  • Branche: Energieversorgung (Strom, Gas, Fernwärme)
  • Region: Suhl und Zella-Mehlis, Thüringen
  • Unternehmensgröße: ca. 95 Beschäftigte
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Stressprävention als Erfolgsfaktor

Dass ein modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) weit über den klassischen Obstkorb hinausgeht, zeigt ein aktuelles Praxisbeispiel der Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis (SWSZ).

Wer als Arbeitgeber langfristig wettbewerbsfähig bleiben will, muss Gesundheit strategisch managen. Die Gesundheitsinitiative der AOK PLUS unterstützt Unternehmen dabei mit vielfältigen Angeboten, um psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und die Resilienz der Beschäftigten zu stärken. In enger Kooperation mit der Gesundheitskasse haben die Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis ihr BGM konsequent auf die Schwerpunkte Stress, Entspannung und Erholung ausgerichtet. Das Erfolgsgeheimnis: Mitarbeitende wurden von Betroffenen zu aktiven Gestaltern ihres Wohlbefindens. „Wir begleiten beim Aufbau eines nachhaltigen BGM als wesentlichen Erfolgsfaktor für psychische Gesundheit im Arbeitsalltag“, erklärt Carolin Schneider, Beraterin Gesunde Lebenswelt bei der AOK PLUS.

Datenbasierte Bedarfsanalyse statt Gießkannenprinzip

Erfolgreiche BGM-Maßnahmen setzen da an, wo der Schuh drückt. Basis des Projekts war daher eine fundierte Mitarbeiterbefragung. „Diese lieferte ein klares Bild über die Stressauslöser und Gesundheitswünsche der Belegschaft“, so Juliane Recknagel, Verantwortliche für das BGM bei den Stadtwerken. Auf dieser Grundlage entstand ein ganzheitliches Konzept, das Information, Prävention und individuelle Unterstützung vereint.

Wissensvermittlung mit hoher Relevanz

Den Auftakt bildete der interaktive Vortrag „Sorry, ich bin gerade im Stress – Der Umgang mit einem Paradoxon“. Er vermittelte Grundlagen zu Dauerstress, Belastung versus Beanspruchung sowie konkrete Ausstiegsstrategien. Durch die Vorabbefragung flossen persönliche Sichtweisen direkt ein, was die Identifikation der Teilnehmenden spürbar steigerte. Sie lernten abzugrenzen, was unterscheidet Belastung von Beanspruchung? Wie äußert sich Dauerstress mental und körperlich? Und welche Ausstiegsstrategien funktionieren im Alltagstrott? 

Da Stress zutiefst subjektiv ist, reflektierten die Mitarbeitenden ihren persönlichen Stresstyp in Einzelterminen. Ziel war das Erkennen individueller Stressauslöser und innerer Antreiber, aber auch bereits vorhandener Ressourcen. Jedes Teammitglied erhielt so maßgeschneiderte Handlungsempfehlungen für den eigenen Arbeitsalltag.

Das „Entspannungs-Roulette“

In einem interaktiven Gruppenformat probierten die Mitarbeitenden verschiedene Entspannungstechniken aus. Das Spektrum reichte von Atemübungen und Meditation über positive Affirmationen bis hin zu Traumreisen und Progressiver Muskelrelaxation (PMR), erläutert Schneider. Die Teilnehmenden wurden so mit einem Werkzeugkoffer aus alltagstauglichen Methoden ausgestattet.

Planbarkeit und Flexibilität als Treiber für hohe Beteiligung

Ein kritischer Erfolgsfaktor ist die Organisation. Alle Termine und Inhalte wurden frühzeitig und transparent kommuniziert. Führungskräfte erhielten dadurch Planungssicherheit für den operativen Betrieb. Die flexible Teilnahme – wahlweise je Termin oder für das gesamte Angebot – führte zu einer hohen Beteiligungsquote. Ergänzend stehen über die Online-Plattform AOK atWork digitale Angebote für flexible „bewegte und entspannte Pausen“ bereit.

Fazit

Die Bilanz spricht für sich: Vorbehalte wurden abgebaut, die Offenheit für Gesundheitsthemen ist gestiegen und das Vertrauen innerhalb der Teams wurde gestärkt. „Wenn Mitarbeitende aktiv eingebunden werden und Angebote praxisnah gestaltet sind, entsteht ein nachhaltiger Mehrwert für Gesundheit, Motivation und Zusammenarbeit“, fasst Recknagel zusammen. Stressbewältigung wird so von der Pflichtaufgabe zum festen Bestandteil einer gesunden Unternehmenskultur.

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