Änderungen der Umlagesätze notwendig
01.07.2021 | Umlagesätze

Änderungen der Umlagesätze notwendig

Mit dem 1. Juli ändern sich die Umlagesätze für die Ausgleichkassen bei Arbeitsunfähigkeit (U1) und Mutterschaftsleistungen (U2). Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Umlagekasse U1 sinken, dagegen müssen die Aufwendungen für die Umlagekasse U2 angehoben werden.

Nobereit zu den Umlagesätzen

Das hat der Verwaltungsrat der AOK PLUS am 21. Juni beschlossen. „Erfreulicherweise konnten wir die Umlagesätze in den Ausgleichskassen bei Krankheit absenken“, sagt Sven Nobereit, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Arbeitgeberseite. Hintergrund dafür sind geringeren Erstattungen aufgrund z. B. coronabedingter Kurzarbeit.
„Hingegen mussten wir eine bittere, aber notwendige Entscheidung in der Umlagekasse U2 treffen“, so Nobereit weiter. Geringere Einnahmen, auch aufgrund von Kurzarbeit, aber weiter steigende Ausgaben, machten eine Erhöhung der Umlage unumgänglich.

„Aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen ist diese Anpassung erforderlich", so Nobereit. "Die AOK PLUS ist die Familienkasse in Sachsen und Thüringen. Erfreulicherweise beobachten wir nach den starken Geburtenrückgängen in den 90-er Jahren seit geraumer Zeit wieder einen Aufwärtstrend. Das ist ein positives Zeichen und Indiz für die Zuversicht, die die Menschen im PLUS-Land in ihre Zukunft haben. Positiv ist auch der hohe Beschäftigungsanteil der Frauen und ihre steigenden Verdienstmöglichkeiten. Jedoch bekommen die Mütter erst in höheren Jahren ihre Kinder. Verbunden damit sind immer häufiger Beschäftigungsverbote, die nicht beruflich indiziert sind. All diese Rahmenbedingungen führen nach der aktuellen Rechtslage dazu, dass die Umlagesätze in der Ausgleichskasse für Mutterschutz tendenziell steigen und damit einseitig die Arbeitgeber belasten. Diesen Trend beobachten wir im Übrigen bundesweit. Auf die sehr private Entscheidung der Familienplanung will und kann der Arbeitgeber jedoch nicht Einfluss nehmen. Zudem ist es in unser aller Interesse, dass mehr Kinder geboren werden. Auf politischer Ebene muss daher unbedingt geklärt werden, dass Mutterschaftsleistungen künftig gesamtgesellschaftlich finanziert werden können.“

Doch es bleibt dabei: Hervorragender Service und passgenaue Angebote - darauf können die Arbeitgeber bei der AOK PLUS auch in Zukunft vertrauen“, so Nobereit.

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Umlage- und Erstattungssätze 2021

Für das Umlageverfahren finden Sie hier die Umlage- und Erstattungssätze: Im Falle einer Krankheit handelt es sich um die Umlage U1, im Falle von Mutterschutz ist es die Umlage U2.

Neue Umlagesätze

Die erforderliche Satzungsänderung wurde vom Verwaltungsrat am 21. Juni 2021 beschlossen.

U1 - Tarif 50 Beitragssatz 1,8 Prozent (bisher 2,0 Prozent)

U1 - Tarif 65 Beitragssatz 2,6 Prozent (bisher 2,7 Prozent)

U2 Beitragssatz 0,79 Prozent (bisher 0,69 Prozent)

Eine Änderung der Erstattungssätze (50 / 65 / 100) erfolgt nicht.

Von insgesamt ca. 188.000 Arbeitgebern nehmen über 133.000 Firmen an der U1 teil. Für diese ergibt sich in der Summe von U1 und U2 keine Änderung der Beitragsbelastung. Für Teilnehmer im Tarif 50 ergibt sich eine Senkung (über 79.000). Für "nur U2 Arbeitgeber" erhöht sich die Beitragsbelastung um 0,1 Prozent.

Stand

Erstellt am: 01.07.2021

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