Best Practice BGF: Heitz Furnierkantenwerk
Praxisnah, kostenfrei und aus einer Hand: Die AOK Niedersachsen unterstützt Betriebe gezielt mit bedarfsgerechten Präventionsangeboten – angepasst an die unterschiedlichsten Herausforderungen. Das Furnierkantenwerk Heitz in Melle hat sie beim Aufbau eines strukturierten Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) begleitet. Die Geschäftsführung gab den Beschäftigten im Vorfeld Raum, um gemeinsam mit der AOK Vorschläge für passende BGF-Maßnahmen zu entwickeln.
AOK begleitet konstruktiven Austausch
„Wir zählen auf unsere Mitarbeitenden und wollen sie einbinden“, sagt Ralf Diekmann. „Denn Maßnahmen, über die man mitentscheidet, nutzt man auch“. Damit meint der Gesamtbetriebsleiter des Furnierkantenwerks Heitz nicht nur Arbeitsabläufe, sondern auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Bei dessen Aufbau hat die AOK Niedersachsen das Unternehmen drei Jahre lang unterstützt – kostenfrei und aus einer Hand.
135 Männer und Frauen sind am Standort Melle beschäftigt, viele seit Jahrzehnten. Zunächst begleitete die AOK sie bei einer Arbeitssituationserfassung. Sie bildete zusammen mit einer ausführlichen, individuellen Arbeitsplatzanalyse die Grundlage für passgenaue Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).
Unter Anleitung von BGM-Berater Michael Cziudaj und Alexander Richter, Fachberater für Ergonomie, Fitness und Bewegung bei der AOK Niedersachsen, sammelten die Beschäftigten über 160 Verbesserungsvorschläge. „Herr Cziudaj und Herr Richter haben das passende Milieu für einen fruchtbaren und konstruktiven Austausch geschaffen“, lobt Diekmann. Gerade bei der Erfassung und Analyse hätten sich die Mitarbeitenden ohne Beisein der Führungskräfte sehr offen geäußert. „Die starke Beteiligung der Mitarbeitenden hat die BGF-Prozesse erst richtig in Bewegung gebracht“, bestätigt Cziudaj.
Lösungsansätze in Teamwork
Stellvertretend präsentierten ausgewählte Beschäftigte anschließend im Steuerkreis ihre Vorschläge, heruntergebrochen auf Gruppen, um gezielt auf die Gesundheitsbelastungen der Aufgabengebiete im Betrieb einzugehen: Sie reichen von der Computerarbeit am Schreibtisch über einseitige Haltungen in der Produktion bis hin zum Transport schwerer Rollen aus Furnierblättern.
Die daraus resultierenden praxisnahen BGF-Maßnahmen verknüpfen Verhältnis- und Verhaltensprävention – also: Was kann der Betrieb, was können die Beschäftigten tun? „Wir wollen zeigen, dass wir als Führungskräfte Vorschläge der Mitarbeitenden ernst nehmen und priorisieren“, sagt Diekmann. „Aus AOK-Sicht der Königsweg“, freut sich Richter.
Fit am Arbeitsplatz: Bewegung und Ergonomie
Neben Workshops zur Stressbewältigung und gesunden Ernährung lag der Schwerpunkt im Bereich Bewegung und Ergonomie. Dies waren zum Beispiel die Messung von individuellen Dysbalancen mithilfe des AOK Rücken-Checks und der Workshop „Radfahren – ergonomisch und gesund“.
AOK Rücken-Check
AOK Rücken-Check
Im Rahmen des Projekts „Fit im Betrieb“ bietet die Gesundheitskasse in Niedersachsen einen kostenfreien AOK Rücken-Check an. Die Inhalte:
- Vorgespräch mit einzelnen Teilnehmenden inklusive Analyse des Arbeitsplatzes
- Eingangs- und Ausgangsmessung der Kraft der Rumpfmuskulatur
- Vertrauliche Auswertung, Beratung und Erstellen eines individuellen Trainingsplans
- Anonymisierte Gesamtauswertung für das Unternehmen
AOK-Workshop: Radfahren – ergonomisch und gesund
AOK-Workshop: Radfahren – ergonomisch und gesund
Der dreistündige kostenfreie AOK-Workshop kann mit 6–15 Personen im Unternehmen oder bei der AOK stattfinden. Er wird begleitet von Fachberatenden für Ergonomie und Bewegung der AOK Niedersachsen.
Zu den Inhalten gehören:
- allgemeine Informationen zu den gesundheitsförderlichen Aspekten des Radfahrens sowie den Vorteilen für Nachhaltigkeit und Klima
- wichtige Aspekte zum ergonomisch korrekten Einstellen des Fahrrads mit persönlichen Ergonomie-Pässen
- Tipps zur Minimierung der körperlichen Belastungen
- Anregungen für individuelles Training
Impulse für die Zukunft
„Auch der AOK-Workshop zur gesunden Ernährung im beruflichen Alltag ist richtig gut angekommen“, berichtet Personalreferentin Anna Wortmann. Die Mitarbeitenden haben daraus Impulse mitgenommen, die der Betrieb zusätzlich durch die Anschaffung von Wasserspendern und personalisierten Trinkflaschen unterstützt habe. Zur Verhältnisprävention gehören bei Heitz außerdem: Hebegeräte, isolierende Stehmatten und Softshellwesten gegen Zugluft sowie optimierte Beleuchtung, auf Wunsch auch höhenverstellbare Schreibtische und Swooper für bewegtes Sitzen.
Regelmäßig wird überprüft, welche Maßnahmen gut funktionieren, oder etwas wird nachjustiert. Um Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Team nachhaltig zu stärken, soll der Kontakt zur AOK Niedersachsen auch in Zukunft nicht ganz abreißen. Gesundheitsförderliche Ideen, die etwas bewegen, sind bei Heitz weiterhin willkommen – selbstverständlich auch aus dem Team selbst.
Betriebliche Gesundheitsförderung mit der AOK Niedersachsen
Sämtliche Leistungen der AOK Niedersachsen in der Betrieblichen Gesundheitsförderung sind für Ihr Unternehmen und alle Beschäftigten kostenfrei. Unsere Fachkräfte für Betriebliches Gesundheitsmanagement beraten Sie gern persönlich zum Aufbau nachhaltiger gesundheitsförderlicher Strukturen und begleiten Sie bei der Umsetzung eines BGM-Projekts. Wie die individuelle Beratung Ihres Unternehmens für ein auf Sie zugeschnittenes Betriebliches Gesundheitsmanagement abläuft, erfahren Sie hier.
Die AOK Niedersachsen unterstützt Unternehmen mit vielen kostenfreien Checks und Workshops. Eine Angebotsübersicht finden Sie hier.
Sie möchten direkt zu den Angeboten zu BGF beraten werden? Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.
0511 1676 - 16188
0441 93641 - 16187
angebot.bgm@nds.aok.de
Stand
Erstellt am: 15.01.2026
Persönliche Ansprechperson
0800 0265637



