Schlaf
Welche Symptome treten bei zu viel Schlaf auf?
Veröffentlicht am:29.07.2022
aktualisiert am 14.09.2026
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Die normale Schlafdauer ist bei jedem Menschen verschieden. Dass zu wenig Schlaf negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann, ist bekannt. Doch auch lange Schlafzeiten können mit Risiken verbunden sein und sich durch verschiedene Symptome zeigen.

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27.8.2026 • 5.18 min • Stimme: KI-generiert
Was passiert, wenn man zu viel schläft?
Mit viel Schlaf verbinden wir eine bessere Leistungsfähigkeit und mehr Erholung. Aus eigener Erfahrung wissen viele, dass das nicht immer stimmt. Wer einmal deutlich länger schläft als sonst, fühlt sich nach dem Aufwachen möglicherweise nicht ausgeruht, sondern – im Gegenteil – immer noch müde.
Woran das liegt, versuchen Forscherinnen und Forscher herauszufinden. Die optimale Schlafdauer liegt bei gesunden Erwachsenen zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht. Das Schlafbedürfnis kann allerdings individuell sehr verschieden sein, sodass manche gesunde Menschen ihr Leben lang 6 Stunden und andere 10 Stunden Schlaf jede Nacht benötigen.
In Studien wurden sowohl kürzere als auch längere Schlafzeiten mit schlechteren Leistungen beim logischen Denken und bei sprachlichen Fähigkeiten verbunden. Zu viel Schlaf ist allerdings keine Erkrankung – im Gegensatz zur Hypersomnie, einer anerkannten Schlafstörung, bei der es trotz ausreichendem Nachtschlaf zu einer extremen Tagesschläfrigkeit kommt.
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Woran erkennt man, dass man zu viel schläft?
Wenn Sie über Wochen neun oder mehr Stunden pro Nacht schlafen und sich trotzdem müde fühlen, kann dies ein Anzeichen für zu viel Schlaf sein. Weitere Symptome sind unter anderem:
- Sie verschlafen regelmäßig.
- Sie schalten den Wecker aus und schlafen weiter.
- Sie kommen morgens nicht aus dem Bett.
- Sie wachen oft mit Kopfschmerzen auf (kann auf eine Schlafapnoe hindeuten)
Bleiben diese Symptome länger als sechs bis acht Wochen bestehen, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen.
Schlafdauer und Sterberisiko
Sowohl zu wenig als auch zu viel Schlaf können das Sterberisiko erhöhen Eine kurze Schlafenszeit von unter 7 Stunden ist mit einem um 14 Prozent höheren Sterberisiko verbunden.
Eine Schlafenszeit von mehr als 9 Stunden ist mit einem um 34 Prozent höheren Sterberisiko verbunden. Diese Risiken betreffen sowohl Männer als auch Frauen. Bei Frauen war dieser Zusammenhang in Studien etwas ausgeprägter als bei Männern.
Welche gesundheitlichen Folgen kann zu viel Schlaf haben?
Zu viel Schlaf kann sich auf verschiedene Bereiche der Gesundheit auswirken. Studien bringen sehr lange Schlafzeiten unter anderem mit einem erhöhten Risiko für das metabolische Syndrom und einer Verschlechterung depressiver Symptome in Verbindung.
Inwiefern steht zu viel Schlaf in Verbindung mit dem metabolischen Syndrom?
Dauerhaft zu viel Schlaf kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben: Eine Studie von 2018 zeigte einen Zusammenhang zwischen zehn Stunden Schlaf oder mehr und dem metabolischen Syndrom (gemeinsames Auftreten von Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen).
Bei den Langschläferinnen und Langschläfern waren außerdem die Triglyceridwerte (Blutfettwerte) erhöht und Frauen hatten einen größeren Taillenumfang, erhöhte Blutzucker- und zu niedrige HDL-Cholesterinwerte.
Wie die genauen medizinischen Zusammenhänge zwischen metabolischem Syndrom und zu viel Schlaf sind, ist noch nicht näher erforscht. Mehrere Studien haben beispielsweise gezeigt, dass durch zu langen Schlaf das Gleichgewicht von Hormonen beeinflusst wird, die den Hunger regulieren, was zu Diabetes und Übergewicht führen kann.
Kann zu viel Schlaf depressive Symptome verschlechtern?
Depressive Menschen leiden häufig unter einem ständigen Wachzustand mit hoher Anspannung. Durch früheres Zubettgehen oder Schlafen tagsüber versuchen sie das zu kompensieren und zur Ruhe zu kommen. Das führt zu einem Teufelskreis, denn nach dem Schlaf ist die Anspannung dann besonders hoch.
Zu viel Schlaf kann damit zu einer Verschlechterung depressiver Symptome führen, so das Ergebnis einer Datenanalyse der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Der Zusammenhang zwischen Schlaf und Stimmung ist demnach sehr eng. Feste Zeiten, zu denen Betroffene aufstehen und ins Bett gehen, können im Rahmen einer Therapie hilfreich sein.
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Was ist die optimale Schlafdauer in jedem Alter?
Mit zunehmendem Alter sinkt das Schlafbedürfnis. Während Neugeborene noch zwischen 16 und 18 Stunden pro Tag schlafen müssen, liegt die normale Schlafdauer im Erwachsenenalter deutlich darunter. Sie ist jedoch individuell unterschiedlich.
Während Erwachsene in der Regel zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf pro Nacht benötigen, ist der Schlafbedarf bei Teenagern im Alter von 13 bis 18 Jahren etwas länger. Innerhalb dieser Schätzungen gibt es jedoch Raum für individuelle Abweichungen. Wir alle kennen Menschen, denen sechs Stunden Schlaf völlig ausreichen.
Im höheren Lebensalter kann der durchschnittliche Schlafbedarf etwas abnehmen. Viele ältere Menschen empfinden den Schlaf oft als weniger erholsam, da sie einen leichteren Schlaf entwickeln. Auch Erkrankungen wie Demenz, Depression oder Angststörungen können Schafprobleme im Alter begünstigen.
Der Einfluss des Monatszyklus auf den Schlaf von Frauen
Bei Frauen kann sich das Schlafbedürfnis mit den Phasen des monatlichen Zyklus verändern. Manche Frauen klagen in der Phase nach dem Eisprung über Schlafstörungen oder Tagesschläfrigkeit sowie generell ein erhöhtes Schlafbedürfnis.
Wie viel Schlaf ist ausreichend?
Ausreichend Schlaf – egal, ob Ihr Körper nur sieben Stunden oder vielleicht neun Stunden braucht – ist wichtig, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Fühlen Sie sich erholt und ausgeruht beim Aufstehen, machen Sie alles richtig. Wenn Sie allerdings tagsüber ständig müde sind, kann das möglicherweise auf eine Schlafstörung (Insomnie) hindeuten.
Über kurzfristige Schlafprobleme, die weniger als drei bis vier Wochen andauern, brauchen Sie sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Wenn Sie aber über einen Monat hinweg in mehr als drei Nächten pro Woche schlecht schlafen, deutet das auf eine chronische Schlafstörung hin und Sie sollten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber sprechen.
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Conor J Wild, Emily S Nichols, Michael E Battista, Bobby Stojanoski, Adrian M Owen: Dissociable effects of self-reported daily sleep duration on high-level cognitive abilities, Sleep, Volume 41, Issue 12, December 2018, zsy182
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Kim, C.E., Shin, S., Lee, HW. et al.: Association between sleep duration and metabolic syndrome: a cross-sectional study. BMC Public Health 18, 720 (2018).
Cleveland Clinic:
Oversleeping: What Is It, Why Is It Happening and How Do I Make It Stop? June 15, 2023.
Hypersomnia, Last updated on 02/26/2025.
Ungvari, Z., Fekete, M., Varga, P. et al.: Imbalanced sleep increases mortality risk by 14–34%: a meta-analysis. GeroScience 47, 4545–4566 (2025).
Dipl. Psych. Markus B. Specht, Prof. Dr. med. Richard Schulz, MHBA: Hypersomnie und Insomnie. Eigenständige Diagnose und Symptom einer anderen Erkrankung. Hessisches Ärzteblatt, Ausgabe 10/2020.
Bundesministeriums für Gesundheit / gesund.bund.de: Schlafstörungen.









