Fitness

Doc Felix erklärt, warum Muskeln Bewegung brauchen

Veröffentlicht am:29.06.2026

7 Minuten Lesedauer

Es muss nicht unbedingt das Fitnessstudio sein, mehr Bewegung im Alltag ist auch gut: Arzt und Medfluencer Doc Felix erklärt, wie der Körper davon profitiert, wenn wir unsere Muskeln täglich herausfordern.

Ein Mann in Bürokleidung und mit Arbeitstasche fährt lächelnd mit dem Fahrrad durch die Stadt.

© iStock / milorad kravic / KI-bearbeitet

Porträt des Medfluencers Doc Felix Berndt.

© privat

Felix Berndt alias Doc Felix

Felix Berndt ist Arzt und Fitnessprofi. Auf Instagram und YouTube begeistert der Hagener als „Doc Felix“ seine Follower und Followerinnen mit Gesundheitstipps.

Warum unsere Muskeln „Action“ brauchen

Gehörst du zu den Menschen, die sich so gar nicht für ihre Muskeln interessieren? Für die sie einfach unbemerkt ihren Job machen? Und kannst du auch überhaupt nicht verstehen, warum manche Leute – so wie ich – ihre Muskeln trainieren? Klar, einige übertreiben es damit vielleicht ein bisschen, aber ich finde starke Muckis klasse.

Während du das hier liest, arbeiten unzählige Muskeln in deinem Körper. Ohne sie könntest du nicht sitzen, Rücken und Kopf aufrecht halten und deine Augen bewegen. Dein Herz ist ein Muskel, die Rippen- und Zwerchfellmuskulatur ermöglicht deine Atmung. Und wenn du gleich aufstehst – Muskeln. Unser Körper ist auf viel Bewegung ausgerichtet.

Darum möchte die Muskulatur des Bewegungsapparates, die wir bewusst steuern können, täglich in Aktion gebracht werden. Aber wir vernachlässigen sie oft. Weil wir viele Stunden auf dem Bürostuhl verbringen, auf dem Sofa mit dem Handy oder mit den immer gleichen Bewegungen im Job. Weil wir viel zu selten zu Fuß gehen. Kommt dir das bekannt vor?

Doc Felix gibt Tipps für die richtige Ernährung zum Muskelaufbau.

Wie wir Muskeln gut trainieren und richtig ernähren

Du bist noch jung und denkst, das betrifft dich nicht? Bestimmt hast du schon mal vom Muskelgedächtnis gehört. Das bedeutet, dass einmal gut trainierte Muskeln diesen Zustand in einer Art zellulärem Gedächtnis abspeichern.

Sie können auch nach längerer Pause wieder leichter trainiert werden. Wer schon in jungen Jahren aktiv ist, stärkt außer den Muskeln auch das Herz-Kreislaufsystem und die Gelenke. Das macht uns fitter und kann uns das Training im Alter erleichtern – und dabei helfen, länger selbstständig zu bleiben. Denn laut einer Studie nehmen Muskelmasse und Kraft nicht nur als Folge des Alterns ab, sondern auch wegen chronischen Nichtgebrauchs. Warum also warten, bis es zu Schmerzen in Rücken, Schultern oder Gelenken, zu Haltungsschäden und Bewegungseinschränkungen kommt? Leg einfach los. Du musst dir dafür auch keine teuren Proteinshakes besorgen.

Eine ausgewogene Ernährung – zum Beispiel mit Nüssen, Hülsenfrüchten, Hafer, grünem Gemüse und ab und zu Eier und Fisch – reicht für den moderaten Muskelaufbau völlig aus.

Was du garantiert nicht brauchst, sind zusätzliche Hormone. Testosteron bildet der Körper selbst aus, stimuliert von Bewegung und viel Schlaf. Eine Extraportion Hormone birgt Risiken. Sie kann die Hoden schrumpfen und Hände oder Füße unnatürlich wachsen lassen. Dazu kommen mögliche Organschäden. Das ist es einfach nicht wert.

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