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Vegane Ernährung: Vorteile und Nachteile

Frau streut Kürbiskerne über eine vegane Bowl
Lesezeit: 2 MinutenAktualisiert: 19.08.2020

Vegane Ernährung heißt, auf Lebensmittel tierischen Ursprungs vollständig zu verzichten. Auch wenn Getreideprodukte, Obst und Gemüse als sehr gesunde Lebensmittel gelten, warnen Kritiker davor, dass es bei Veganern zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Inhalte im Überblick

    Vegane Ernährung bedeutet, auf Fleisch und Fisch sowie auf alle tierischen Erzeugnisse zu verzichten, also unter anderem auf Milchprodukte, Eier und Honig. Strenge Veganer nutzen zusätzlich keine Wolle und tragen kein Leder. Vegetarier hingegen streichen lediglich Fisch und Fleisch aus ihrem Speiseplan. Zusätzlich gibt es viele Zwischenformen. Zum Beispiel Ovo-Vegetarier fügen pflanzlichen Lebensmitteln Eier hinzu, während Lacto-Vegetarier Milchprodukte zu sich nehmen, aber keine anderen Produkte tierischen Ursprungs.

    Ist eine vegane Ernährung gesund?

    Bei Veganern handelt es sich meistens um Menschen, die nicht nur sehr stark auf ihre Ernährung achten, sondern häufig auch auf Nikotin verzichten und kein oder wenig Alkohol trinken. Sie leben also tendenziell gesund, weswegen sich die Vorteile und Nachteile speziell der veganen Ernährung auf den Körper schwer bemessen lassen. Grundsätzlich fördert ein hoher Fleischkonsum das Risiko für bestimmte Krebsarten, beispielsweise für Darmkrebs. Zusätzlich bringt ein Verzehr von überwiegend vollwertigen Getreideprodukten, Obst und Gemüse gesundheitliche Vorteile mit sich. Unter anderem sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für Diabetes mellitus Typ 2. 

    Eine vegetarische Ernährung gilt daher als gesund, wenn die Zufuhr aller Nährstoffe durch eine sorgfältige Zusammenstellung der Lebensmittel gewährleistet ist. Anders sieht es bei veganer Ernährung aus. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es keine Belege dafür, dass ein zusätzlicher Verzicht auf alle tierischen Erzeugnisse weitere positive Effekte auf die Gesundheit hat. Allerdings widerspricht dem eine Studie aus dem Jahr 2018. Sie besagt, dass Antibiotika-Resistenzen bei Veganern seltener auftreten als bei Menschen, die sich vegetarisch oder omnivor (mit tierischen Produkten) ernähren.  

    Worauf Veganer achten sollten

    Die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist mit einer rein pflanzlichen Ernährung kaum zu leisten. Das gilt vor allem für das Vitamin B12, das der Mensch hauptsächlich über Lebensmittel tierischen Ursprungs zu sich nimmt. Bei Studien hat sich gezeigt, dass der größte Teil der Veganer, der keine Nahrungsergänzungspräparate nahm, langfristig unter einem Vitamin-B12-Mangel litt. Das Risiko für einen Mangel sei außerdem stark erhöht für sehr wichtige Aminosäuren, sogenannte langkettige n-3 Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), sowie für Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin D, Kalzium, Eisen, Jod, Zink und Selen. 

    Für Menschen mit erhöhten Nährstoffbedarf, wie Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche, rät die DGE sogar klar von einer veganen Ernährung ab beziehungsweise empfiehlt Nahrungsergänzungspräparate. Eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen sollte bei einer veganen Ernährung in jedem Fall regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden.

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