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Low Carb: So funktioniert die Trend-Diät

Frau schält eine Karotte

© iStock / Tempura

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 18.08.2020

Low Carb ist eine Ernährungsweise, die unter anderem durch die sogenannte Atkins-Diät populär geworden ist. Tatsächlich können zu Beginn schnelle Abnehmerfolge erreicht werden, wenn weniger Nudeln, Brot und Kartoffeln auf den Teller kommen. Langfristig kann Low Carb jedoch mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.

Inhalte im Überblick

    Low Carb heißt übersetzt so viel wie: wenig Kohlenhydrate. Damit ist der wesentliche Aspekt dieser Ernährungsform bereits benannt. Dabei dient Low Carb als Überbegriff für verschiedene Ernährungskonzepte wie die Atkins-Diät, benannt nach dem Erfinder Robert Atkins, die South-Beach-Diät oder die sogenannte LOGI-Methode. Die Abkürzung steht für „Low Glycemic and Insulinemic Diet“, also eine Form der Ernährung, die Blutzucker- und Insulin-Konzentration niedrig halten soll. 

    Die jeweiligen Ernährungspläne unterscheiden sich unter anderem durch die vorgegebene Zahl der täglichen Mahlzeiten und die genaue Zusammenstellung der Lebensmittel in den verschiedenen Diät-Phasen. Gemeinsam ist ihnen jedoch der deutlich reduzierte Anteil an Kohlenhydraten. Bei den meisten Diät-Vorgaben sollte er unter 20 Prozent Anteil an der Nahrung liegen. Tatsächlich decken Frauen im Durchschnitt etwa 49 Prozent ihrer Ernährung mit Kohlenhydraten ab. Bei Männern sind es mit 45 Prozent etwas weniger.

    Wie sieht eine Low-Carb-Ernährung aus?

    Low Carb ist mit dem Verzicht auf kohlenhydratreiche Lebensmittel verbunden. Das sind in erster Linie Brot, Kartoffeln, Nudeln, Kuchen und Reis, aber auch Süßigkeiten – da es sich bei Zucker ebenfalls um Kohlenhydrate handelt. Obst- und Gemüsesorten mit einem verhältnismäßig hohen Anteil an Kohlenhydraten, wie Mais, Erbsen, Linsen, Bananen oder Weintrauben, sollten ebenfalls selten bis gar nicht auf dem Ernährungsplan stehen. Zum Ausgleich steigt der Verzehr von eiweißreichen Lebensmitteln, vor allem von Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten.

    Ist eine Low-Carb-Diät zum Abnehmen gut geeignet?

    Bei Low-Carb-Diäten geht es darum, verschiedene Funktionsweisen des menschlichen Stoffwechsels zu nutzen, um den Fettabbau zu beschleunigen. Vereinfacht gesagt werden überflüssige Kohlenhydrate unter anderem in Fett umgebaut, um sie besser speichern zu können. Sind zu wenig Kohlenhydrate vorhanden, um die Energieversorgung zu sichern, setzt der umgekehrte Prozess schneller ein: Fettabbau.

    Abnehmerfolge können bei einer Low-Carb-Ernährung anfangs tatsächlich höher sein als bei einer fettreduzierten Diät. Allerdings gleicht sich dieser Effekt wieder aus. Schon nach einem Jahr gibt es in Bezug auf den Gewichtsverlust in der Regel keine wesentlichen Unterschiede mehr zwischen den Diätformen.

    Ist Low Carb eine gesunde Form der Ernährung?

    Ernährungsexperten raten von Low Carb ab. Die Ernährungspläne seien zu einseitig. Außerdem erhöhe der hohe Anteil an tierischen Proteinen und Fett unter anderem das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie für Krebs. Der umgestellte Stoffwechsel könne auch die Nieren zusätzlich belasten. Bei einer großen US-Studie haben die Wissenschaftler festgestellt, dass eine langfristig geringe Zufuhr an Kohlenhydraten das Risiko für einen vorzeitigen Tod erhöhen könnte. 

    Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie, die im renommierten Fachmagazin Lancet Public Health veröffentlicht wurde. Demnach sind 50 bis 55 Prozent Kohlenhydrate auf dem Teller ideal. Sowohl mehr als auch weniger Kohlenhydrate erhöhen das Sterblichkeitsrisiko. Low Carb sollte also höchstens für zeitlich begrenzte Diäten eingesetzt werden. Allerdings ist dabei die Wahrscheinlichkeit eines Jo-Jo-Effekts groß: Sobald die Low-Carb-Ernährung beendet ist, steigt das Gewicht in der Regel wieder an. 

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