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Kann ich mit der Atkins-Diät gesund abnehmen?

Lesezeit: 6 MinutenAktualisiert: 06.01.2021

Viele Ernährungs- und Fitnessexperten sind sich beim Thema Abnehmen einig: Zucker und Weißmehlprodukte schaden unserer Figur und unserer Gesundheit. Die Atkins-Diät könnte somit für viele der Schlüssel zum Abnehmerfolg sein. Hier finden Sie Informationen und Einschätzungen zu Vor- und Nachteilen der Atkins-Diät.

Inhalte im Überblick

    Atkins-Diät: Was ist das und wie läuft die Diät ab?

    Die Atkins-Diät folgt dem Low-Carb-Prinzip, das heißt sie setzt auf eine stark reduzierte Aufnahme von Kohlenhydraten. Um eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel zu erzielen, durchläuft man vier aufeinander folgende Phasen:

    • Einleitungsphase
    • Reduktionsphase
    • Prä-Erhaltungsphase
    • Andauernde Erhaltungsphase

    Das Konzept der Diät geht auf den US-Mediziner Robert Coleman Atkins zurück, der mit der Veröffentlichung seines Programms in den 1970er Jahren den Anstoß zu einer kohlenhydratreduzierten Ernährungsweise und dem damit einhergehenden positiven Effekt auf die Körperfettverteilung gab. Die Zahl der zugeführten Kilokalorien wird bei der Atkins-Diät im Gegensatz zu anderen Diäten nicht strikt kontrolliert, vielmehr steht die einzelne Verteilung der Makronährstoffe im Fokus.

    Grundstein für die Atkins-Diät ist eine ketogene Ernährungsweise, in welcher die Kohlenhydrate drastisch reduziert und dafür mehr Fett- und Proteinquellen verzehrt werden. Doch auch wenn es sich nicht um eine klassische kalorienreduzierte Diätform handelt: Damit sich ein Abnehmerfolg einstellt, ist enormes Durchhaltevermögen gefragt. 

    Passend zum Thema:

    Welche Low-Carb-Lebensmittel sind erlaubt?

    Bei der Atkins-Diät stehen zunächst kohlenhydratarme pflanzliche Lebensmittel wie Salat und Gemüse auf dem Speiseplan:

    • Kopfsalat, Chicorée, Feldsalat, Gurke, Rucola, Stangensellerie
    • Artischocke, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Sauerkraut, Zucchini, Tomate, Spargel, Spinat

    Ergänzt wird der Atkins-Speiseplan durch tierische und pflanzliche Proteinquellen:

    • Fleisch (z.B. Rind, Schwein, Geflügel) 
    • Fisch (z. B. Lachs, Thunfisch, Forelle, Hering)
    • Eier
    • Sojaprodukte (z. B. Tofu)
    • Käse (z. B. Cheddar, Mozzarella, Ziegenkäse)

    Außerdem sollen dem Körper auch während der Diät essenzielle Fette zugeführt werden. Als hochwertige Fettlieferanten dienen bei der Atkins-Diät vor allem:

    • Rapsöl
    • Olivenöl
    • Kürbiskernöl
    • Kokosöl

    Abnehmen mit der Atkins-Diät: Lachs und Avocado passen perfekt ins Konzept.© iStock / ThitareeSarmkasat

    Gesundheitliche Risiken

    Auch wenn man mit der Atkins-Diät zunächst schnelle Abnehmerfolge erzielen kann, erfordert es einiges an Disziplin, dieses Ernährungskonzept auch nachhaltig in seinen Alltag zu integrieren. Die Freiheit bei der Kalorienzufuhr erscheint für viele Abnehmwillige als tückisch: Die Atkins-Diät sollte nicht als Freifahrtschein zum maßlosen Essen verstanden werden. Darüber hinaus können sich die Beschränkungen bei den Nährstoffquellen langfristig als problematisch herausstellen.

    Speziell kohlenhydratreiches Obst und diverse Gemüsesorten sind bei der Atkins-Diät nicht oder nur in geringem Maße erlaubt. Da die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den Verzehr von rund 650 Gramm Gemüse und Obst täglich empfiehlt, besteht insbesondere bei der Atkins-Diät auf Dauer das Risiko, dass sich Defizite bei Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Ballaststoffen aus Vollkorn ergeben. 

    Da gerade die erste Phase durch den strikten Verzicht auf Kohlenhydrate bei den meisten Menschen mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und anderen Begleiterscheinungen einhergeht, ist die Diät generell nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Gerade wenn man viel Sport treibt, sollte man seine Energiespeicher schnell wieder füllen – und das am besten mit gesunden Kohlenhydraten. Unter Ernährungsexperten ist die Atkins-Diät somit umstritten und wird von einigen sogar als bedenklich oder gesundheitsgefährdend eingestuft.

    Laut DGE können solche einseitigen Diäten unter anderem Niereninsuffizienz, Leberschäden, Akne und Verstopfung verursachen. Anstatt sich durch eine Diät zu quälen, empfiehlt die DGE vielmehr eine dauerhafte gesunde Ernährungsumstellung, die alle Makronährstoffe abdeckt. Mit zusätzlichen Sporteinheiten am Tag erzielt man so gute Abnehmerfolge, ohne seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

    Fazit

    Grundsätzlich sollten Sie Diäten immer äußerst kritisch betrachten.  Vielmehr sollte Ihr Ziel eine Ernährungsoptimierung sein. Ratsam ist zum Beispiel eine mediterrane und kohlenhydratbewusste Ernährung (angepasst an den eigenen Lebensstil) – mit viel frischem Gemüse und Obst und guten Ölen sowie hochwertigem Eiweiß.

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