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§ 15d WPflG, Datenübermittlung für die Durchführung des ASG

§ 15d eingefügt durch G vom 22. 12. 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 370) (1. 1. 2026).

(1) Im Verteidigungsfall und nach Maßgabe von Artikel 80a Absatz 1 GG übermittelt das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr der Bundesagentur für Arbeit zur Erfüllung der Aufgaben nach dem ASG die folgenden Daten Wehrpflichtiger:

  • 1.Familienname,
  • 2.Vornamen,
  • 3.Staatsangehörigkeiten,
  • 4.Tag und Ort der Geburt,
  • 5.gegenwärtige Anschrift, Haupt- und Nebenwohnung,
  • 6.Angaben gemäß der Bereitschaftserklärung nach § 15a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1,
  • 7.Schwerbehinderung oder eine entsprechende Gleichstellung gemäß der Bereitschaftserklärung nach § 15a Absatz 1 Satz 1 Nummer 4,
  • 8.Bildungsabschlüsse sowie sonstige Befähigungen und Qualifikationen gemäß der Bereitschaftserklärung nach § 15a Absatz 1 Satz 1 Nummer 5,
  • 9.Informationen über die Einberufung und Heranziehung zum Wehrdienst,
  • 10.Feststellung einer Befreiung nach § 11 Absatz 1 Nummer 1 bis 3.

(2) Die Wehrersatzbehörden holen im Verteidigungsfall und nach Maßgabe von Artikel 80a Absatz 1 GG im Rahmen der Musterung nach § 17 für die Zwecke der Durchführung des ASG folgende Auskünfte bei den Wehrpflichtigen ein und übermitteln diese an die Bundesagentur für Arbeit:

  • 1.Minderung der Erwerbsfähigkeit oder Grad der Schädigungsfolgen von mindestens 50 für eine nicht nur vorübergehende Zeit,
  • 2.Pflegetätigkeit für hilfsbedürftige Angehörige oder andere hilfsbedürftige Personen aus rechtlicher oder sittlicher Verpflichtung, deren Pflege nicht anderweitig gewährleistet ist,
  • 3.berufliche Tätigkeit,
  • 4.Angaben über Betriebs- oder Personalratszugehörigkeit,
  • 5.Teilnahme an einem weitgehend geförderten Ausbildungsabschnitt und
  • 6.Angaben über Kinder unter 15 Jahren, die mit dem Wehrpflichtigen in häuslicher Gemeinschaft leben.

(3) Ist eine elektronische Datenübermittlung nicht möglich, so erfolgt die Datenübermittlung durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr mittels eines schriftlichen Dokuments oder mittels eines Datenträgers, auf dem die Daten gegen unbefugten Zugriff gesichert sind.


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