Betriebliche Gesundheit im Februar
Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: AOK PLUS startet mit SpinLab in die 20. Startup-Klasse * Pilotprojekt der AOK-Chatbots wird bis Mitte 2026 verlängert * Kostenfreier Online-Kurs für Pflegelotsen * AOK PLUS und TU Dresden verlängern Partnerschaft * Save the date: BGFZ.Forum 2026 zum Thema „Fokus“ * Neuer Themenbereich im AOK-Fachportal: Gesund im Homeoffice * Mobbing am Arbeitsplatz vorbeugen * Quereinsteigende sind gefragt * Emotionale Intelligenz am Arbeitsplatz stärken
Neun Jahre Kooperation: AOK PLUS startet mit SpinLab in die 20. Startup-Klasse
Der Start der 20. Accelerator-Klasse im Januar 2026 markiert nicht nur einen weiteren Durchlauf, sondern auch neun Jahre vertrauensvolle Partnerschaft, in denen wir Startups begleiten, neue Impulse setzen und nachhaltige Innovationen vorantreiben.
Seit dem Start der Kooperation haben 185 Startups das Mentoring im SpinLab durchlaufen, darunter 37 E-Health-Startups. Zehn dieser Lösungen sind bereits als Regel- oder Zusatzleistung für Kundinnen und Kunden der AOK PLUS nutzbar. Mit vielen weiteren Startups steht die AOK PLUS weiterhin im engen Austausch und arbeitet aktiv daran, ihre Innovationen für das Gesundheitssystem nutzbar zu machen. „Wir glauben fest daran: Versorgung kann besser sein, wenn sie alltagsnah, digital und patientenzentriert gedacht wird“, erläutert Stephanie Urban, verantwortlich für Innovation und Partnermanagement bei der AOK PLUS. So dürfen sich mit der 20. Klasse zwei neue Startups auf ein umfassendes Mentoring freuen, „um ihr Business zu skalieren und mit Hilfe der Ressourcen und des Netzwerkes des SpinLab, ihr Produkt erfolgreich weiterzuentwickeln.“
Das Team von JawBuddy hat eine digitale Selbsttherapie-App für Menschen mit Bruxismus (Zähneknirschen) entwickelt. Auch VON KAI ist mit an Bord: Das Team arbeitet an einem KI-gestützten Gesprächsangebot für Seniorinnen und Senioren, um Isolation und Einsamkeit zu begegnen.
Gesundheit ist längst kein „Soft Skill" mehr – sie ist der härteste Wirtschaftsfaktor in Unternehmen. In einer Zeit, in der Fachkräfte fehlen und der Stresspegel steigt, reicht der klassische Obstkorb nicht mehr aus. Die Zukunft des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist digital, datenbasiert und KI-gestützt. Denn digitale Tools sind skalierbar und setzen an, wo analoge Angebote oft scheitern: im direkten Alltag von Mitarbeitenden und deren Angehörigen.
Hintergrundinformationen zur Kooperation
Seit 2017 ist die AOK PLUS Partner der SpinLabs in Leipzig. Das Unternehmen, das im Leipziger Stadtteil Plagwitz ansässig ist, ist ein Inkubator für junge Unternehmen: Halbjährlich können sich Gründerinnen und Gründer mit ihren Ideen für ein sechsmonatiges Mentoring-Programm bewerben. Wer in die Klasse aufgenommen wird, erhält unter anderem Arbeitsplätze in den imposanten Gebäuden einer ehemaligen Baumwollspinnerei aus der Jahrhundertwende und fachliche Beratung von der Produktentwicklung bis zum Personalmanagement.
Bei Fragen wenden Sie sich gern an: Startups@plus.aok.de
Pilotprojekt der AOK-Chatbots wird bis Mitte 2026 verlängert
Die Digitalisierung der Fachinformationen schreitet voran: Das Pilotprojekt zur Implementierung von Chatbots im AOK-Fachportal für Arbeitgeber wird fortgesetzt. „Als AOK PLUS beteiligen wir uns aktiv am Pilotprojekt der neuen Chatbots in unserem Fachportal“, erläutert Projektleiter Markus Renner bei der AOK PLUS. „Das Angebot überzeugt – daher wurde die Pilotphase nun offiziell bis zum 30. Juni 2026 verlängert. Beim Chatbotpilot haben wir uns zunächst bewusst für Themen mit hoher Praxisrelevanz – wie beispielsweise „Aushilfsbeschäftigung“ – entschieden, so Renner. „Da unsere Bots ausschließlich auf den Wissenspool des AOK-Fachportals für Arbeitgeber zugreifen, sind die generierten Antworten von verlässlicher Qualität und Aktualität.“
Die Chatbots bieten Arbeitgebern und Fachkräften einen niederschwelligen und zeitunabhängigen Zugang zu komplexen Inhalten des Portals. Durch die automatisierte Beantwortung von Standardfragen wird die Servicequalität erheblich gesteigert. Die AOK PLUS begleitet diesen Prozess aktiv, um die Praxistauglichkeit für die Zielgruppen sicherzustellen, so Renner: „Der Chatbot bietet den Vorteil, dass Anfragen rund um die Uhr schnell und präzise beantwortet werden.“
Aufgrund der positiven Zwischenbilanz soll das Tool bereits jetzt verstärkt in die Vermarktung gehen, um die Reichweite und Nutzerzahlen weiter auszubauen. Ziel ist der nahtlose Übergang in den bundesweiten Regelbetrieb zum 1. Juli 2026.
Den AOK-Chatbot zum Thema Minijobs finden Sie hier.
Fachkräftemangel? Pflegelotsen unterstützen Mitarbeitende, die Angehörige pflegen
Der Fachkräftemangel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Ein oft übersehener Grund: Immer mehr Menschen müssen ihren Beruf und die Pflege eines Angehörigen miteinander verbinden. Die gute Nachricht ist, Arbeitgeber können ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen und somit langfristig an ihr Unternehmen binden.
Kostenfreier Online-Kurs für Pflegelotsen
Gemeinsam mit der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) bietet die AOK PLUS auch 2026 ein kostenfreies, digitales Schulungsangebot für betriebliche Pflegelotsen an. Der erste findet vom 2. bis 27. März statt.
Weitere beginnen am 1. Juni, am 1. September und am 2. November. Während des Kurszeitraums haben die Teilnehmenden Zugriff auf die virtuellen Lerninhalte und können die Module in ihrem eigenen Tempo und nach ihrem eigenen Zeitplan absolvieren.
Was ist ein Pflegelotse?
Pflegelotsen sind speziell geschulte Beschäftigte, die ihren Kolleginnen und Kollegen in Fragen rund um die Pflege von Angehörigen zur Seite stehen. Sie bieten erste Orientierung, Beratung und Unterstützung im Dschungel der Pflegeleistungen.
Kostenlos und digital: Drei AOK PLUS-exklusive Kursangebote
Das Online-Formular zur Anmeldung stellt die Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung zur Verfügung.
Erfahren Sie mehr über die Vorteile von betrieblichen Pflegelotsen und das Engagement der AOK PLUS.
AOK PLUS und TU Dresden verlängern Partnerschaft
Achtsamkeit hilft, Belastungen früh zu erkennen und das Miteinander zu stärken. In Zeiten steigender psychischer Belastungen ist die präventive Förderung wichtiger als je zuvor – für Individuen und Gemeinschaften. Diese Erkenntnis haben wir mit Leben gefüllt. Am 15. Januar 2026 hat die AOK PLUS mit der TU Dresden ein starkes Zeichen für psychische Gesundheit gesetzt: Die Vereinbarung zum Projekt „Achtsame Universitätskultur” wurde unterzeichnet. Damit soll gezielt das Wohlbefinden aller Studierenden und Mitarbeitenden der Universität gefördert werden – durch präventive Maßnahmen, die Offenheit, Respekt und Wertschätzung in den Vordergrund rücken.
Es entsteht ein Netzwerk zertifizierter Achtsamkeits-Multiplikatoren – für mehr Selbstwahrnehmung und Empathie im Uni-Alltag. Sie schaffen wirksame Angebote, die individuelle psychische Gesundheit fördern und das fürsorgliche Miteinander stärken. Gleichzeitig gibt es einen zweiten Schwerpunkt mit Schulungen zu Ersthelferinnen und Ersthelfern für psychische Gesundheit – damit Menschen frühzeitig unterstützt werden können.
„Mit ‚Achtsame Universitätskultur‘ stärken wir ein Umfeld, in dem Gesundheit und psychisches Wohlbefinden selbstverständlich dazugehören”, sagt Jana Maywald, Leiterin des Regionalcenters Dresden. „Eine gesunde Hochschule lebt von Achtsamkeit und gegenseitiger Unterstützung – Werte, die wir als Gesundheitskasse aktiv fördern. Die TU Dresden zeigt, wie Gesundheitsförderung ganzheitlich im Alltag ankommt.” Mehr auf LinkedIN.
Save the date: Unser BGFZ.Forum 2026 zum Thema „Fokus“
Wir arbeiten in Deutschland mehr Stunden denn je. Die Ergebnisse entsprechen diesem Einsatz nicht. Bürokratisierung, Meetingfülle und, und, und … lenken vom Wesentlichen ab. Was wir alle brauchen, ist wieder Fokus auf das Wirksame. Das ist 2026 Thema des jährlich stattfindenden BGF-Kongresses der BGF-Koordinierungsstelle.
Thema: Fokus statt Feuerlöschen: wirksam handeln, gesund leisten
Termin: Dienstag, 14. April 2026 13 bis 17 Uhr
Ort: TU Chemnitz, Projekthaus METEOR, Erfenschlagerstr. 73, 09125 Chemnitz
Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Neuer Themenbereich im AOK-Fachportal: Gesund im Homeoffice
Arbeiten im Homeoffice hat sich etabliert. 24,4 Prozent aller Beschäftigten hierzulande nutzen es zumindest teilweise, wie das ifo Institut herausgefunden hat. Bei der Arbeit auf Distanz ist es wichtig, über die technische Ausstattung hinaus einige organisatorische und gesundheitliche Gesichtspunkte zu beachten. Der neue Themenbereich „Gesund im Homeoffice“ im AOK-Fachportal für Arbeitgeber unterstützt Betriebe dabei. Er beleuchtet folgende Aspekte:
- Definition und Rahmenbedingungen des Begriffs Homeoffice
- Gesund führen auf Distanz
- Ergonomische Arbeitsplätze im Homeoffice gestalten
- Selbstorganisation und Struktur im Homeoffice
- Arbeiten von zuhause: Tipps für Kommunikation, Gesundheit, Pausen und BGF
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Mobbing am Arbeitsplatz: was Arbeitgeber tun können
Eine aktuelle Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing zeigt, dass rund 19 Millionen Erwachsene in Deutschland bereits Mobbing und Cybermobbing erlebt haben. Etwa 43 Prozent dieser Vorfälle finden am Arbeitsplatz statt. Bei Cybermobbing handelt es sich um gezielte, wiederholte Angriffe über digitale Kanäle, etwa Beleidigungen, Bloßstellungen oder Bedrohungen im Internet.
Ursachen für Mobbing im Arbeitsumfeld zeigen sich laut Studie vor allem in Neid, unterschiedlichen Verhaltensweisen, weil jemand als „anders“ wahrgenommen wird oder andere Erwartungen an die Person gestellt wurden. Besonders besorgniserregend: An etwa der Hälfte der Mobbingfälle am Arbeitsplatz sind Vorgesetzte beteiligt.
Die psychischen Folgen für Betroffene sind schwerwiegend: Fast die Hälfte berichtet von Depressionen oder Persönlichkeitsveränderungen, ein Viertel fühlt sich sogar suizidgefährdet.
Eine frühzeitige Intervention wird durch die niedrige Meldequote erschwert: Nur 23 Prozent der Betroffenen melden klassische Mobbingfälle an ihre Führungskraft, beim Cybermobbing sind es etwas mehr, aber immer noch nur 31 Prozent.
Wie Arbeitgeber Mobbing entgegenwirken können:
- Anti-Mobbing-Regelungen festlegen und sichtbar kommunizieren
- Führungskräfte schulen, um Warnsignale von beginnendem Mobbing zu erkennen und konsequent dagegen zu handeln
- Eine Anlaufstelle für Mobbingvorfälle einrichten, die anonyme und niedrigschwellige Meldung ermöglicht
- Konfliktbearbeitung (zum Beispiel Mediation) anbieten
- Maßnahmen zur psychischen Gesundheit in die Betriebliche Gesundheitsförderung integrieren
Für Unternehmen entstehen laut der Studie durch Mobbing jährlich wirtschaftliche Verluste von rund 4,3 Milliarden Euro insbesondere durch Fehlzeiten, Leistungseinbußen und Fluktuation. Hinzu kommt, dass Deutschland etwa im Vergleich zu Frankreich, der Schweiz oder Österreich bei der gesetzlichen Regulierung von Cybermobbing zurückliegt.
Im Fachportal für Arbeitgeber hat die AOK Informationen und Tipps zusammengestellt, mit denen Sie psychische Belastungen am Arbeitsplatz frühzeitig erkennen und ihnen vorbeugen können.
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Quereinsteigende sind gefragt
Personalverantwortliche setzen laut XING Arbeitsmarktreport 2025 immer häufiger auf Quereinsteigende. 61 Prozent von 300 Befragten in Deutschland sehen in ihnen eine wirksame Unterstützung gegen den Fachkräftemangel (2024: 50 Prozent). Gut jeder fünfte Betrieb (22 Prozent) stellt inzwischen bevorzugt Quereinsteigende ein.
Für Unternehmen können Quereinsteigende weitere klare Vorteile bieten. Zwei Drittel der HR-Verantwortlichen (65 Prozent) sagen, dass sie Innovation fördern und durch vielfältige Erfahrungen neue Impulse setzen.
Auch Beschäftigte zeigen hohe Wechselbereitschaft. 26 Prozent der 2.000 Personen, die das Marktforschungsinstitut Appinio im Auftrag von XING online befragte, haben den Quereinstieg schon einmal gewagt; unter den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 31 Prozent, Frauen wechseln insgesamt häufiger als Männer in berufsfremde Arbeitsverhältnisse. Hauptmotiv ist neben finanziellen Vorteilen und Jobsicherheit eine sinnstiftende Tätigkeit.
Um ihre Mitarbeitendenbindung langfristig zu stärken, können Führungskräfte zur sinnstiftenden Wahrnehmung des Arbeitsalltages in ihren Teams beitragen. Wie das gelingen kann, erfahren sie im Video des Online-Seminars „Arbeiten mit Sinn – macht glücklich und hält gesund“ im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Emotionale Intelligenz am Arbeitsplatz stärken
Im Arbeitsalltag spielt der achtsame Umgang miteinander eine zentrale Rolle für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Emotionale Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu steuern. Beschäftigte, die ihre Emotionen einordnen können, reagieren gelassener auf Stress, erkennen Konflikte und Risiken frühzeitig und tragen so zu einem stabilen Miteinander bei.
Laut Studien haben Beschäftigte wie Führungskräfte mit ausgeprägter emotionaler Intelligenz somit weniger Ängste, Entscheidungen zu treffen. Das wirkt sich positiv auf Teamdynamik, Gesundheit und Unternehmenskultur aus.
Für Unternehmen kann es daher ein wirksamer Ansatz sein, emotionale Intelligenz gezielt zu fördern, etwa durch Trainings, reflektierende Teamformate oder gesundheitsorientierte Führung. Gleichzeitig ist emotionale Intelligenz kein alleiniger Erfolgsfaktor, ihre Wirkung wird in der Wissenschaft teils kontrovers diskutiert, auch andere Kompetenzen sowie Rahmenbedingungen haben weiterhin Einfluss auf gesundes und erfolgreiches Arbeiten.
Praxisnahe Impulse zur gesundheitsgerechten Führung bietet die AOK auf ihrer Themenseite „Gesund führen – Tipps für Führungskräfte“.
Stand
Erstellt am: 17.02.2026
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