Fälligkeit der Sozialversich­erungsbeiträge

Bei der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge sind die Termine für die Beitragsnachweise und die Fristen für Überweisung genau einzuhalten.

Einzug der Sozialversich­erungsbeiträge

Die gesetzliche Krankenkasse, bei der ein Arbeitnehmer versichert ist, zieht als sogenannte Einzugsstelle die Beiträge vom Arbeitgeber ein. Es ist egal, ob es sich dabei um eine Pflichtversicherung oder um eine freiwillige Mitgliedschaft handelt.

Bei privat Krankenversicherten führt die Krankenkasse den Einzug der Beiträge durch, bei der zuletzt eine gesetzliche Versicherung bestanden hat. Falls noch nie eine Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse bestand – oder nicht ermittelbar ist –, entscheiden Sie als Arbeitgeber, an welche Krankenkasse Sie die Beiträge abführen. Hierfür gilt das allgemeine Krankenkassenwahlrecht.

Weiterleitung der Beiträge

Die Arbeitgeber führen den Gesamtsozialversicherungsbeitrag (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung) an die Krankenkassen (Einzugsstelle) ab.

Die Krankenkassen führen die eingenommenen Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung an den Gesundheitsfonds beim Bundesversicherungsamt (BVA) ab. Das BVA verteilt sie dann nach einem bestimmten Schlüssel an die Krankenkassen.

Die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge werden unmittelbar an diese Versicherungsträger abgeführt; die Insolvenzgeldumlage erhält die Bundesagentur für Arbeit. Die Umlagebeträge für die Entgeltfortzahlungsversicherung werden in getrennten Finanztöpfen von den Krankenkassen als Sondervermögen geführt.

Fälligkeit der Beitragsnachweise

Der Beitragsnachweis enthält die vom Arbeitgeber zu zahlenden Beiträge für die Sozialversicherung. Für jede Einzugsstelle muss der Arbeitgeber einen eigenen Beitragsnachweis erstellen und rechtzeitig an die Einzugsstelle übermitteln. Der Nachweis muss bereits zu Beginn des fünftletzten Bankarbeitstags eines Monats vorliegen – spätestens um 0.00 Uhr.

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Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge

Die Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge ist genau festgelegt. Wann die Beitragsnachweise übermittelt werden, ist bundesweit einheitlich geregelt.

Vorauszahlung und Fälligkeitstermine

Die Gesamtsozialversicherungsbeiträge – sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmeranteile – werden am drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig. Das heißt, die Beiträge sind schon vor Ablauf des laufenden Entgeltabrechnungszeitraums zu zahlen. Es handelt sich also um eine Vorauszahlung der wahrscheinlichen Beitragsschuld. Dabei sollten Sie als Arbeitgeber darauf achten, dass ein eventueller Restbetrag möglichst gering bleibt. Dies können Sie durch eine Aktualisierung unter Berücksichtigung von Änderungen bei Beschäftigtenzahl, der Arbeitszeit, Entgeltanpassungen und Einmalzahlungen erreichen. Auch Änderungen bei Beitragssätzen und Beitragsbemessungsgrenzen müssen Sie beachten.

Seit 1. Januar 2017 dürfen alle Arbeitgeber die Beiträge in der Höhe des tatsächlichen Vormonatssolls zahlen. Zu diesem Termin sind auch die Umlagen für die Entgeltfortzahlungsversicherung, die Pauschalbeiträge für Minijobber und die Insolvenzgeldumlage fällig.

Freiwillig versicherte Arbeitnehmer können ihre Beiträge im Firmenzahlerverfahren zusammen mit den Gesamtsozialversicherungsbeiträgen des gesamten Betriebs im Beitragsnachweis abführen. Beim Firmenzahlerverfahren übernimmt der Arbeitgeber für die freiwillig versicherten Arbeitnehmer die Beitragszahlung. In diesem Fall gilt der drittletzte Bankarbeitstag als Fälligkeitstag.

Termine 2019

Sie sollten so rechtzeitig überweisen, dass die Gutschrift bei der Krankenkasse spätestens am Fälligkeitstag vorliegt.

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Übernehmen Sie alle Fälligkeitstermine einfach und bequem in Ihren persönlichen Kalender.

Kurzanleitung: 
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Das Format ICS ist ein Standard-Datenformat für den Austausch von Kalenderinhalten. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Daten.

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