HAWE Hydraulik SE, Werk Kaufbeuren

Steckbrief

Man ist, was man isst! – Ernährung 4.0 im Job
Im Rahmen dieser Kampagne konnten Beschäftigte der HAWE Hydraulik GmbH individuelle Ernährungskompetenzen ausbauen. Zudem wurde die betriebliche Verpflegungssituation verbessert. Dies trug nachweislich entscheidend dazu bei, dass viele Teilnehmende ihre persönlichen Gewichts- und Gesundheitsziele erreichten.

  • Branche: Verarbeitendes Gewerbe, Herstellung von Hydrauliksystemen
  • Region: Ostallgäu, Kaufbeuren
  • Unternehmensgröße: ca. 750 Beschäftigte

Erfolgreiches Ernährungsprojekt

Die HAWE Hydraulik SE setzt seit Jahren auf ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für ihre 750 Beschäftigten im Werk Kaufbeuren. Mit der Einführung eines neuen Kantinenbetreibers und der damit verbundenen Veränderung des Verpflegungsangebots entstand die Chance, das Thema „Ernährung“ stärker in den Fokus zu rücken.

Das BGM-Team hat erkannt, dass eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz einen entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Beschäftigten sowie die Prävention von Erkrankungen hat. Deshalb wurde für ein Jahr der Schwerpunkt auf die gesundheitsgerechte Ernährung im Arbeitsalltag gesetzt und ein Pilotprojekt gestaltet.

Um das Vorhaben auf eine solide Basis zu stellen und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu messen, suchte HAWE gezielt nach kompetenten Partnern: Die AOK Bayern unterstützte das Projekt finanziell und personell. Die Gesundheitsfachkraft der AOK bereicherte das Vorhaben durch ihre Expertise, führte Schulungen durch und begleitete die Prozesse der Verhaltensänderung. Die Hochschule Nürtingen-Geislingen übernahm die Evaluation des Projekts, um die Wirksamkeit der Maßnahmen wissenschaftlich zu begleiten und zu dokumentieren.

Individueller Beratungsansatz

Mit einer breit aufgestellten Kommunikations-Kampagne zum Projekt und der persönlichen Ansprache der Belegschaft konnten viele Interessierte gewonnen werden. Der engagierte Einsatz der BGM-Fachkraft und des Betriebsarztes hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Sie übernahmen die Projektkoordination und die medizinische Begleitung. Ziel war es, die individuelle Ernährungskompetenz (verhaltenspräventiver Ansatz) zu verbessern. In einem ersten Pilotprojekt wurden 45 Mitarbeitende aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen bei der Umsetzung ihrer individuellen Ziele begleitet. Die Teilnehmenden wurden zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt, nahmen an Messungen ihrer Körperzusammensetzung teil (Pre-Post-Vergleich) und erhielten individuelle Beratung zu ihrem gesundheitsgerechten Ernährungsverhalten. Gezielte Angebote wie Vorträge und Ausstellungen zu Ernährungsthemen unterstützten die Probanden im Veränderungsprozess. Ziel war es, mit der Pilotgruppe Erfahrungen zu sammeln und die Maßnahmen hinsichtlich einer Verhaltensänderung zu evaluieren. Zusätzlich waren die gezielten Angebote zur Ernährung offen für alle Beschäftigten bei HAWE.

Gesundheitsförderliche Verpflegungsangebote

Auf der verhältnispräventiven Seite wurde die bedarfsgerechte Betriebsverpflegung für einen Drei-Schicht-Betrieb optimiert. In guter Zusammenarbeit mit dem neuen Kantinenbetreiber, der bereits auf hohem, gesundheitsförderlichem Niveau kocht (frische und hochwertige Zutaten, Auswahl an vegetarischen Gerichten, Salatbar), konnten weitere kleine Veränderungen mit großer Wirkung umgesetzt werden: Das gesündere Essen im Speiseplan wird mit einem „Gesund-Smiley“ gekennzeichnet, es gibt mehrmals im Jahr Themenwochen (vegan, vegetarisch, indisch, etc.) und das Angebot in den Snackautomaten wird auf Augenhöhe mit gesünderen Alternativen bestückt. Außerdem wird das Getränke-Angebot überarbeitet.

Der Erfolg spricht für sich

Das Pilotprojekt war äußerst erfolgreich: Die Mehrzahl der Teilnehmenden zeigte eine positive Verhaltensänderung, die sich in einer Verbesserung der Körperzusammensetzung und einer Reduzierung des Körpergewichts und Bauchumfangs im Pilotzeitraum spiegelte. Die 45 Teilnehmenden haben über 500 Päckchen Butter an Fettmasse verloren. Die allgemeine Gesundheitskompetenz wurde von 76 % der Probanden nach dem Pilotzeitraum deutlich besser bewertet. Je spezifischer die persönlichen Ziele definiert wurden, desto größer war der Verbesserungseffekt (Goal-Setting-Theory). Mehr als die Hälfte (59 %) der Teilnehmenden erreichte die vorab definierten Ziele.

Ein Auszug aus den mündlich geäußerten Bewertungen zeigt folgende Wortwolke:

Aufgrund der positiven Ergebnisse plant HAWE, das Programm auf alle Beschäftigten im Konzern auszuweiten. Ein überzeugendes Beispiel, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten beiträgt. 

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