#Corona am 11.06.2020

Vorratshaltung: Diese Lebensmittel solltest du immer zuhause haben

Dein Kühlschrank ist leer, doch die Supermärkte haben geschlossen oder du darfst vielleicht wegen Quarantäne nicht aus dem Haus. Für diese und andere Situationen ist es sinnvoll, sich einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln anzulegen.

Zu Beginn der Corona-Krise waren viele Supermarktregale leer gekauft, nicht nur in Baden-Württemberg. Vor allem Nudeln, Reis und Konserven wurden in großen Mengen „gehamstert“ – also Lebensmittel, die sich lange halten. Wie du für solche Situationen mit einem sinnvollen Lebensmittelvorrat vorsorgen kannst.

Vorrat anlegen, nicht nur als Krisenvorsorge

Wer sich Vorräte zuhause anlegt, ist nicht gleich jemand, der „hamstert“ oder „preppt“. Hamsterkäufer kaufen meist auf einen Schlag in sehr großen Mengen ein. Und sogenannte „Prepper“ bereiten sich auf jegliche Art von Katastrophen vor – sie horten nicht nur Lebensmittel, sondern versuchen, so ausgerüstet zu sein, dass sie völlig unabhängig eine längere Zeit überleben könnten.

Ein sinnvoller Vorrat – fernab vom „Hamstern“ und „Preppen“ – reicht für ein bis zwei Wochen und wird mit Rücksicht auf vorhandene Warenmengen eingekauft. Empfehlenswert ist das nicht nur für den Krisenfall. Denn es kann immer mal sein, dass du zum Beispiel krank wirst und nicht einkaufen kannst. Oder dein bester Freund Geburtstag hat, du spontan einen Kuchen backen willst und Mehl und Zucker fehlen. 

Zu einem Notvorrat rät auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Für zehn Tage sollte jeder über ausreichend Lebensmittel und Getränke verfügen.

Checkliste Notvorrat: Diese Lebensmittel solltest du zuhause haben

Überlege dir zunächst, wieviel Essen und Getränke du in ein bis zwei Wochen verbrauchst. Dafür kann es sinnvoll sein, ein Ernährungstagebuch zu führen, um deinen Verbrauch genau zu dokumentieren. So siehst du auf einen Blick, welche Nahrungsmittel bei dir häufig auf den Tisch kommen – diese sollten dann auch immer vorrätig sein.

Das gehört in einen Lebensmittelvorrat:

Getränke: 20 Liter Wasser für zehn Tage, wenn du zwei Liter am Tag trinkst. Für zwei Wochen sind das 28 Liter. Alternativ bieten sich auch Fruchtsaft-Schorlen an.

Grundnahrungsmittel: Nudeln, Reis, H-Milch, Müsli, Zwieback, Marmelade, Öl und Mehl gehören in den Vorratsschrank – natürlich musst du schauen, was du am meisten und am liebsten isst. Eier halten sich gekühlt etwa einen Monat.

Obst und Gemüse: Viele Sorten halten sich lange, wenn man sie richtig lagert. Gut zu wissen: Vor allem regionales Obst und Gemüse ist für den Vorrat optimal, zum Beispiel Äpfel, Kartoffeln, Kürbisse oder Steckrüben. Auch Hülsenfrüchte wie Linsen sind geeignet für deine Vorratshaltung.

Und wieviel insgesamt? 250 Gramm Obst und 400 Gramm Gemüse pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Für zehn Tage sind das 2,5 Kilogramm Obst und 4 Kilogramm Gemüse.

Tiefkühlkost: Eine gesunde Alternative zu frischem Obst und Gemüse ist Tiefkühlware. Denn durch das Schockfrosten können in den meisten Fällen die Nährstoffe konserviert werden.

Achte bei den TK-Produkten auf die Zutatenliste – denn gerade Fertiggerichte enthalten oftmals Farbstoffe, Aromen, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Bindemittel oder unnötig viel Zucker.

Konserven: Frisches Gemüse ist zwar schmackhafter, doch im Notfall sollten auch immer ausreichend Konservendosen vorrätig sein.

Überlege auch hier, was du gerne isst, denn es lohnt sich nicht, unnötig viele verschiedene Konserven zu kaufen, wenn du die Hälfte gar nicht magst.

Was für eine vollwertige Ernährung noch wichtig ist, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Weitere Informationen zur Vorratshaltung findest du auf der Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. In der Checkliste findest du neben Lebensmitteln auch Vorratstipps zu Medikamenten und Hygieneartikeln.

Gesund einkaufen mit dieser App

Du bist dir nicht sicher, welche Lebensmittel wirklich gesund sind? Und ob sich darin vielleicht Zucker versteckt, den man auf den ersten Blick nicht sieht? Bei diesen Fragen hilft dir die App „Gesund Einkaufen“ der AOK Baden-Württemberg weiter.

Mithilfe von Ampelfarben kannst du ganz einfach sehen, wir gesund das Lebensmittel und wieviel Zucker, Salz und Fett darin enthalten ist. Mehr Informationen zur App gibt’s hier.

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