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Tipps gegen häufige Beschwerden in der Schwangerschaft

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Hämorrhoiden, Wadenkrämpfen oder Wasser in den Beinen. Die AOK gibt Tipps, was Sie dagegen tun können.

Ursachen von Schwangerschaftsbeschwerden

Die meisten Beschwerden in der Schwangerschaft hängen mit der Umstellung Ihres Hormonhaushalts zusammen. Dazu gehören zum Beispiel morgendliche Übelkeit, Verstopfung und Sodbrennen. Auch dass Ihr Baby wächst, schwerer wird und mehr Platz in Ihrem Körper einnimmt, kann beschwerlich sein. Rückenschmerzen treten deshalb vor allem in den letzten Wochen auf. Meist sind die Probleme harmlos. Bei starken und plötzlich auftretenden Schmerzen sollten Sie jedoch unbedingt Ihren Haus- oder Frauenarzt oder Ihre Hebamme hinzuziehen.

Morgendliche Übelkeit kann sehr belasten, ist aber meist unbedenklich. Sie tritt vorwiegend zwischen der sechsten und der achten Schwangerschaftswoche auf und klingt in der Regel um die 16. Woche ab. Die Beschwerden sind oft morgens am stärksten, können aber auch den ganzen Tag anhalten.

  • Manchmal hilft es, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, viel zu trinken und fettarm zu essen.
  • Studien deuten darauf hin, dass Ingwer in Form von Kapseln oder Sirup die Beschwerden lindern kann.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein Medikament gegen Übelkeit einnehmen. Die Wirkung solcher Medikamente speziell bei Schwangerschaftsübelkeit wurde bislang kaum untersucht.
  • Bei häufigem Erbrechen sollten Sie Ihren Frauenarzt zu Rate ziehen.
  • Saure, fette und stark gewürzte Speisen sowie Kaffee und schwarzen Tee sollten Sie in der Schwangerschaft grundsätzlich vermeiden, um Sodbrennen vorzubeugen.
  • Bevorzugen Sie leichte Kost und verteilen Sie sie auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Essen Sie langsam und in Ruhe.
  • Bei akutem Sodbrennen kann es helfen, einen Esslöffel Haferflocken langsam zu kauen.
  • Bei Milch gehen die Meinungen auseinander: Manchen Frauen hilft sie, anderen nicht.
  • Trinken Sie bei Verstopfung morgens auf nüchternen Magen ein Glas Mineralwasser oder essen Sie ein paar über Nacht eingeweichte Dörrpflaumen.
  • Auch Kleie oder Leinsamen fördern die Verdauung, wenn sie in kleinen Mengen unter Jogurt oder Müsli gerührt werden. Wichtig ist, dass Sie dazu ausreichend trinken: pro Esslöffel Kleie ein Glas Mineralwasser.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich, um den Verdauungstrakt anzukurbeln.
  • Meiden Sie langes Stehen und legen Sie auch tagsüber öfter mal die Beine hoch, um sich vor Wadenkrämpfen und Krampfadern zu schützen.
  • Schlafen Sie nachts mit leicht erhöhtem Fußende. Trockenbürsten und sanftes Streichen in Richtung Herz sind ebenso angenehm.
  • Leichte Dehnübungen der Bein- und Fußmuskulatur wirken entspannend auf die Muskeln. Die Dehnung ungefähr eine Minute beibehalten.
  • Manchmal hilft auch ein Magnesium-Präparat.
  • Wenn Sie unter Hämorrhoiden leiden, sorgen Sie für eine regelmäßige Verdauung.
  • Kühlende Kompressen, Teilbäder mit Eichenrindenextrakt sowie das Einreiben der betroffenen Körperregion mit einer Pflegecreme helfen in der Regel gegen Juckreiz und Schmerzen.
  • Wenn diese Mittel nicht ausreichen, verschreibt Ihnen der Arzt oder die Hebamme Salben oder Zäpfchen, die Sie in der Schwangerschaft anwenden dürfen.

Im zweiten Teil der Schwangerschaft kann es zu Wasseransammlungen in den Füßen, Knöcheln, Händen oder Fingern kommen. Diese so genannten Stauungsödeme treten vor allem abends auf.

  • Hilfreich sind Bewegung und Gymnastik.
  • Lagern Sie zudem die Beine hoch, kreisen Sie Füße und Hände und ziehen Sie die Zehen in Richtung Nasenspitze.
  • Trinken Sie ausreichend.

Verschwinden die Ödeme über Nacht nicht, gehen Sie bitte zu Ihrem Haus- oder Frauenarzt. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn die Schwellungen auch an den Unterschenkeln, den Händen sowie im Gesicht auftreten und dazu Sehstörungen, Übelkeit oder starke Kopfschmerzen kommen.

Um Ihren Rücken zu entlasten und Schmerzen vorzubeugen, achten Sie unbedingt auf Ihre Körperhaltung. Auch die Schwangerschaftsgymnastik, ein entspannendes Bad oder Schwimmen können helfen. Fragen Sie am besten Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme, worauf Sie achten müssen.

Wenn Sie unter Durchfall in der Schwangerschaft leiden, kommen viele Ursachen in Frage: ein Magen-Darm-Virus etwa, aber auch Stress oder die Ernährungsumstellung. Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft drückt manchmal die Gebärmutter so sehr auf den Darm, so dass es zu Verstopfung, aber auch zu Durchfall kommen kann. Wichtig ist in jedem Fall, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Darüber hinaus gilt:

  • Gehen Sie zum Arzt, wenn die Beschwerden länger als zwei Tage andauern oder weitere Begleiterscheinungen wie Fieber, Erbrechen oder Krämpfe hinzukommen.
  • Nehmen Sie Medikamente gegen Durchfall nur in Absprache mit Ihrem Arzt ein.

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