Schlaf

Einschlafhilfe: Acht gute Tipps, die uns besser einschlafen lassen

Veröffentlicht am:20.08.2020

aktualisiert am 21.12.2023

7 Minuten Lesedauer

Wer unter Einschlafproblemen leidet, fühlt sich tagsüber oft müde und ist weniger leistungsfähig. Mit den richtigen Einschlafhilfen lässt sich das ändern: Acht Tipps, wie Sie besser in den Schlaf finden.

Junge Frau schläft ruhig in ihrem Bett

© iStock / jhorrocks

Was sind Einschlafprobleme und wie häufig treten sie auf?

Das Gedankenkarussell läuft noch auf Hochtouren, obwohl längst Schlafenszeit ist? Einschlafprobleme zeigen sich darin, dass man abends nur schwer zur Ruhe kommt und regelmäßig mehr als 30 Minuten braucht, um einzuschlafen. Gelegentlich kann das in stressigen Zeiten vorkommen. Werden die Probleme beim Einschlafen jedoch zur Regel und beeinträchtigen sie zusätzlich die Stimmung, Konzentration oder Leistungsfähigkeit am Tag, kann eine Insomnie, also eine Schlafstörung, vorliegen.

16,3 Prozent der Erwachsenen leiden laut Robert Koch-Institut (RKI) unter Einschlafproblemen. Vor allem Frauen geben an, schlecht ein- und durchschlafen zu können, berichtet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).

Wir alle brauchen gesunden Schlaf, um geistig und körperlich fit zu sein. Zu wenig oder schlechter Schlaf macht müde, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nehmen ab. Auf Dauer kann sich das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Störungen oder Depressionen erhöhen.

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Was sind die Ursachen von Einschlafproblemen?

Wenn der individuelle Schlafrhythmus und die Schlafphasen gestört sind, kann das zahlreiche Gründe haben: Stress ist ein Faktor, der viele Menschen am Einschlafen hindert. Auch zu schweres Essen, Alkohol, Schichtarbeit oder das Schnarchen können zu Einschlafstörungen und Durchschlafproblemen führen.

Daneben gibt es zahlreiche Erkrankungen, die Sie nachts wachhalten oder wecken können. Dazu gehören Diabetes mellitus, das Restless-Legs-Syndrom oder die Schlafapnoe, also das längere Aussetzen der Atmung beim Schnarchen.

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Was hilft bei Einschlafstörungen?

Wenn Sie abends oder nachts wach liegen, können einfache Maßnahmen dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und leichter einzuschlafen. Während die sogenannte Schlafhygiene Gewohnheiten und Bedingungen umfasst, die langfristig einen guten Schlaf unterstützen, etwa regelmäßige Schlafzeiten und Bewegung, richten sich diese Einschlaftipps an Menschen, die akute Hilfe benötigen.

Ein junger Mann sitzt an einem Tisch mit offenem Buch und Laptop und gähnt, im Hintergrund sitzen weitere Personen und arbeiten.

© AOK

Wer an Einschlafstörungen oder Durchschlafproblemen leidet, ist tagsüber weniger leistungsfähig und häufiger müde.

Was sind richtig gute Einschlafhilfen

Diese Tipps können Ihnen helfen, das Einschlafen und Ihre Schlafqualität zu verbessern. Bei anhaltenden Einschlaf- oder Durchschlafstörungen ist es jedoch sinnvoll, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren.

  • 1. Die Schlafumgebung angenehm gestalten

    Das Schlafzimmer abdunkeln, für Ruhe sorgen und angenehm temperieren – all das fördert unser Wohlbefinden vor dem Schlafen.

  • 2. Anregungen vor dem Schlafengehen vermeiden

    Dazu gehören auch Koffein und Nikotin. Koffein, das auch in schwarzem und grünem Tee enthalten ist, kann bis zu elf Stunden lang in unserem Blut bleiben. Aber auch Streit kann das ruhige Einschlafen verhindern. Alkohol kann das Einschlafen zwar fördern, doch der Schlaf selbst ist nicht erholsam, da der Tiefschlaf verkürzt ist und der Alkohol zu Durchschlafproblemen führen kann.

  • 3. Leichte Kost am Abend

    Essen Sie am Abend nichts Schweres wie fetthaltige Mahlzeiten oder zu große Portionen. Als Schlummertrunk gilt auch heute noch das Hausmittel der heißen Milch aus Großmutters Zeiten. Ob Hausmittel helfen, den Schlaf zu verbessern, ist allerdings unklar. Am besten testen Sie, was individuell wirkt.

  • 4. Künstliches Licht ausschalten

    Kein Handy im Schlafzimmer benutzen und auch aufs Fernsehen verzichten. Das helle Licht, insbesondere die Blauanteile der Displays, kann die innere Uhr und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin beeinträchtigen.

  • 5. Aufstehen, wenn Sie nicht einschlafen können

    Versuchen Sie nicht, den Schlaf zu erzwingen. Wenn Sie länger wach liegen, ist es besser, aus dem Bett aufzustehen und sich in einem anderen Raum mit etwas Ruhigem zu beschäftigen. Sie können zum Beispiel bügeln oder lesen. Merken Sie dann, dass Sie müde werden, können Sie einen erneuten Einschlafversuch starten. 

  • 6. Nachts nicht auf die Uhr sehen

    Sollten Sie feststellen, dass ein großer Teil der Nacht schon vorbei ist, sorgt das nur für zusätzlichen Druck.

  • 7. Körper und Gedanken entspannen

    Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Atemübungen oder Meditation können dabei helfen, körperlich und gedanklich zur Ruhe zu kommen. 

  • 8. Ein abendliches Ritual für den Körper

    Eine warme Dusche, ein Bad oder ein warmes Fußbad können dabei helfen, zu entspannen und den Abend ruhig ausklingen zu lassen.

Probleme beim Einschlafen? Doc Felix weiß Rat und gibt hilfreiche Tipps, damit es mit der Nachtruhe klappt.
Fachlich geprüft
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T. Penzel, H. Peter, J. H. Peter: Schlafstörungen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 27, 2005, Robert Koch-Institut (Hrsg.).

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) (2026): Ratgeber für Patientinnen und Patienten – Ein- und Durchschlafstörungen.

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (2025):

Frauengesundheitsportal: Tipps für einen gesunden Schlaf.

Männergesundheitsportal: Tipps für einen gesunden Schlaf.

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2021): Gut schlafen.

Sleep Doctor (2024): Exercise and Sleep.

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