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Autogenes Training: Wie es wirkt und wie man es erlernt

Junge Frau praktiziert autogenes Training im Liegen
Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 30.06.2020

Wer sich einmal mit den verschiedenen Methoden zur Entspannung und Stressabbau beschäftigt hat, wird unweigerlich mit dem Begriff „autogenes Training“ in Berührung gekommen sein. Durch die Anwendung der eigenen Vorstellungskraft können Sie sich mit autogenem Training in einen Zustand der Entspannung versetzen, Stress abbauen und sogar Schlafprobleme lindern. Alles was Sie dafür brauchen ist ein wenig Übung – und natürlich Fantasie. Und das Beste: Autogenes Training kann jeder erlernen und durchführen – unabhängig vom Alter und der persönlichen körperlichen Fitness.

Inhalte im Überblick

    Was ist autogenes Training?

    Das autogene Training wurde ursprünglich bekannt durch den Psychiater Johannes Heinrich Schultz, der sich in den 1930er-Jahren erstmals mit der besonderen Form der Selbsthypnose beschäftigte. Bei seiner Arbeit mit bestimmten Hypnose-Techniken fand er heraus, dass einige Patienten in der Lage waren, sich durch Selbstbeeinflussung in einen entspannten, tranceähnlichen Zustand zu versetzen. Diesen Vorgang nannte er „autogenes Training“.

    Auswirkung von autogenem Training auf Körper und Psyche

    Wer das autogene Training richtig durchführt, kann dadurch Körperfunktionen wie Pulsschlag, Durchblutung und Atmung beeinflussen und so einen positiven Effekt auf seine Gesundheit erzielen. Autogenes Training kann unter anderem folgendes bewirken:

    • Abbau von Muskelverspannungen und Haltungsschäden
    • Positive Auswirkung auf Magen- und Darmstörungen
    • Rückgang von chronischen Schmerzen, Kopfschmerzen und Migräne
    • Steigerung der Leistungsfähigkeit
    • Verringerung von Konzentrationsstörungen
    • Positiver Effekt bei psychischen Belastungen
    • Mehr Gelassenheit und innere Ruhe

    Hilft autogenes Training bei Einschlafproblemen?

    Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Schlafproblemen. Dabei ist ein gesunder Schlaf mit das Wichtigste, um das Immunsystem zu stärken und fit in den Tag zu starten.

    Autogenes Training kann bei Einschlafproblemen, die aufgrund von psychischer Belastung entstehen, helfen. Durch die Selbsthypnose können Betroffene lernen, Stressoren loszulassen und zur Ruhe zu finden, sodass es nicht mehr schwerfallen sollte, einfach einzuschlafen.

    Autogenes Training lernen: Basis-Übung für Anfänger

    Autogenes Training kann jeder erlernen – einigen fällt es jedoch schwer, anderen ein wenig leichter. Typische Basis-Übungen wie „die Schwereübung“ oder „die Wärmeübung“ geben einen ersten Vorgeschmack darauf, was mit der Kraft der eigenen Gedanken alles möglich ist.

    Neugierig geworden? Probieren Sie es einfach einmal aus!

    Junge Frau atmet entspannt ein und schließt die Augen
    Eine wichtige Übung des Autogenen Trainings: Die Atemübung.© iStock: DjelicS

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