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Reisreste verwerten – herzhafte und süße Rezepte für übrig gebliebenen Reis

Resteverwertung von Reis: Eine Frau sitzt am Küchentisch und isst den Reis vom Vortag.

© iStock / kazoka30

Lesezeit: 4 Minuten22.04.2022

Reis ist eine beliebte Beilage, aber die passende Menge ist oft schwer einzuschätzen. Häufig bleibt Reis übrig. Der Restereis ist zu schade, um ihn zu entsorgen. Aber wie lange hält er sich und was kann man damit anfangen?

Inhalte im Überblick

    Reis vom Vortag verwenden – was gilt es zu beachten?

    Wer kennt es nicht: Wie oft hat man schon zu viel Reis gekocht – und was kann man damit machen? Die gängigste Antwort: Ab in die Pfanne damit, andere Speisereste, Zwiebeln und Ei hinein – fertig ist die Restepfanne. Das schmeckt oft zwar gar nicht schlecht, dass es beim Verarbeiten von Reisresten aber auch kreativer zugehen kann, zeigen diese drei Rezepte.

    Wichtig sind aber zunächst zwei Fragen zum hygienischen Umgang mit Restereis, um garantiert ein sicheres Lebensmittel zubereiten zu können.

    Wie sollte man Reis lagern und wie lange?

    Was ungekochten Reis betrifft, sind die Herstellerangaben und vor allem das Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten. Übrig gebliebener gekochter Reis ist ein schnell verderbliches Lebensmittel und sollte so schnell wie möglich in den Kühlschrank, damit sich keine Sporen von Schimmel und Bakterien bilden können. Vor allem der Bacillus Cereus, der Durchfall und Erbrechen hervorrufen kann, vermehrt sich bei Wärme gut in gekochtem Reis und wird beim Aufwärmen nicht abgetötet. Im Kühlschrank sollte Restereis nicht länger als einen Tag aufbewahrt werden. Eine Alternative ist Einfrieren. Tiefgefrorener gekochter Reis ist bis zu drei Monate haltbar. Sowohl Reis aus dem Kühlschrank vom Vortag als auch tiefgefrorener Reis muss bei der Wiederverwertung gut durcherhitzt werden (mindestens 70 Grad Celsius).

    Woran erkennt man, ob Reis schlecht geworden ist?

    Verdorbener Reis kann sich verfärben, riecht unangenehm und schmeckt dementsprechend. Gehen Sie bitte auf Nummer sicher! Reis sollte keinesfalls auffällig riechen. Im Zweifelsfall: ab in den Biomüll!

    Wie viel Reis pro Person sollte man einplanen?

    Überlegen Sie zunächst, ob der Reis für das geplante Mahl als Hauptgericht oder als Beilage dienen soll. Kochen Sie für eine Beilagenportion 50 bis 60 Gramm ungekochten Reis pro Person, als Hauptspeise dürfen es für gute Esser gerne 120 Gramm sein, bei kleinem Hunger ca. 100 Gramm.

    Leckere Rezepte mit Reisresten: Von Reis am Stiel bis zum körnigen Auflauf

    Würzige Reispuffer

    Zutaten für 4 Personen

    • ca. 300 Gramm Reis vom Vortag
    • 1 Ei
    • 1 EL Mehl
    • 50 Gramm magere Schinkenwürfel
    • 50 Gramm geriebener Käse (zum Beispiel Emmentaler oder für mildere Puffer Mozzarella)
    • 1 Bund frische Kräuter (zum Beispiel Petersilie und Schnittlauch)
    • Salz
    • Pfeffer
    • Öl zum Braten

    Zubereitung

    1. In einer Schüssel Reisrest mit dem Ei, Mehl, Schinkenwürfeln und Käse vermischen. Wenn die Masse klebrig, aber nicht zu feucht ist, stimmt die Mischung.
    2. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. Kräuter zur Reismasse geben und unterrühren. Dann mit Pfeffer und wenig Salz würzen.
    3. Aus dem Teig flache Puffer formen und nacheinander in einer heißen Pfanne in wenig Öl knusprig braten, dabei wenden. Die fertigen Puffer auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.

    Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

    Reis am Stiel

    Eine lustige Idee für Kinder ist „Reis am Stiel“. Hierfür muss der Teig besonders gut kleben. Er wird an einen Löffel gedrückt, so dass es aussieht wie bei einem Eis am Stiel. Die Reisstiele mit dem Löffel vorsichtig in der Pfanne braten und zum Schluss gerne lustige Gemüsegesichter anbringen.

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    Ein besonderes Highlight für Kinder: Reis am Stiel ist schnell gemacht, verwertet Ihre Reisreste nachhaltig und sieht zum Reinbeißen lecker aus.

    Gefüllte Gemüseschiffchen

    Zutaten für 4 Personen

    • 2 Auberginen
    • 2 Zucchini
    • 1 Paprika
    • 2 Karotten
    • 4 Tomaten
    • 1 große Zwiebel
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 EL Rapsöl
    • Ca. 200 Gramm Reis vom Vortag
    • 1 Bund frische Kräuter (zum Beispiel Petersilie, Thymian und Oregano)
    • Salz
    • Pfeffer
    • Chilipulver

    Zubereitung

    1. Auberginen und Zucchini waschen, trockenreiben, halbieren, mit Hilfe eines Löffels aushöhlen und das Fruchtfleisch würfeln.
    2. Paprika halbieren, entkernen und waschen. Karotten schälen. Tomaten waschen und vom Strunk befreien. Alles in kleine Würfel schneiden.
    3. Zwiebel und Knoblauch schälen, beides fein würfeln.
    4. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und grob hacken.
    5. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
    6. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln kurz darin anbraten, dann Gemüsewürfel und Knoblauch zugeben. Kurz rundum anbraten.
    7. Den Reis untermengen und Gewürze sowie Kräuter dazugeben. Die Masse in die Auberginenhälften und Zucchinischiffchen füllen.
    8. Gemüsehälften in eine leicht gefettete Auflaufform legen und alles für 30 bis 45 Minuten im Ofen garen, dann servieren.

    Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde / vegan

    Gefüllte Auberginen mit Reis auf einem Teller
    Gemüseschiffchen können Sie ganz vielfältig mit unterschiedlichen Zutaten füllen.

    Süßer Reisauflauf

    Zutaten für 4 Personen

    • 2 Äpfel und 1 Birne (alternativ Steinobst wie Pflaumen und Aprikosen)
    • Ca. 300 Gramm Reis vom Vortag
    • Ca. 150 ml Milch
    • 2 EL Zucker (alternativ Erythrit)
    • 1 Msp. Zimtpulver (alternativ ausgekratztes Mark einer halben Vanilleschote)
    • Gehackte Nüsse, Mandelsplitter oder Rosinen nach Geschmack

    Zubereitung

    1. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
    2. Äpfel und Birnen waschen, vom Kerngehäuse befreien und in Würfel schneiden.
    3. Obst, Reis, Milch, Zucker, Zimt und Nüsse in einer großen, leicht gefetteten Auflaufform gut mischen.
    4. Den Auflauf für 30 bis 45 Minuten im Ofen backen. Dann herausnehmen, etwas abkühlen lassen und servieren. 

    Tipp: Süßen und würzen Sie ganz nach Geschmack: Vanille zum Beispiel passt besser zu Aprikosen und Zimt besser zu Äpfeln oder Pflaumen – seien Sie gerne kreativ!

    Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten

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