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Stressmanagement – Schritt 2: Ungesunde Einstellungen verändern

Stress hat weitreichende Folgen für Körper und Psyche. Das zu akzeptieren, ist eine entscheidende Hürde bei der Stressbewältigung. Wenn Sie bereit sind, stressfördernde Einstellungen zu hinterfragen und zu verändern, können Sie ungesunden Stress reduzieren und damit Ihre Gesundheit stärken.

Stressmanagement in drei Stufen

Offener Umgang mit dem Gesundheitsrisiko Stress

Stress im Büro
Ist wirklich der Stress das Problem? Oder steckt nicht doch eine körperliche Krankheit hinter den Beschwerden? Psychische Probleme als Ursache für gesundheitliche Beschwerden anzuerkennen, fällt vielen schwer – auch weil in unserer Gesellschaft noch immer viele Stigmata bezüglich Menschen mit psychischen Erkrankungen existieren. Ein offener Umgang mit Stress als Risikofaktor ist daher bereits ein wesentlicher Schritt hin zu einer gesunden Psyche und einem gesunden Körper.

Stress bis zur Belastungsgrenze

Psychische oder psychosomatische Beschwerden sind vielen unangenehm. Statt sich Unterstützung zu holen, gehen sie weiterhin über ihre Belastungsgrenze hinaus und verdrängen die Gefahren für die eigene Gesundheit.

Typische Gründe, warum sich Betroffene dauerhaft einem hohen Stresspensum aussetzen:

  • Sorge, von der Leistungsgesellschaft verurteilt zu werden: „Die denken doch, ich kriege es nicht hin.“
  • Angst, von Familie, Freunden und Kollegen als schwach bewertet zu werden: „Ich muss stark sein.“
  • Fehleinschätzung der eigenen Grenzen: „Andere schaffen das, dann schaffe ich das auch.“
  • Perfektionismus und selbst gemachter Leistungsdruck: „Nur wenn ich etwas leiste, bin ich etwas wert.“
  • Berufliche Umstände, etwa Angst vor einer Kündigung: „Ich muss meinem Chef beweisen, wie wichtig ich für das Unternehmen bin.“
  • Hilflosigkeit und Überforderung: „Was soll ich denn ändern? Wenn ich jetzt entspanne, muss ich hinterher noch mehr rennen.“

Denkmuster hinterfragen und Stress reduzieren

Oft verschärfen die eigenen Denkweisen die Belastung. Gestressten Menschen kann es deshalb helfen, ihre Einstellungen neu zu bewerten.

Fünf Maßnahmen, um die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Stress zu reduzieren:

  1. Weniger Perfektionismus: Hinterfragen Sie Ihre eigenen Leistungsansprüche und akzeptieren Sie Ihre Leistungsgrenzen.
  2. Herausforderungen annehmen: Versuchen Sie, Schwierigkeiten nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung zu betrachten.
  3. Annehmen lernen: Manche Situationen lassen sich nicht verändern. Nehmen Sie solche Situationen an, statt negative Gedanken darum kreisen zu lassen. So sparen Sie wertvolle Energie.
  4. Selbstwirksamkeit bewusst machen: Vertrauen Sie auf Ihre Fertigkeiten und machen Sie sich bewusst, dass die eigenen Sorgen und Bedenken oft mehr Stress verursachen als die Umstände selbst.
  5. Achtsamkeit: Seien Sie achtsam. Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit – ein klarer Bewusstseinszustand, der es ermöglicht, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei und nicht wertend wahrzunehmen und zuzulassen.

Holen Sie sich Unterstützung

Auch ein Blick von außen kann Sie unterstützen, Ihre Probleme mit Stress besser zu verstehen und ungesunde Einstellungen abzulegen. Tauschen Sie sich mit einer vertrauten Person aus, um neue Perspektiven und Lösungsansätze zu gewinnen. Wenn Sie nicht weiterkommen, nehmen Sie professionelle Hilfe an. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt und/oder einem Psychotherapeuten über das, was Sie belastet.

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