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Tai Chi – meditativer Kampfsport

Ältere Frau steht auf einem Bein und streckt die Arme aus
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 10.07.2020

Tai Chi basiert auf Bewegungsabläufen, die langsam und konzentriert, fast meditativ ausgeführt werden. Was genau dahinter steckt und wie Sie Tai Chi erlernen können, erfahren Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Was ist Tai-Chi

    Tai Chi – auch Tai-Chi-Chuan oder „Schattenboxen“ genannt – ist ursprünglich eine Kampfsportart aus China und gehört – genau wie Qigong – der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) an. Beim Tai Chi wird die sogenannte Lebensenergie (chinesisch „Qi“ oder „Chi“) gestärkt, was sich positiv auf die Gesundheit auswirken soll. Ein ganz besonders wichtiger Aspekt ist die eigene Körperwahrnehmung. Durch die richtige Atmung und bewusst geführte Bewegungen kann die Lebensenergie laut der Tai-Chi-Lehre nämlich erst richtig fließen.

    Tai-Chi-Übungen steigern die Lebensenergie, harmonisieren die Körperkräfte, stärken die Körperbeherrschung und bewirken eine mentale Entspannung. Das glauben Sie nicht? Vielleicht sollten Sie es ganz einfach einmal selbst ausprobieren!

    Wie sieht eine Tai-Chi-Übung aus?

    Festgelegte Übungen verlaufen immer nach demselben Muster ab. Sie sollten so oft wie möglich wiederholt werden. Laut der Tai-Chi-Lehre soll so eine Art Meditation der Bewegung entstehen. Gefordert sind höchste Disziplin und Durchhaltevermögen.

    Denn eine Tai-Chi-Übung kann sich durchaus schon einmal über eine Stunde hinziehen. Wichtig ist hier nicht die Schnelligkeit, sondern der Bewegungsfluss und ein starker Haltungsapparat.

    Wer kann Tai Chi lernen?

    Tai Chi ist für alle Menschen bestens geeignet, auch für Anfänger, unabhängig vom Alter oder Fitnesszustand. Es ist besonders gelenkschonend und daher für Menschen mit Arthrose oder Adipositas besonders empfehlenswert. Wie bei allen Sportarten gilt auch beim Tai Chi: Übung macht den Meister. Mit ein bisschen Ausdauer kann Tai Chi aber wahre Wunder bewirken.

    Vorteile von Tai Chi

    Es gibt verschiedene, positive Auswirkungen, die Tai Chi auf den Körper und auch den Geist haben soll. Schließlich ist es in China nicht umsonst ein anerkannter Volkssport. Tai Chi bewirkt unter anderem:

    • Erhöhung der Körperwahrnehmung und Korrektur von Haltungsfehlern
    • Entspannung der Muskulatur durch die weiche und geschmeidige Durchführung der
      Tai Chi Übungen
    • Stärkung der Rückenmuskulatur und Entlastung der Wirbelsäule
    • Positive Auswirkung auf den Kreislauf dank der geübten tiefen Bauchatmung
    • Beruhigung des Nervensystems
    • Mentale Entspannung

    Welche Arten von Tai Chi gibt es?

    Es gibt verschiedene Formen von Tai Chi, die man erlernen kann. Zu den bekanntesten zählen:

    • Chen
    • Wu
    • Sun
    • Yang
    • Hao

    Die unterschiedlichen Formen von Tai Chi berufen sich alle auf bekannte Lehrmeister und sind auch nach ihnen benannt. Je nach dem, welche Form man durchführt, können die Übungen unterschiedlich lange andauern.

    Drei Asiatinnen führen traditionelle Tai Chi Übungen durch
    Tai Chi gilt in China als Volkssport.© iStock: Plej92

    Tai Chi lernen: Kurse und Übungen

    Grundsätzlich sollten Sie Tai Chi von einem qualifizierten Tai-Chi-Lehrer in einem Kurs lernen, da es auf die langsame, fließende und genaue Ausübung der Bewegungen ankommt. Der Deutsche Dachverband für Tai Chi zertifiziert ausgewiesene Tai Chi Meister, sodass Sie sich bei der Suche eines Lehrers daran orientieren können.

    Tai-Chi-Übung für Anfänger

    1. Stellen Sie sich hin, Ihre Füße stehen in schulterbreitem Abstand voneinander.
    2. Beugen Sie leicht Ihre Knie.
    3. Achten Sie darauf, Rücken und Kopf aufrecht zu halten.
    4. Ihre Arme hängen locker seitlich herab.
    5. Atmen Sie nun bewusst ein. Während Sie das tun, strecken Sie sich und führen Ihre Arme in einem großen ruhigen Bogen seitwärts über den Kopf.
    6. Atmen Sie anschließend wieder aus – und lassen Sie, während Sie ausatmen, Ihre Arme wieder langsam sinken.
    7. Wiederholen Sie diese Tai Chi Bewegungsübung in ruhigen, fließenden Bewegungen ein paar Mal.
    8. Kehren Sie schließlich in Ihre Ausgangsstellung zurück.

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