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Obst, Gemüse und Sport senken das Krebsrisiko

Ein Mann isst nach dem Sport einen Apfel.

© iStock / DjelicS

Lesezeit: 2 Minuten05.05.2021

Essen ist Genuss, ist Kultur, Tradition und natürlich eine Notwendigkeit. Essen versorgt uns mit den wichtigen Nährstoffen. Doch angesichts ständig verfügbarer Lebensmittel nimmt die Verunsicherung zu: Was ist gesund, und was kann dem Körper schaden? Wie sieht die richtige Ernährung aus? Reichen die Nährstoffe in der Nahrung, oder sind Vitamintabletten nötig, um uns vor Krebs zu schützen? Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum haben Antworten auf diese Fragen Antworten.

Inhalte im Überblick

    Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungsinstitut haben herausgefunden: Mehr als 30.000 Krebserkrankungen pro Jahr könnten vermieden werden – durch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ausreichend Ballaststoffen.

    Ernährung beeinflusst die Gesundheit

    Auf Platz eins aller vermeidbaren Risikofaktoren für eine Krebserkrankung liegt nach wie vor das Rauchen, auf Platz zwei folgt bereits eine ungesunde Ernährung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Heidelberger Forscherteams um Dr. Ute Mons und Professor Dr. Hermann Brenner. Sie schätzten den Zusammenhang zwischen beeinflussbaren Risikofaktoren und der Zahl der für das Jahr 2018 in Deutschland zu erwartenden Krebsneuerkrankungen. Grundlage für ihre Prognose war die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland des Robert Koch-Instituts. Die Heidelberger Forscher werteten die Daten von 440.000 Menschen zwischen 35 und 84 Jahren mit Krebsneuerkrankungen aus und betrachteten die Risikofaktoren, deren ursächlicher Zusammenhang mit der Krebsentstehung als gesichert gilt.

    Ungesunde Ernährung ist den Forschern zufolge für 7,8 Prozent der Krebsfälle verantwortlich. Dabei steigt das Erkrankungsrisiko vor allem, wenn 

    • dem Körper zu wenig Ballaststoffe zugeführt werden,
    • zu wenig Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen,
    • zu viel Wurst, rotes Fleisch und Salz verzehrt werden.

    „An mehr als 37 Prozent aller Krebsfälle sind Risikofaktoren schuld, die ein Mensch selbst in der Hand hat und die damit vermeidbar wären“, sagt Professor Hermann Brenner. Zu diesen Risikofaktoren zählen neben Rauchen und Ernährungsfehlern auch Übergewicht und Bewegungsmangel. „Berücksichtigen wir zusätzlich das Potenzial von Früherkennungsmaßnahmen, etwa der Darmspiegelung, so liegt der Anteil vermeidbarer Krebserkrankungen wohl bei mindestens 50 Prozent.“ 

    „Wir haben einen größeren Einfluss auf unsere Gesundheit, als wir denken.“

    Prof. Dr. Hermann Brenner
    Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg

    © iStock / alvarez

    Fünf am Tag – die Obst-und-Gemüse-Formel

    Die Wissenschaftler sind sich einig: Eine abwechslungsreiche Kost, reich an pflanzlichen Lebensmitteln, ist am besten geeignet, um das Krebsrisiko zu senken. Pflanzliche Lebensmittel liefern eine Mischung aus gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen. Dazu zählen Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine sowie Mineralstoffe. Darum empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Für Erwachsene sind das etwa 400 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst. Isolierte Nährstoffe in Tabletten- oder Pulverform sollte man dagegen nur bei einem wirklichen Mangel und in Absprache mit dem Arzt einnehmen.

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    Außer dem, was man isst, sind auch die Energiebilanz und das Körpergewicht entscheidend für die Gesundheit. Deshalb lässt sich eine gesunde Ernährung, die vor Krebs schützt, nicht von körperlicher Bewegung trennen.

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