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Super-Beeren: Diese Kleinen haben es in sich

Verschiedene Beeren auf einem Holztisch
Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 13.07.2020

Nahrungsmittel, die lecker schmecken und gesund sind, gibt es nicht? Gibt es doch! Wir stellen Ihnen sechs Super-Beeren vor, die Bestandteil einer gesunden Ernährung und delikat zugleich sind.

Inhalte im Überblick

    Beeren sind nicht nur hübsche Zierde für das obligatorische Frühstücksfoto auf Instagram, sondern mögliche, geschmackvolle Bestandteile vollwertiger Ernährung, die es in sich haben – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen gehören Beeren zu den gesunden Lebensmitteln.

    In allen Beeren stecken Antioxidantien. Sie sind ein Schutz gegen freie Radikale. Weil Beeren fast nur aus Wasser bestehen, kaum Kalorien haben und satt machende Ballaststoffe enthalten, sind sie zudem gut zum Abnehmen geeignet. Was Beeren noch so alles können, erfahren Sie in unserem Steckbrief der sechs Super-Beeren. 

    Johannisbeere

    Ihren Namen haben die Beeren, weil die ersten Früchte bereits ab dem 24. Juni – dem Johannistag – reif sind. Der Farbstoff Anthocyan verleiht den Schwarzen Johannisbeeren ihre dunkle Farbe und zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen. Zudem warten Johannisbeeren mit einem extrem hohen Vitamin-C-Gehalt auf – er ist mehr als dreimal so hoch wie der von Zitronen. Der Vergleich: Während Zitronen in 100 Gramm 50 Milligramm Vitamin C enthalten, sind es in Johannisbeeren beachtliche 177 Milligramm!

    Auch die Blätter der Beeren stecken voller gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe. So wird dem Tee aus den Blättern des Johannisbeerstrauchs nachgesagt, gegen Blasenentzündungen und Erkältungen zu helfen und rheumatische Beschwerden zu lindern. Einer wissenschaftlichen Betrachtung des Nutzens halten diese Hausmittel häufig nicht stand.

    Himbeere

    Streng genommen sind Himbeeren keine Beeren. Sie setzen sich nämlich aus vielen, winzig kleinen Steinfrüchten zusammen. Aber ob Beere oder Sammelsteinfrucht – mit ihrer flaumigen Haut und ihrer leuchtenden Farbe zwischen Rot und Rosa gehören sie zweifelsfrei zu den auffälligsten Früchten. 

    Himbeeren können jedoch mehr als nur schön auszusehen. Die Liste an Nährstoffen, die in Himbeeren stecken, ist lang: Vitamin C, Eisen, Phosphor, Kalzium und der verdauungsanregende Ballaststoff Pektin gehören dazu. Sie sind zudem besonders reich an Folsäure (Vitamin B9), die wichtig für die Zellteilung ist. Auf 100 Gramm kommen satte 30 Milligramm des Vitamins.

    Heidelbeere

    Der süßlich-aromatische Geschmack macht Heidelbeeren – oder Blaubeeren – zu einer der beliebtesten Beerensorten – und zu einer der gesündesten. In den blauen Früchten kommen nahezu alle B-Vitamine vor. Heidelbeeren haben möglicherweise einen positiven Effekt auf die Zellen, die Nerven, das Gehirn und den Fettstoffwechsel. Da in den Beeren viel Pantothensäure steckt, werden es Ihnen auch Ihre Haut und Haare danken, wenn Sie den Tag öfter mal mit einem Heidelbeer-Smoothie starten. Panthothensäure ist ein beliebter Bestandteil von Kosmetika. 

    Vorsicht empfindlich – 3 Tipps rund um Beeren:

    • Achten Sie beim Transport darauf, dass die Beeren nicht beschädigt werden, da sie sonst schnell anfangen zu schimmeln.
    • Lassen Sie die Beeren direkt nach dem Waschen auf einem Küchenpapier oder Handtuch abtropfen. So verhindern Sie, dass sich die Beeren mit Wasser vollsaugen und matschig werden.
    • Warten Sie nicht zu lang damit, die Beeren zu essen. Sie verderben schnell.

    Aroniabeere

    Die Aroniabeere – auch schwarze Apfelbeere genannt – gehört zu den absoluten Trendbeeren. Weniger bekannt ist, dass sie auch aus hiesigem Anbau kommt: Ihre ursprüngliche Heimat ist zwar Südamerika. Inzwischen wird sie jedoch auch in ganz Europa angebaut und in allen möglichen Darreichungsformen angeboten. 

    Säfte, Pulver und Kapseln aus Aroniabeeren gelten als natürliche Schönheitsmittel. In ihnen sind besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die antioxidativ wirken. Außerdem sind Aroniabeeren eine wichtige Quelle für Folsäure, Vitamin K sowie Provitamin A (Beta-Carotin), das für einen schönen Teint sorgt. 

    Eine Schale mit Beeren.
    Im Gegensatz zu Schokolade oder Gummibären lassen süße Beeren den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen; einige wie zum Beispiel Heidelbeeren wirken sogar senkend.© iStock/Firn

    Goji-Beere

    Die Goji-Beere hat mit der Aroniabeere eines gemeinsam: In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird sie seit Jahrhunderten als Garantin von Schönheit und Gesundheit gehandelt. Die Beeren, die an etwas zu groß geratene Rosinen erinnern, bieten einen vielseitigen Nährstoff-Cocktail, an den nur wenige Lebensmittel herankommen. Goji-Beeren liefern mehr Eisen als Spinat und bringen mit den Vitaminen B1, B2, B3 und B6 unser Immunsystem auf Vordermann.

    Acai-Beere

    Sie ist ein besonders beliebtes Motiv für den morgendlichen Post in sozialen Netzwerken – die Acai-Bowl. Dass die Beere hierzulande nur in flüssiger Form erhältlich ist, hat einen Grund: Sie wächst nur im Amazonas-Gebiet und verdirbt sehr schnell. Daher wird sie nur als Pulver, Mark oder Saft exportiert. Der gesundheitsförderlichen Wirkung von Acai-Beeren tut dies aber keinen Abbruch. 

    Weil sie reich an ungesättigten Fettsäuren sind, haben Acai-Beeren, wenn man sie mit der richtigen Diät und ausreichender Bewegung kombiniert, eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System. Auch die Muskeln profitieren von der exotischen Frucht, da sie den Körper mit vielen wichtigen Aminosäuren versorgt. Zum Nährstoffpaket von Acai-Beeren gehören außerdem Eisen, Magnesium und sogar Jod. 

    Beeren sehen aus wie eine Süßigkeit, schmecken wie Süßigkeit, eignen sich aber deutlich besser für eine gesunde Ernährung.

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