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Abnehmen mit Konjaknudeln: Geht das wirklich?

Veröffentlicht am:23.01.2026

5 Minuten Lesedauer

Konjaknudeln sind eine kalorienarme Alternative zu klassischer Pasta. Sie haben aber einen Nachteil: Sie liefern kaum Nährstoffe. So geeignet sind Konjaknudeln zum Abnehmen und mit diesen Rezepten bringen Sie das Lebensmittel auf den Teller.

Eine Schüssel mit zubereiteten Konjaknudeln, daneben liegen zwei Essstäbchen.

© iStock / brebca

Was sind Konjaknudeln und woher stammen sie?

Konjaknudeln werden aus der Knolle der Konjakpflanze hergestellt, die auch Teufelszunge genannt wird. Die Pflanze gedeiht in Japan, China und Südostasien. Vielleicht kennen Sie die Nudeln auch unter der Bezeichnung „Wundernudeln“ oder „Shirataki-Nudeln“.

Der Name „Shirataki“ bedeutet auf Japanisch „weißer Wasserfall“ und spielt auf die durchscheinende, glasige Optik der Nudeln an. Doch wie schmeckt Konjak-Pasta? Ihr Geschmack ist sehr neutral, Sie können die Nudeln vielseitig mit Soßen und Zutaten kombinieren.

Für die Herstellung der Konjaknudeln wird die Knolle zunächst getrocknet und anschließend zu einem feinen Mehl verarbeitet. Wer das Mehl mit Wasser und etwas Limettensaft vermengt, kann aus dem gekochten Teig Konjaknudeln formen. Entweder stellen Sie die spezielle Pasta also selbst her oder kaufen Sie fertig – mit oder ohne Weizenmehl.

Aus welchen Inhaltsstoffen bestehen Konjaknudeln?

Der Hauptbestandteil von Konjaknudeln ist Wasser – es macht im verzehrfähigen Zustand über 90 Prozent aus. Der übrige Teil entfällt auf den Ballaststoff Glucomannan, ein wasserlösliches Polysaccharid, das der Körper nicht verwerten kann.

Durch den hohen Anteil an Wasser und Ballaststoffen liefern die Nudeln kaum Energie und nur minimale Nährstoffe, machen aber sehr satt. Deshalb wird das Produkt aus der Konjakwurzel zum Abnehmen genutzt.

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Was sagen Studien zum Ballaststoff Glucomannan?

Studien haben sich damit beschäftigt, inwieweit Konjaknudeln zum Abnehmerfolg beitragen. Eine Untersuchung zeigte, dass Menschen, die ihre Mahlzeiten mit der speziellen Pasta anreichern, weniger Kalorien aufnehmen, ohne dass ihr Geschmackserlebnis leidet.

Glucomannan wird nicht nur in Nudelform erforscht, sondern auch als Nahrungsergänzungspräparat. Laut einer Studie konnte ein Nahrungsergänzungsmittel mit Glucomannan die Darmflora positiv verändern – es förderte erwünschte Darmbakterien. Die Untersuchenden sind sich aber einig, dass es für Empfehlungen noch mehr Forschung bedarf.

Eignen sich Konjaknudeln mit Glucomannan zum Abnehmen?

Glucomannan, der Ballaststoff in Konjaknudeln, kann bis zum Fünfzigfachen seines Gewichts an Wasser aufnehmen. Im Magen quellen die Nudeln auf und bewegen sich nur langsam durch das Verdauungssystem, wodurch Sie sich länger satt fühlen. Dadurch kann der Verzehr von Konjaknudeln helfen, insgesamt weniger zu essen.

Mit Konjaknudeln nehmen Sie nur etwa 10 Kilokalorien pro 100 Gramm Nudeln auf, deutlich weniger als mit herkömmlichen Nudeln – Sie müssen Ihre gewohnte Portionsgröße also nicht zwangsläufig verändern.

Für eine dauerhafte Gewichtsreduktion reicht es jedoch nicht aus, nur auf die Nudeln zu setzen. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern betont, dass die komplette Ernährung entscheidend ist und nicht nur eine einzige Speisenkomponente.

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Haben Konjaknudeln auch Nachteile?

Konjaknudeln sind sehr ballaststoffreich, enthalten aber nur wenige Nährstoffe – sie tragen kaum zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Konjak ist damit nicht wirklich gesund. Wer dauerhaft Kilos verlieren möchte, sollte daher die Ernährung anpassen und Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Vollkornprodukte sowie fettarmen Fisch oder Fleisch einplanen.

Zudem löst Glucomannan bei manchen Menschen leichte Verdauungsprobleme aus, wie weichen Stuhl oder Blähungen. Um solche Beschwerden zu vermeiden, führen Sie die Nudeln, wenn überhaupt, am besten schrittweise in die Ernährung ein.

Auch die richtige Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Ohne ausreichend Trinkflüssigkeit kann Glucomannan im Hals verklumpen, was ein Erstickungsrisiko darstellen kann, für Menschen mit Schluckbeschwerden sind die Nudeln ungeeignet. Zusätzlich sollten Sie beachten, dass Konjaknudeln im Vergleich zu anderen Lebensmitteln relativ teuer sind – 200 Gramm gekochte Nudeln kosten über drei Euro.

Konjaknudel-Rezept: asiatischer Shirataki-Wok mit Tofu, Brokkoli und Erdnusssoße

Um die nährstoffarmen Konjaknudeln gesund aufzupeppen, können Sie frisches Gemüse nutzen. Dieses asiatische Nudelgericht zeigt, wie es geht.

Zutaten

2 Portionen
  • 3EsslöffelKokosöl
  • 400gTofu
  • 2EsslöffelSojasoße
  • 2EsslöffelWasser
  • 200gKarotten
  • 150gLauch
  • 150gShiitake-Pilze
  • 150gBrokkoli, in kleine Röschen geteilt
  • 800gShirataki-Spaghetti-Nudeln
  • 4EsslöffelErdnussmus
  • 2Limetten (nur den Saft)
  • 12EsslöffelWasser
  • 3PrisenChilipulver
  • Salz & Pfeffer
  • 1BundKoriandergrün

Zubereitung

  1. Den Tofu mit einem Messer zu etwa 1 cm großen Würfeln verarbeiten. Karotten in feine Stifte, Lauch in Ringe, Shiitake-Pilze in Streifen und Brokkoli in kleine Röschen teilen.

  2. Zwei Esslöffel Kokosöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen und die Tofuwürfel darin rundherum goldbraun und knusprig anbraten, etwa 6 bis7 Minuten. Die Sojasoße mit Wasser vermengen, über den Tofu geben, kurz einkochen lassen und den Tofu dann aus der Pfanne nehmen.

  3. Im verbliebenen Öl das Gemüse braten: Zuerst Karotten und Brokkoli für 3 bis 4 Minuten, anschließend Lauch und Shiitake-Pilze hinzufügen und weitere 5 bis 6 Minuten braten, bis alles leicht gebräunt, aber noch bissfest ist.

  4. Währenddessen das Erdnussmus mit Wasser, Limettensaft und Chilipulver glatt verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und optional kurz pürieren, bis die Soße besonders cremig ist.

  5. Die Shirataki-Nudeln gründlich unter warmem Wasser abspülen, dann zum Gemüse in die Pfanne geben und 2 bis 3 Minuten mitbraten.

  6. Die Erdnuss-Limetten-Soße dazugeben, alles vorsichtig untermischen und den Tofu wieder hinzufügen. Kurz erhitzen, bis die Soße leicht sämig ist.

  7. Zum Servieren auf Teller verteilen und mit frisch gehacktem Koriander bestreuen. Wer mag, kann noch gehackte Erdnüsse oder Frühlingszwiebeln darüber geben.

Drei Teller mit Konjaknudeln und unterschiedlichen Zutaten, wie Tomaten, Champignons und Brokkoli.

© iStock / Plateresca

Konjaknudeln können mit verschiedenen Zutaten kombiniert werden.

Konjaknudel-Rezept: vegane Nudelpfanne mit Zucchini

Mit diesem einfachen Low-Carb-Gericht runden Sie die neutral schmeckenden Konjaknudeln aromatisch ab.

Zutaten

2 Portionen
  • 200gShirataki-Nudeln
  • 1rote Paprika
  • 1Karotte
  • 1kleine Zucchini
  • 1kleine Zwiebel, weiß oder rot
  • 1Knoblauchzehe
  • 100gChampignons
  • 2EsslöffelSesamöl
  • 2EsslöffelSojasauce
  • 1TeelöffelLimettensaft
  • 1Teelöffelgerösteter Sesam
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Das Gemüse vorbereiten: Paprika und Karotte in dünne Stifte schneiden, Zucchini und Champignons in Scheiben, Zwiebel in feine Spalten und Knoblauch fein würfeln. Die Shirataki-Nudeln abspülen und abtropfen lassen.

  2. Das Sesamöl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Zuerst die Zwiebel und den Knoblauch darin leicht anschwitzen.

  3. Karottenstifte und Champignons hinzufügen, bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten anbraten, dabei gelegentlich umrühren. Zucchini- und Paprikascheiben dazugeben, alles vermischen und 2 bis 3 Minuten zugedeckt garen, sodass das Gemüse noch Biss hat.

  4. Shirataki-Nudeln in die Pfanne geben, gut unterrühren und die Sojasauce darüber träufeln. Alles 5 Minuten unter Rühren erhitzen, bis die Nudeln gleichmäßig warm sind.

  5. Limettensaft und gerösteten Sesam unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Auf Teller verteilen und nach Belieben mit Frühlingszwiebeln oder frischem Koriander garnieren.

Fachlich geprüft
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