Betriebliche Gesundheit im März

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Neues AOK-Seminarvideo: GenZ und Babyboomer * Dienstrad als beliebter Vorteil * Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit * Präsentismus: Risiken erkennen und Gesundheit schützen

Neues AOK-Seminarvideo: GenZ und Babyboomer

Das Online-Seminar „Gen Z und Babyboomer: So gelingt die Zusammenarbeit“ ist ab sofort als Video im AOK-Fachportal für Arbeitgeber verfügbar. Es zeigt, wie bis zu fünf Generationen, von Babyboomern bis zur sogenannten Generation Alpha, erfolgreich in einem Unternehmen zusammenarbeiten können. Zur Generation Alpha gehört, wer um 2010 bis etwa 2024 geboren wurde.

Praxisbeispiele aus mittelständischen Unternehmen veranschaulichen im Video, wie besseres Verständnis und gezielte Kommunikation vermeintliche Konflikte zwischen Generationen auflösen können. Das Video stellt zudem konkrete Werkzeuge vor, die sofort im Arbeitsalltag angewendet werden können, um die Zusammenarbeit und die Teamkultur nachhaltig zu stärken.

Diese zentralen Fragen werden im Seminar beantwortet:

  • Warum sind viele Generationenkonflikte keine Alterskonflikte?
  • Welche Rolle spielen Lebensphasen, Persönlichkeit und individuelle Werte?
  • Wie fördert echtes Kennenlernen das Verständnis und die Zusammenarbeit?
  • Mit welchen Methoden können Führungskräfte generationenübergreifende Teams erfolgreich steuern?
  • Welche praktischen Schritte lassen sich kurzfristig umsetzen, um die Zusammenarbeit zu verbessern?

Schauen Sie sich jetzt das Video an und gewinnen Sie wertvolle Impulse für eine erfolgreiche generationenübergreifende Zusammenarbeit.

Passend zum Thema

Altersvielfalt am Arbeitsplatz

Wie Unternehmen unterschiedliche Altersgruppen erfolgreich zusammenbringen und ihre Potenziale nutzen können, erfahren Sie auf der Themenseite „Altersvielfalt am Arbeitsplatz“ im AOK-Fachportal.

Dienstrad als beliebter Vorteil

Diensträder gewinnen als zugkräftiges Argument im Recruiting immer mehr an Bedeutung. Das ergab eine exklusive Auswertung des Personalmarktforschungsunternehmens index Research für das HR-Fachmedium „Personalwirtschaft“.

Die Studienautorinnen und -autoren hatten zwischen 2022 und 2025 jeweils im ersten Halbjahr deutschlandweit Stellenausschreibungen ausgewertet. Konkret untersuchten sie 196 Printmedien, 311 Onlinebörsen, das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit und circa 900.000 Firmenwebsites. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der Begriffe „Jobrad“, „Dienstrad“ und „Dienstfahrrad“ von knapp 3 auf gut 10 Prozent. Meist waren in den Anzeigen Leasingmodelle erwähnt.

Für Arbeitgeber ist ein Dienstrad als Benefit einfach umzusetzen und kann die Attraktivität des Unternehmens bei potenziellen Bewerbenden erhöhen. Aber auch eingebettet in die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) haben Fahrräder Potenzial. Denn wenn Beschäftigte den Weg zum Arbeitsplatz sowie private Strecken häufiger per Rad oder E-Bike zurücklegen, profitieren Arbeitgeber und Team gleichermaßen: Radfahren ist gesund für Körper und Psyche, kann helfen, Krankheiten vorzubeugen und Fehlzeiten zu reduzieren. Darüber hinaus ist es relativ kostengünstig und schont mit seiner niedrigen CO2-Bilanz die Umwelt.

Im AOK-Fachportal für Arbeitgeber erhalten Unternehmen Tipps, wie sie ihre Mitarbeitenden zum Radfahren inspirieren können. Mehr erfahren.

Mehr zu den beitragsrechtlichen Auswirkungen bei der Überlassung von Dienstfahrrädern erfahren Arbeitgeber hier.

Frühjahrsenergie statt Frühjahrsmüdigkeit

Die ersten warmen Frühlingstage bringen oft nicht nur mehr Licht, sondern auch Müdigkeit: Der Körper passt sich hormonell an den veränderten Licht‑ und Tag‑Nacht‑Rhythmus an. Serotonin‑ und Melatonin‑Spiegel müssen sich neu einpendeln, was vorübergehend zu Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche führen kann.

So bekommen Sie und Ihr Team mehr Energie am Arbeitsplatz:

  • Laden Sie zu Walk-and-Talk-Runden am Vormittag ein: Direktes Sonnenlicht stärkt den Biorhythmus und kurbelt die Serotoninproduktion an.
  • Motivieren Sie das Team zu kurzen Bewegungspausen: Ein Spaziergang, Dehnübungen oder ein paar Treppenstufen aktivieren Kreislauf und Aufmerksamkeit.
  • Organisieren Sie eine Schritte-Challenge: Die Gemeinschaftsaktion integriert Bewegung und frische Energie in den Alltag und stärkt den Teamgeist.
  • Greifen Sie gemeinsam zu leichter, frischer Ernährung: Mehr Gemüse und weniger schwere Mahlzeiten helfen, das Energielevel stabil zu halten.
  • Stellen Sie kostenfreies Wasser zur Verfügung: Wer ausreichend trinkt, beugt Müdigkeit und Konzentrationsmangel vor.

Weitere Tipps zur gesunden Ernährung und einer aktiven Pause hat die AOK im Fachportal für Arbeitgeber zusammengestellt.

Präsentismus: Risiken erkennen und Gesundheit schützen

Gehen Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit, spricht man von Präsentismus. Eine Studie der TU Chemnitz, der Universität Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt, dass die daraus resultierende Erschöpfung mit mehreren Wochen länger anhält als vermutet.

Im Rahmen einer wöchentlichen Tagebuchstudie wurden 123 Berufstätige über einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen begleitet. Die Teilnehmenden berichteten regelmäßig, ob sie trotz Krankheit gearbeitet hatten und wie erschöpft sie sich fühlten.

Das Ergebnis: In den Wochen, in denen Beschäftigte krank zur Arbeit gingen, stieg das Erschöpfungsniveau deutlich an – und blieb auch in den darauffolgenden Wochen erhöht. „Wer krank arbeitet, braucht also wesentlich länger, um sich zu regenerieren. Viele unterschätzen, wie lange der Körper braucht, um sich vom Arbeiten trotz Krankheit zu erholen“, erklärt Dr. Carolin Dietz, Erstautorin der Studie: „Unsere Daten zeigen, dass sich Erschöpfung nach solchen Phasen nur langsam über mehrere Wochen hinweg abbaut.“

Auch für Unternehmen hat dieses Verhalten Folgen, betont Prof. Dr. Bertolt Meyer von der TU Chemnitz: „Präsentismus kann aus Sicht der Beschäftigten kurzfristig pragmatisch erscheinen, führt aber mittelfristig zu Leistungsabfall und höheren Belastungskosten“, resümiert der Inhaber der Professur Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Sein Rat: „Betriebe sollten Beschäftigte aktiv dazu ermutigen, sich bei Krankheit auszukurieren.“ Das helfe nicht nur, Ansteckungen zu vermeiden, sondern verringere auch die mittelfristigen Folgekosten aufgrund einer verminderten Leistungsfähigkeit.

Was Arbeitgeber konkret tun können:

  • Gesundwerden priorisieren: Führungskräfte sollten klar signalisieren, dass Genesung Vorrang hat
  • Gespräche ermöglichen: Offene Kommunikation senkt die Hemmschwelle, sich krankzumelden
  • Druck reduzieren: Verlässliche Vertretungsregelungen entlasten im Krankheitsfall
  • BGF sichtbar machen: Gesundheitsangebote aktiv kommunizieren und leicht zugänglich machen
  • Arbeitsfähigkeit stärken: Stressprävention gezielt fördern

Wie Sie mit Präsentismus im Team umgehen und welche Folgen das Phänomen haben kann, erfahren Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

AOK-Programm

Gesund führen

Das AOK-Programm „Gesund führen“ zeigt unter anderem, wie Führungskräfte durch reflektiertes Verhalten und gutes Vorleben Präsentismus vorbeugen können.

Stand

Erstellt am: 12.03.2026

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