Lang Metallwarenproduktion

Steckbrief
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Die Lang Metallwarenproduktion in Woldegk ist Zulieferer der Automobilherstellung. Eine Umfrage ergab, dass die Beschäftigten sich Unterstützung beim Heben schwerer Lasten und einseitiger Körperbelastungen wünschen.
Branche
Herstellung von sonstigen Metallwaren
Region
Mecklenburg-Vorpommern
Unternehmensgröße
40 Beschäftigte

Betriebliches Gesundheitsmanagement - Lang Metallwarenproduktion Neubrandenburg GmbH

Die Lang Metallwarenproduktion Neubrandenburg GmbH stellt nicht nur hohe Ansprüche an die Qualität der Produkte, auch die Gesundheit ihrer Beschäftigten liegt ihr am Herzen.

Mit Stammsitz in Woldegk ist die Lang Metallwarenproduktion Neubrandenburg GmbH ein Serienfertiger und Automobilzulieferer, zu dessen Kunden z. B. Webasto, BMW und Spheros gehören. Durch enge Kooperation mit der Firma Lang GmbH in Garching/München ist die Arbeitsweise des Unternehmens von einer hohen Flexibilität und langjährigem Wissen geprägt.

Für den Betriebsleiter Jörg Monsig stellt die Gesundheit seiner Mitarbeiter ein wichtiges Unternehmensziel dar, um beispielsweise ihre Leistungs- und Arbeitsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen. Aufgrund eines erhöhten Krankenstandes und des steigenden Durchschnittsalters der Mitarbeiter hat die Betriebsleitung mit Unterstützung der AOK ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt.

So wurde 2013 ein Steuerkreis gebildet, der sich u. a. aus der Betriebsleitung, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt zusammensetzt. Dieses Steuergremium legte zunächst die Methoden zur Analyse der gesundheitlichen Situation im Unternehmen fest. Zu Beginn fand ein Workshop mit 14 Mitarbeitern aus der Produktion zur Analyse der Arbeitssituation statt. Der durch eine AOK-Expertin moderierte Workshop zielte darauf ab, die Ressourcen und Belastungsfaktoren der Arbeitssituation aus Mitarbeitersicht zu identifizieren und konkrete Lösungsvorschläge abzuleiten. Daraus resultierten Interventionen wie Zuschüsse für angepassten Gehörschutz, die Optimierung des Belüftungssystems und die Bereitstellung von Arbeitsjacken. Darüber hinaus sind die Kriterien für die Gesundheitsprämie optimiert und eine Karenztageregelung eingeführt worden. Im Bereich der Führung wurden klare Strukturen geschaffen und Führungsaufgaben delegiert. Auch der Informationsfluss hat sich durch zeitnahe Aushänge an mehreren Info-Tafeln und Mitarbeitergespräche verbessert.

In der Arbeitssituationsanalyse wurde deutlich, dass die Mitarbeiter das Heben schwerer Lasten sowie einseitige Körperhaltungen durch Stehen und Sitzen als belastend empfinden. Daraufhin führte eine AOK-Präventionsexpertin ergonomische Arbeitsplatz- und Bewegungsanalysen durch, bei denen Bewegungsabläufe und Körperhaltungen am Arbeitsplatz beobachtet und auf Fotos festgehalten wurden. Anschließend sind die Ergebnisse dem Steuerkreis vorgestellt worden, der weitere Maßnahmen geplant und umgesetzt hat. Hierzu gehörten z. B. die Höhenanpassung der Pressen, die Anschaffung neuer Fußmatten und der Bau von Schutzgittern mit Sensoren um die Maschinen. Auch bei der Maßnahmenumsetzung sind die Mitarbeiter aktiv miteinbezogen worden.
Nach der ergonomischen Arbeitsplatzanalyse folgten Workshops für die Mitarbeiter, in denen die Ergebnisse vorgestellt und Empfehlungen für rückenschonenderes Arbeiten vermittelt wurden.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde in einer weiteren Veranstaltung ein Vortrag zu Bewältigungsmöglichkeiten von Rückenbeschwerden gehalten. Anschließend haben die Mitarbeiter an Fußdruckanalysen teilgenommen. Neben der Auswertung zur Auflagefläche, Gehrichtung und Druckspitze der Füße erhielten die Beschäftigten hilfreiche Tipps zur Fußgesundheit.

Als erste positive Wirkungen des betrieblichen Gesundheitsmanagements benennt der Betriebsleiter Jörg Monsig das gestiegene Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter und die Optimierung von Arbeitsprozessen durch die ergonomischen Verbesserungen.
Um auch aus den Erfahrungen anderer Unternehmen zu lernen, nimmt die Lang Metallwarenproduktion Neubrandenburg GmbH seit diesem Jahr am Netzwerk KMU-Kompetenz der AOK Nordost und AOK Niedersachsen teil. Hier besteht für die Netzwerkteilnehmer die Möglichkeit, sich z. B. in Konferenzen, Arbeitskreisen und Workshops überbetrieblich auszutauschen und ihr Wissen und ihre Kompetenzen zu erweitern.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Corinna Barkusky
Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement
AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Alfred-Lythall-Straße 2
17033 Neubrandenburg
0800 265080-43426
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