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Freiwillig gesetzlich versichert - Elternzeit

Sehr geehrtes Experten-Team,

ich habe eine Frage zum Versicherungsstatus während Mutterschutz und Elternzeit bzw. zur Familienversicherung. Leider habe ich von Ihren Kollegen telefonisch widersprüchliche Informationen hierzu erhalten.

Meine Ausgangssituation ist folgende:

  • Ich bin aufgrund der Überschreitung der JAEG als freiwilliges Mitglied bei der AOK BW versichert. Ich werde bald in den Mutterschutz gehen und anschließend Elternzeit nehmen.
  • Mein Partner ist ebenfalls bei der AOK BW versichert (gesetzliche Pflichtversicherung).
  • Wir sind nicht verheiratet.

Nun meine Fragen:

  • Bin ich während der Elternzeit beitragsfrei bei Ihnen versichert? Falls nein, in welcher Höhe werden Beiträge fällig?
  • Erfüllen sowohl mein Partner als auch ich selbst die Voraussetzungen dafür, unser Kind (ohne zusätzliche Beitragszahlung) in eine Familienversicherung aufzunehmen?

Vielen Dank für eine Rückmeldung!

Hallo juli_1234,

es tut uns leid, dass Sie bisher widersprüchliche Informationen erhalten haben. Gern beantworten wir Ihnen hier Ihre Fragen.

Wenn Sie während der Elternzeit nicht oder nur geringfügig arbeiten, müssen Sie leider in dieser Zeit auch Beiträge zahlen. Das Elterngeld selbst ist beitragsfrei, die Beiträge werden von Ihren sonstigen Einkünften, mindestens aber von 1061,76 Euro monatlich (2020) berechnet. Eine Beitragsfreiheit wäre nur möglich, wenn Sie verheiratet wären.

Die Voraussetzungen für die kostenlose Familienversicherung Ihres Kindes erfüllen sowohl Sie als auch Ihr Partner. Über wen Ihr Kind versichert sein soll, entscheiden Sie selbst. Es ergeben sich dadurch weder Vor- noch Nachteile.

Wir wünschen Ihnen eine schöne restliche Schwangerschaft und Ihrem Baby einen guten Rutsch ins Leben.

 Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Vielen Dank für Ihre schnelle Auskunft.

Werden die Krankenversicherungsbeiträge mit Beginn der Elternzeit dann automatisch unter Annahme der 1061,76 Euro ermittelt und von meinem Konto eingezogen oder muss ich hier tätig werden (Nachweise, ...)?

Danke für Ihre Rückmeldung & freundliche Grüße

Hallo julia_1234,

danke für Ihre Nachfrage. In der Tat benötigen die Kollegen Ihrer AOK von Ihnen Angaben über Ihre Einkünfte (ggf. auch entsprechende Nachweise), damit der Beitrag richtig berechnet werden kann. Fordern Sie doch einfach hier:https://www.aok.de/pk/bw/kontakt/kontaktformular/  den Einkommensfragebogen zur freiwilligen Versicherung ab der Elternzeit an. Wenn Sie den Kollegen ein SEPA-Mandat übermitteln oder bereits übermittelt haben, kann der Beitrag dann direkt von Ihrem Konto abgebucht werden.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Ihr Expertenteam der AOK

Leider funktioniert der von Ihnen angegebene Link nicht. Könnten Sie diesen korrigieren bzw. das Dokument hochladen?

 

Ich werde in der Elternzeit voraussichtlich keine Einkünfte (außer Elterngeld) erzielen - muss ich diese Auskunft auch dann ausfüllen?

Freundliche Grüße

Hallo juli_1234,

vielen Dank für Ihren Hinweis auf den nicht funktionierenden Link, den wir jetzt korrigiert haben und den Sie auch hier erhalten: https://www.aok.de/pk/bw/kontakt/kontaktformular/

Bitte reichen Sie den ausgefüllten Einkommensfragebogen unbedingt ein, da sonst die Kollegen verpflichtet sind, von dem Einkommen in der Höchststufe auszugehen.

Eine Anmerkung noch: Sollten Sie während der Elternzeit arbeiten und dabei ein Entgelt von mehr als 450,- Euro monatlich erzielen, werden Sie versicherungspflichtiges Mitglied. Dadurch wären Beiträge nur aus diesem Arbeitsengelt zu zahlen, an denen sich der Arbeitgeber auch zur Hälfte beteiligt.

Alles Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Danke für die schnelle Rückmeldung.

Den entsprechenden Fragebogen habe ich nun über das Kontaktformular bei Ihren Kollegen gefragt. Ich gehe davon aus, dass mir dieser kurzfristig (d.h. innerhalb einer Woche) zur Verfügung gestellt werden kann.

In der Schwangerschaft zunächst mehrmals mit widersprüchlichen und vor allem falschen Auskünften bezüglich des eigenen Versicherungsstatus (trotz mehrmaliger telefonischer Nachfrage) konfrontiert zu werden und dann erst nach erneuter Nachfrage zu erfahren, dass zusätzliche Unterlagen einzureichen sind (da ansonsten in erheblichem Maße zu hohe Beitäge berechnet würden), finde ich sehr unglücklich. Dabei sollte die Schwangerschaft in meinen Augen eigentlich eine Zeit sein, in der man Unterstützung auch seitens der Versicherung erfahren sollte.

Ich denke, es ist im Interesse aller Versicherter, wenn über eine Neugestaltung dieses Kommunikationsprozesses nachgedacht würde.

Ich wünsche Ihnen ebenfalls alles Gute und danke Ihnen für Ihre kompetente Auskunft. Ich kann nun beruhigter die letzten Züge der Schwangerschaft genießen.

Hallo julia_1234,

vielen Dank für die Mühe, die Sie sich gemacht haben, um uns Ihre Erfahrungen zu schildern. Wir haben von hier kaum die Möglichkeit diese adäquat weiterzugeben und die Anregungen aufzugreifen. Auch haben wir als bundesweites Team kein Zugriff auf Ihre Daten. Daher unsere Bitte: Teilen Sie Ihre Erfahrungen der Beschwerdestelle Ihrer AOK unter dem folgenden Link mit: https://www.aok.de/pk/bw/inhalt/beschwerde/ mit. So geben Sie Ihrer AOK die Möglichkeit den Service zu verbessern.

Nochmals vielen Dank für Ihre Hinweise.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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