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Haben Sie mehr Mut, Ihre Träume zu leben!

Junge als menschliche Kanonenkugel

© iStock / RichVintage

Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 17.08.2020

Mut. Ein kurzes Wort, drei Buchstaben nur – und trotzdem enorm wichtig. Denn es beschreibt eine Eigenschaft, die wir alle brauchen, mal mehr, mal weniger, die einigen von uns fehlt und die andere gerne stärken würden.

Inhalte im Überblick

    Mutige Menschen werden bewundert. Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen, wie Nelson Mandela und Mahatma Gandhi; die Primatenforscherin Jane Goodall, die jede Anstrengung auf sich nimmt, um ihre geliebten Schimpansen zu schützen; ja sogar unsere Kindheitsheldin Pippi Langstrumpf – sie alle genießen großes Ansehen, weil sie Folgendes getan haben: Sie haben ihre Angst überwunden, um ihre Träume zu verwirklichen. 

    Was bedeutet Mut?

    Mut bedeutet, dass man sich etwas traut, vor dem man Angst hat, weil man zum Beispiel seine eigene Komfortzone verlassen muss. Mutiges Handeln kann bedeuten, dass man selber einen Schaden in Kauf nimmt, wenn man sich für eine Sache einsetzt, die man gut und richtig findet. 

    In einer Studie wurde der Fokus vor allem auf den beruflichen Alltag gelegt. Sie ergab, dass sich Frauen alles in allem schneller entmutigen lassen als Männer. Wird eine Frau bei einem interessanten Projekt übergangen oder nicht für eine Beförderung in Betracht gezogen, die sie sich sehr gewünscht hat, zieht sie sich eher zurück, statt zu kämpfen. Ihr Selbstbewusstsein ist angeknackst. Dabei bräuchte sie das, um mutig für sich einzustehen. In einer solchen Situation kann es helfen, sich selbst zu fragen, wovor man eigentlich eine so große Angst hat. Beim Chef nachzuhaken, was die Gründe für seine Entscheidung waren und ihm so zu signalisieren, dass man nach wie vor an einer Beförderung und somit auch an mehr Verantwortung interessiert ist, kommt vielleicht positiver an, als Frauen laut der Studie oft denken. 

    Interessanterweise lassen sich Männer der Studie nach nicht so einfach aus dem Konzept bringen, sondern versuchen einfach, die Chance beim nächsten Mal zu ergreifen. 

    Wann ist man eigentlich mutig?

    Der eine klettert ohne Sicherung auf den Mount Everest, ein anderer sieht es als sein Lieblingshobby, auf einem dünnen Seil zwischen zwei Hochhäusern zu balancieren. Eine junge Frau nimmt Anlauf, um sich am Bungee-Seil in eine schwindelerregende Tiefe zu stürzen, während sich eine andere eine Vogelspinne auf die Hand setzen lässt. Die sozialen Medien sind voll von Extremen, von Menschen, die sich Dinge trauen, an die andere nicht im Entferntesten denken. Angstfrei wirken sie. Doch sind sie das wirklich? Forscher sind sich einig, dass Angst und Mut keinesfalls im Widerspruch gesehen werden sollten, sondern sogar wichtig füreinander sind. Denn ohne Angst kann der Handelnde schnell die Realität aus den Augen verlieren, wird übermütig und riskiert letzten Endes sein Leben. 

    Doch wann ist man mutig? Muss man sich an Superlativen orientieren, um stolz von sich behaupten zu können, dass man all seinen Mut zusammengenommen hat? Muss man angstfrei leben?

    Jeder hat die Freiheit – und das ist das Schöne –, Mut für sich selbst zu definieren. Es muss nicht der Bungee-Jump oder Fallschirm-Sprung sein. Fragen Sie sich selbst, was Sie anstreben, was Ihr Traum ist und wie Sie den erreichen könnten. Eine Person, die unter Klaustrophobie leidet, ist mutig, wenn sie in einen vollen Fahrstuhl steigt. Eine Person, die kein Deutsch spricht, wird eine große Hürde überwinden, wenn sie in Deutschland nach der nächsten Bushaltestelle fragt.

    Ein anderes Beispiel: Ihr Beruf sagt Ihnen nicht mehr zu, und Sie wollen eigentlich lieber ein Café eröffnen? Es ist nicht unbedingt mutig, sondern eventuell fahrlässig leichtsinnig, einfach zu kündigen. Um Ihrem Traum näherzukommen, müssen Sie nicht gleich kündigen. Es ist schon mutig, diesen Gedanken zuzulassen und sich mit ihm ernsthaft auseinanderzusetzen. Seien Sie so mutig und weihen Sie eine enge Bezugsperson in Ihre Träume ein. Besprechen Sie mit ihr, warum Sie genau diesen Traum haben. Fragen Sie den Bankmitarbeiter Ihres Vertrauens, ob Sie einen Kredit bekämen. Und kalkulieren Sie alles einmal durch.

    Wenn man sich dann einen Ruck gibt, seine Komfortzone verlässt und das erreicht, was man sich erträumt hat, kann man rückblickend meist sagen, dass es gar nicht so schlimm war wie befürchtet. Und sollte es doch zwischendurch sehr unangenehme Situationen gegeben haben, können Sie auf sich stolz sein: darauf, dass Sie etwas gewagt haben. Sie waren mutig! Und das ist doch viel mehr wert als ein Leben in den engen Grenzen der Angst. 

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