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Lungenkrankheit COPD: Das hilft gegen Atemnot

Eine Gruppe älterer Menschen macht gemeinsam Entspannungsübungen.

© iStock / Ridofranz

Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 30.09.2021

Eine COPD bringt es mit sich, dass es häufiger zu Atemnot kommt. Manchmal kann dies so stark ausgeprägt sein, dass es Ängste auslöst. Sie können dem aber vorbeugen: Stressvermeidung und ein Notfallplan zum Beispiel helfen. Lesen Sie, was Sie sonst noch für ein gutes, sorgenfreies Atmen tun können.

Inhalte im Überblick

    So lässt sich akute Atemnot trotz COPD vermeiden

    Für viele Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) ist die Angst vor Luftnot ein ständiger Begleiter. Aber keine Panik: Es gibt einiges, was Sie selbst tun können, um bedrohliche Zuspitzungen der Lungenkrankheit zu vermeiden und besser mit Anfällen akuter Atemnot umzugehen.

    Wahrscheinlich kennen Sie das: Längere Zeit geht es Ihnen ganz gut und Sie haben Ihre Erkrankung im Griff. Dann jedoch nehmen die Beschwerden Ihrer COPD plötzlich zu. Solche sogenannten Exazerbationen kommen nicht aus heiterem Himmel. Am besten versuchen Sie erst einmal herauszufinden, wie Ihr Körper tickt und wann er mit verstärkter Atemnot reagiert. Das allein schon wird Ihnen mehr Sicherheit geben.

    Stress fördert die Lungenkrankheit COPD

    Stress etwa kann dazu beitragen, dass Ihnen die Luft wegbleibt. Schon deshalb ist es wünschenswert, möglichst entspannt mit der chronischen Lungenerkrankung umzugehen. Einfach zu erlernende Entspannungsübungen helfen, sie sind ein Baustein einer individuellen Strategie zur Stressvermeidung.

    Man sagt Angst ist zu einem Großteil „Kopfsache“ – das heißt: Im Kopf werden sie oft immer größer. Auch bei krankheitsbedingten Ängsten ist das so. Sollten Sie merken, dass Ihre Ängste und Sorgen Überhand nehmen, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen.

    Darüber hinaus ist es ratsam, gut informiert zu sein. Wissen gibt Sicherheit. Bei einer sich anbahnenden Verschlechterung der Atemfunktion gilt es, zügig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Es gibt Körperhaltungen wie Kutschersitz oder die Torwartstellung, die Ihnen in einer solchen Situation das Atmen erleichtern.

    Kutschersitz und Torwartstellung

    Mit der richtigen Technik gegen Atemnot

    Torwartstellung: Beine leicht spreizen, Oberkörper vorbeugen und in die Hocke gehen. Dann die Hände auf den Oberschenkeln, kurz vor den Knien abstützen. Die Finger zeigen nach Innen.

    Kutschersitz: Auf die vordere Kante eines Stuhls setzen. Oberkörper vorbeugen und die Arme auf die leicht geöffneten Oberschenkel stützen.

    Eine ältere Frau macht Dehnübungen auf einer Yogamatte.
    Bestimmte Atem- und Dehnübungen können der Lunge guttun und zur Entspannung beitragen.

    © iStock / Ridofranz

    Diese Techniken sollten Sie aus dem Effeff beherrschen und – zu Übungszwecken – immer mal wieder anwenden. Falls Sie dann wirklich einmal in Luftnot kommen, spult sich das richtige Verhalten fast von allein ab. Empfehlenswert ist auch die regelmäßige Teilnahme an einer Lungensportgruppe. Das Training atemerleichternder Techniken gehört dort zum festen Programm. Mit der Zeit fühlen Sie sich der Lungenkrankheit weniger ausgeliefert und lernen, sie als kontrollierbare Realität zu akzeptieren.

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    Auch eine bewusste Bauchatmung hilft bei Atemnot. Die zertifizierte Achtsamkeitstrainerin Angela Homfeldt zeigt, wie das geht.

    Richtige Verhaltensweisen bei COPD

    Ein erstes effektives Mittel, um Atemnot vorzubeugen, ist ein Rauchstopp. Schon acht Stunden nach der letzten Zigarette steigt der Sauerstoffgehalt im Blut wieder auf ein normales Level und die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt. Auch ein COPD-Tagebuch ist sinnvoll, um den Überblick über die Lungenfunktion zu behalten und Warnzeichen einer Atemnot frühzeitig zu erkennen. Die AOK bietet Ihnen eine Vorlage zum Ausdrucken.

    So hilft die AOK

    Ärzte und Krankenhäuser für COPD

    Wenn es dann doch mal zu einer akuten Atemnot kommt, hilft ein individuellen Notfallplan für COPD-Patienten. Hier sind alle Selbstmaßnahmen verzeichnet. Auch welche Medikamente wie anzuwenden sind, hat der behandelnde Arzt darin notiert. Legen Sie den Plan bitte nicht zu Hause in eine Schublade, sondern stecken Sie ihn am besten in die Brieftasche, sodass er im Falle eines Falles immer griffbereit ist.

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