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Natürliche Verhütung: Wie sicher ist sie?

Fieberthermometer liegt auf Kalenderblatt
Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 17.08.2020

Viele Frauen wünschen sich eine natürliche Verhütung, um ihren Körper nicht mit chemischen Verhütungsmitteln oder hormonellen Präparaten zu belasten. So zu verhüten, benötigt allerdings besonders viel Mitarbeit der Frau. Nur, wenn sie die Signale ihres Körpers ganz genau kennt und einschätzen kann, sind die natürlichen Verhütungsmethoden relativ sicher.

Inhalte im Überblick

    Darauf kommt es bei natürlicher Verhütung an

    Wenn eine Frau natürlich verhüten möchte, muss sie zunächst feststellen, welches die fruchtbaren und welches die unfruchtbaren Tage in ihrem Zyklus sind. An den unfruchtbaren Tagen ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sehr gering. An allen anderen Tagen ist zusätzlicher Schutz, etwa durch Kondome, erforderlich. 

    Für die Bestimmung der fruchtbaren Tage innerhalb des weiblichen Zyklus gibt es mehrere Verfahren.

    Fruchtbare und unfruchtbare Tage bestimmen

    Wie sicher sind natürliche Verhütungsmethoden?

    Die Sicherheit von Verhütungsmitteln wird mit dem Pearl-Index (nach dem Wissenschaftler Raymond Pearl) bestimmt. Je kleiner er ist, desto sicherer ist die Methode – bei richtiger Anwendung. Liegt der Wert beispielsweise bei 3, werden von 100 Frauen drei schwanger. Am sichersten gelingt die natürliche Verhütung mit der Symptothermalen Methode, hier liegt der Wert zwischen 0,4 und 2,3. Im Vergleich: Die Kalendermethode hat einen Pearl-Index von ca. 9, die Pille von 0,1 bis 0,9. Damit kann die Symptothermale Methode eine Alternative zur Pille sein, wenn in der unsicheren Zeit circa 14 Tage pro Zyklus auf vaginale Penetration verzichtet wird, also in der Hälfte der Zeit. 
    Wird in dieser Zeit mit Kondomen oder Diaphragma verhütet, steigt das Risiko schwanger zu werden, auf deren Pearl-Index von 2 – 5. 

    Voraussetzung für maximale Sicherheit ist bei allen Methoden der natürlichen Verhütung eine kontinuierliche und sehr genaue Durchführung. 

    Wichtig zu wissen: Erkrankungen, Schlafstörungen, Stress, Alkohol und die beginnende Menopause können den Zyklus beeinflussen und die Methoden unsicherer machen.

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