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Basaltemperatur messen: Darauf kommt es an

Kalenderblatt, Thermometer und Blumen

© iStock: SACheckley

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 19.08.2020

Die Messung der Basaltemperatur hilft dabei, den Zeitraum des Eisprungs sowie die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage innerhalb des weiblichen Zyklus zu bestimmen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Inhalte im Überblick

    Die Basaltemperaturmessung ist ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Verhütung. Durch sie kann man feststellen, in welchem Zeitraum der Eisprung stattfindet, um so die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen beziehungsweise eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Aber was genau misst die Basaltemperatur überhaupt?

    Basaltemperatur: Was ist das?

    Als Basaltemperatur, auch Aufwachtemperatur genannt, bezeichnet man den Wert, der direkt nach dem Aufwachen, noch vor dem Aufstehen gemessen wird. Der Wert steigt während des Eisprungs und flacht anschließend nach einigen Tagen wieder ab. 

    Basaltemperatur richtig messen: Wie klappt’s am besten?

    Es gibt verschiedene Methoden zur Erfassung der Aufwachtemperatur. Die rektale oder vaginale Messmethode eignen sich erfahrungsgemäß am besten. Sie können beide mit einem digitalen Thermometer durchgeführt werden. Wichtig dabei ist nur, dass das Thermometer möglichst genau eine Messung bis zu zwei Zahlen hinter dem Komma erfasst, da die Temperaturschwankungen innerhalb des weiblichen Zyklus häufig nur 0,2 bis 0,5 Grad Celsius betragen. Die Messdauer sollte drei bis fünf Minuten betragen.

    Einfacher als die Messung mit einem digitalen Thermometer ist es, die Temperatur mithilfe eines Basalthermometers zu bestimmen, das sowohl in Apotheken als auch Drogeriemärkten erhältlich ist. Das Basalthermometer ordnet die Messergebnisse direkt ein und hilft dabei, herauszufinden, ob Sie sich gerade in einer fruchtbaren oder unfruchtbaren Phase befinden. 

    Die Messung sollte möglichst immer gleich ablaufen, damit keine Ungenauigkeiten bei der Auswertung entstehen. Beginnen Sie am besten am Anfang der Monatsblutung mit der Messung der Basaltemperatur. So haben Sie einen festen Startzeitpunkt und können sich daran orientieren. 

    Die Ergebnisse sollten Sie direkt im Anschluss auf einem sogenannten Kurvenblatt festhalten. Anhand der grafischen Darstellung kann so erfasst werden, in welcher Phase des Zyklus Sie sich befinden. 

    Kurvengrafik und Thermometer 

    © iStock/myschka79

    Das sollten Sie bei der Messung der Aufwachtemperatur beachten

    Damit durch die Bestimmung der Basaltemperatur die Möglichkeit der Befruchtung möglichst genau bestimmt werden kann, sollten Sie …

    • immer an derselben Stelle messen (vaginal oder rektal)
    • immer möglichst zur gleichen Zeit messen
    • immer dasselbe Thermometer verwenden
    • die Temperaturmethode über mehrere Zyklen hinweg durchführen, um den durchschnittlichen Zeitraum des Eisprungs zu bestimmen

    Basaltemperaturmessung: Was bedeuten die Ergebnisse?

    Die Basaltemperatur beträgt in der ersten Zyklushälfte (zu Beginn der Periode bis zum Eisprung) etwa 36,6 Grad Celsius. Kurz nach dem Eisprung steigt die Temperatur um mindestens 0,2 Grad Celsius an und ist auch an den darauffolgenden Tagen leicht erhöht. 

    Was kann die Basaltemperatur beeinflussen?

    Die Messung der Basaltemperatur sollte möglichst immer gleich ablaufen, um so präzise wie möglich zu sein. Es gibt aber auch Faktoren, die die Messung beeinflussen können. Alkohol, Stress, Krankheiten und die Einnahme von Arzneimitteln können zu Schwankungen bei der Körpertemperaturmessung führen und so das Messergebnis verfälschen.

    Die Basaltemperatur zu messen und somit die Phasen des weiblichen Zyklus zu bestimmen, kann eine gute Möglichkeit sein, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen oder aber auf natürliche Weise zu verhüten. Entscheidend ist jedoch die richtige Durchführung.

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