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Auf die Größe kommt es an – so finden Sie das passende Kondom

Banane mit übergezogenem Kondom neben einem Maßband

© iStock / bajinda

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 18.08.2020

Sitzt es zu locker, kann es abrutschen. Ist es zu eng, kann es platzen. Man(n) weiß: Das Kondom muss gut passen – für ein intensives Gefühl beim Sex und sicheren Schutz. Aber wie lässt sich die richtige Kondomgröße ermitteln?

Inhalte im Überblick

    Was sollte man für den richtigen Umgang mit Kondomen wissen?

    Die Zeiten, in denen Kondome ihrem verschämten Käufer noch diskret unter der Ladentheke zugeschoben wurden, sind lange vorbei. Heutzutage ist Verhütung zum Glück kein Tabuthema mehr – nicht bei Erwachsenen und auch nicht unter Jugendlichen.

    „Geschlechtliche Erziehung“ heißt mittlerweile sexuelle Bildung und hat ihren festen Platz im Stundenplan an Deutschlands Schulen. Dazu gehört auch der richtige Umgang mit Kondomen. Aber reicht es, an einer Banane das Abrollen eines Kondoms zu üben? Klares Nein.

    Man(n) muss auch wissen, wie wichtig die richtige Kondomgröße ist – und wie er herausfindet, welche die eigene ist.

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    Was passiert, wenn das Kondom zu groß oder zu klein ist?

    Das Kondom ist nach der Pille das meistgenutzte Verhütungsmittel in Deutschland. 46 Prozent der sexuell aktiven Frauen und Männer verlassen sich laut einer Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die doppelte Schutzwirkung des Gummis, das nicht nur ungewollte Schwangerschaften, sondern auch die Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten verhindern kann.

    Voraussetzung: der korrekte Gebrauch des Kondoms. Sein Pearl-Index – das Maß, das die Sicherheit des Verhütungsmittels angibt – ist 2–12. Das heißt, dass bei richtiger Anwendung zwei von 100 Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden. Bei falscher Anwendung sind es bis zu zwölf von 100.

    Ein Kondom wurde auf einen Finger aufgezogen.
    Die richtige Kondomgröße wählen.

    © iStock / PeopleImages

    Die falsche Anwendung kann bereits beim Aufreißen der Kondome beginnen. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel bei spitzen Gegenständen und langen Fingernägeln geboten, die schnell winzige Löcher in die dünne Latextüte gebohrt haben. Auch das Ablaufdatum sollte vor der Benutzung kontrolliert werden.

    Einer der Hauptfaktoren, die den Pearl-Index negativ beeinflussen, ist aber die Wahl der falschen Kondomgröße. Untersuchungen haben gezeigt, dass Standardgrößen vielen Männern gar nicht passen. 82,4 Prozent liegen laut der Untersuchung eines Kondomherstellers bei der Größeneinschätzung ihres besten Stücks daneben und kaufen falsche Größen.

    Manchmal sind die gewählten Kondome zu klein und einschnürend, oft zu groß und locker, wie Studien belegen. Beide Fälle können das Vergnügen und auch die Schutzfunktion zunichtemachen. Das perfekte Präservativ lässt sich an folgenden Merkmalen erkennen:

    • es lässt sich ohne Probleme und Schmerzen abrollen,
    • es schmiegt sich glatt, also ohne Luft und Falten, an den Penis an,
    • es sitzt so eng, dass es nicht verrutschen kann und nicht unangenehm ist,
    • es ist auf dem erigierten Glied kaum zu spüren, wenn es die richtige Größe hat.

    Richtig verhüten mit der AOK

    Wenn es um Fragen zur richtigen Verhütung geht, steht Ihnen die AOK mit Rat zur Seite.

    Welche Kondomgröße ist die richtige und wie berechne ich sie?

    Die gute Nachricht zuerst: Die Berechnung der richtigen Kondomgröße kommt ohne komplizierte Formeln aus. Am einfachsten geht es so: Um den Durchmesser des erigierten Penis zu messen, wird ein Maßband angelegt. Denn entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Breite. Der gemessene Penisumfang bestimmt die Kondomgröße. Auch wer nur ein Lineal zur Hand hat kann diese berechnen: Entweder indem man ein Hilfsmittel, etwa einen Faden, um den Penis legt und anschließend die Länge von diesem misst oder mit Unterstützung eines Taschenrechners: Dabei wird das Lineal unter den erigierten Penis gelegt – etwa auf Höhe der Schaftmitte. Dann wird die Breite abgelesen und mit 3,14 multipliziert. So erhält man den Umfang. Beispiel: Bei einem gemessenen Durchmesser von vier Zentimetern (mal 3,14) ergibt sich ein Umfang von etwa 12,5 Zentimetern.

    Der Penisumfang und optional auch die Penislänge können online in ein Kondometer eingegeben werden, beispielsweise auf liebesleben.de, einer Initiative zur Förderung sexueller Gesundheit der BZgA. Mit diesen Daten kann der Rechner dann die richtige Kondomgröße bestimmen. Kondome gibt es in den Größen 47 bis 69. Viele Hersteller empfehlen, drei „benachbarte“ Größen auszuprobieren, um die ideale für sich zu finden. Die Kondomgröße wird auf allen Verpackungen – meistens an der Außenseite – angegeben. Alternativ zu dem Kondometer gibt es in der Kondom-Größentabelle die Penisumfänge und die dazugehörigen Kondomgrößen in der Übersicht:

    PenisumfangKondomgröße
    9,6 - 10,2 cm47
    10,2 - 10,8 cm49
    10,8 - 11,4 cm52
    11,0 - 11,6 cm53
    11,4 - 12,0 cm54
    11,6 - 12,2 cm55
    11,8 - 12,4 cm56
    12,0 - 12,6 cm57
    12,2 - 12,8 cm58
    12,6 - 13,2 cm60
    13,2 - 13,8 cm64
    13,8 - 14,4 cm69

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