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JAEG für Mutter: AOK Pflichtversichert, Vater: Beihilfe+PKV

Sehr geehrte Damen und Herren,

abhängig von der Berechnung der JAEG bei uns beiden für 2020 würden wir unser Kind gerne kostenfrei bei mir, der Mutter, familienversichern.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass wir beide die JAEG für 2020 mit unserem insges. Bruttogehalt übersteigen. Jedoch bin ich jetzt auch ein Dokument des GKV Spitzenverbandes gestossen (https://www.kbs.de/SharedDocs/Downloads/DE/VersicherungsrechtBeitraegeMeldungen/Downloads/VersicherungsfreiheitundJahresarbeitsentgeltgrenze-Rundschreiben20032019.pdf;jsessionid=D466FF5E025A07D1E0FFC057AE14A419?__blob=publicationFile&v=2), bei dem ersichtlich wird, dass einige unserer Einkommensbestandteile hier gar nicht ins Gewicht fallen, da es nicht ins regelmäßige Entgelt fällt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir unsere Annahmen bestätigen bzw. einschätzen würden:

Ich habe dieses Jahr die Entgeltgrenze nur durch eine ausserordenliche Prämie sowie eine einmalige Überstundenauszahlung überschritten. Außerdem fällt mir nächstes Jahr durch die Elternzeit der Großteil meines Entgeltes weg. Wenn ich diese Aspekte beachte, liegt mein Jahreseinkommen (brutto) unter der JAEG. --> ergo bin ich pflichtversichert und unser Nachwuchs (der in den nächsten Tagen kommt) könnte bei mir familienversichert werden.

Zusätzlich muss aber noch geprüft werden, ob der Ehegatte (Beihilfeberechtigt+PKV) auch unter der JAEG für 2020 und 2021 liegt. Er liegt mit seinem hauptberuflichen Einkommen für beide Jahre unter der JAEG (auch, weil er im Jahr 2021 noch 3 Monate Elternzeit nehmen wird). Nur durch eine zusätzliche Tätigkeit als Selbstständiger kommt er mit seinem Jahreseinkommen (brutto) über die JAEG --> laut dem Dokument zählen aber selbstständige Tätigkeiten (als nebenberufliche) nicht zur Berechnung der JAEG, ergo kann das Kind kostenlos bei mir familienversichert werden.

Mein Mann verdient mehr als ich. Soweit ich weiß, stellt das auch noch eine Bedingung für die Versicherung dar - jedoch ist mir nicht klar, ob beide Bedingungen (unter JAEG liegen sowie Ehegatte verdient weniger) gleichzeitig gelten müssen.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Beste Grüße,

annacuivre

Hallo annacuivre,

danke für Ihre interessante Frage. Gern gehen wir auf die gesetzlichen Vorgaben für die Familienversicherung ein. Vorab: Ob Ihre gesetzliche Krankenversicherung auf Grund einer Pflicht- oder einer freiwilligen Versicherung besteht, ist für die Familienversicherung unerheblich.

Grundsätzlich können Kinder bis zu einer bestimmten Altersgrenze über einen Elternteil gesetzlich krankenversichert werden. Sie ist aber dann ausgeschlossen, wenn

  1. das Gesamteinkommen des nicht gesetzlich krankenversicherten Ehepartner die Jahresarbeitsgrenze von 62.550,00 jährlich übersteigt und
  2. sein Einkommen höher ist als das des gesetzlich krankenversicherten Ehepartners.

Nachlesen können Sie dies im § 10 Abs.3 Sozialgesetzbuch 5.

Das von Ihnen gefundene Dokument ist nur für die Berechnung des Jahresarbeitsentgelts selbst relevant. Für die Familienversicherung ist jedoch das Gesamteinkommen entscheidend. Dabei werden alle Einkünfte herangezogen. Näheres können Sie hier nachlesen: https://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/familienversicherung/_jcr_content/par/download_1926320624/file.res/GH%20Fami%20Gesamteinkommen_12.06.2019.pdf

Ihren Angaben zufolge übersteigt das Einkommen Ihres Ehemannes die Einkommensgrenze und ist höher als Ihr Einkommen. Daher wäre die Familienversicherung über Sie leider nicht möglich.

Wir empfehlen Ihnen, bei Ihrer AOK einen Familienfragebogen anzufordern und diesen ausgefüllt und ergänzt um Ihrer beiden Einkommensunterlagen bei den Kollegen einzureichen. Die Kollegen werden dann noch einmal konkret prüfen und Ihnen einen entsprechenden schriftlichen Bescheid zukommen lassen.

Auf Eines möchten wir Sie noch hinweisen: Wenn – wie befürchtet – für Ihr Kind ein Familienversicherungsanspruch nicht besteht, haben Sie die Möglichkeit, es bei der AOK freiwillig zu versichern. Die Frist hierfür beträgt drei Monate nach der Geburt. Der Beitrag müsste allerdings von ihnen selbst gezahlt werden. Die Kollegen Ihrer AOK beraten Sie gern hierzu.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie schöne Weihnachtsfeiertage und ein glückliches neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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