Expertenforum - Kurzarbeit und freiwillig Versicherte als Selbstzahler

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    Kurzarbeit und freiwillig Versicherte als Selbstzahler
    Sehr geehrtes Experten-Team,

    Kurzarbeit ist bei uns totales Neuland. Daher habe ich folgende Frage, zu der ich sonst nichts weiter gefunden habe:
    Ein Mitarbeiter ist freiwillig gesetzlich versichert. Er ist Mehrfachbeschäftiger und Selbstzahler.

    Wie sind die Beiträge zur KV und PV zu berechnen? Vom Istentgelt ist es kein Problem, da rechnet unser Programm richtig, auch die Mehrfachbeschäftigung wird hier ins Verhältnis gesetzt. Aber wie verhält es sich mit dem Fiktiventgelt? Müssen wir da dem Mitarbeiter die errechneten Beträge (AG+ANanteil) auch als Zuschuss auszahlen? oder überweisen wir als AG die Fiktivbeiträge an die Krankenkasse? Wie hoch ist denn dann der Beitrag, den der Mitarbeiter an seine Krankenkasse zahlen muss? Was ist, wenn dieser geringer ist, als in Monaten ohne Kurzarbeit? Bei einem Firmenzahler ist es mir klar, aber nicht bei einem Selbstzahler.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Silke Roßkopf
  • 02
    RE: Kurzarbeit und freiwillig Versicherte als Selbstzahler
    Hallo Frau Rosskopf,
     
    Mitarbeiter, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, zahlen ihren Beitrag während der Kurzarbeit in bisheriger Höhe weiter.

    Der Arbeitgeberzuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung errechnet sich grundsätzlich aus den folgenden Komponenten:
    dem Arbeitgeberanteil des Ist-Entgelts
    dem Arbeitgeberanteil des fiktiven Entgelts sowie
    dem Arbeitnehmeranteil des fiktiven Entgelts.
     
    Im Ergebnis bedeutet dies, dass bezüglich des fiktiven Arbeitsentgelts vom Arbeitgeber ein Beitragszuschuss in Höhe des vollen Beitrags zu zahlen ist.
     
    Sofern das Ist-Entgelt anders als in Ihrem Sachverhalt - die maßgebende Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht erreicht, erhöht sich der vom Arbeitnehmer selbst zu tragende Beitragsanteil mit zunehmender Höhe des Ist-Entgelts.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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