Betriebliche Gesundheit im Januar

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: AOK-Online-Seminare 2026 zur Betrieblichen Gesundheit * Krankmeldungen im Einzelhandel * Gesund leben und arbeiten im Ramadan * Journaling für mehr Achtsamkeit im Job * Zeitersparnis durch KI sinnvoll nutzen * Bewegung in der Winterzeit

Neue Online-Seminare für die Betriebliche Gesundheitsförderung 2026

Die AOK bietet auch 2026 wieder kostenlose Online-Seminare rund um die Betriebliche Gesundheitsförderung an. Die neuen Schwerpunktthemen liefern praxisnahe Anregungen für Personal- und Gesundheitsverantwortliche.

Folgende Themen sind geplant:

  • Februar: GenZ und Babyboomer: So gelingt die Zusammenarbeit
  • Mai: Reinigen, liefern & Co: Basisarbeit wertschätzen
  • Juni: Digitale Gewandtheit: die neue Kompetenz im Beruf
  • September: Pflege und Beruf vereinbaren: So unterstützen Arbeitgeber

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Alle Seminare werden aufgezeichnet. So können Sie die Inhalte jederzeit nachträglich im Video ansehen.

Passend zum Thema

Online-Seminare

Mit den AOK-Online-Seminaren sind Sie stets über aktuelle Themen der Sozialversicherung und der Betrieblichen Gesundheitsförderung gut informiert.

Mehr Ausfälle im Einzelhandel

Immer wieder gerät der Einzelhandel in die Schlagzeilen: ob wegen eines schwachen Weihnachtsgeschäfts oder der Schließung traditionsreicher Unternehmen. Die Veränderungen in der Branche wirken sich offensichtlich auch auf die Gesundheit der Beschäftigten aus. Pünktlich zum Jahresendspurt hat das BGF-Institut Auskünfte zu den Arbeitsunfähigkeitsdaten (AU-Daten) der AOK-versicherten Beschäftigten der Branche geteilt:

In der Region Rheinland sind 7,18 Prozent und in Hamburg 7,14 Prozent der Beschäftigten 2024 krankheitsbedingt ausgefallen – ein neuer Höchstwert im Vergleich zu fünf Jahren davor. Täglich waren mehr als sieben von 100 Angestellten im Einzelhandel arbeitsunfähig. Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen. 2024 war jede beziehungsweise jeder Beschäftigte durchschnittlich 5,7 Tage infolge einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig – so viele wie noch nie. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei 3,9 Tagen und damit fast 50 Prozent niedriger als heute. Zu den Gründen der Entwicklung zählen hohe psychische Belastung durch den intensiven Kundenkontakt, die angespannte Personalsituation, Sorgen um den Arbeitsplatz sowie der wachsende Wettbewerb durch den Onlinehandel.

Weitere branchenübergreifende Analysen zu den AU-Daten der AOK-Versicherten aus dem Rheinland lesen Sie im „Rheinlandbericht“ des BGF-Instituts.

Gesund leben und arbeiten im Ramadan

Am 18. Februar beginnt in diesem Jahr der Fastenmonat Ramadan. Bis zum 20. März verzichten Muslime zwischen Sonnenaufgang und -untergang auf Essen und Trinken. Für den Alltag und für den Job ist es in dieser Zeit besonders wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten und sich auf die Herausforderung des Fastens vorzubereiten. Die AOK Rheinland/Hamburg bietet dazu nützliche Tipps und Hintergrundinformationen in dem Online-Seminar „Gesund in der Fastenzeit: Ramadan und Co. – Essen, trinken und mehr”. Das Seminar findet am 4. und 11. Februar um 18 Uhr sowie am 18. Februar um 16 Uhr statt und steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos. Melden Sie sich gleich selbst an oder geben Sie den Tipp gern in Ihrem Betrieb weiter.

Hier geht es zur Anmeldung

Wenn Sie darüber hinaus im Unternehmen das Verständnis für verschiedene Kulturen und Religionen fördern und Wertschätzung zeigen möchten, nutzen Sie gern unser aktuelles Poster „Feiertage kennen, Verständnis fördern”.

Hier gelangen Sie zum Download

Journaling für mehr Achtsamkeit im Job

Der Januar steht traditionell für Aufbruch und neue Vorsätze.  „Journaling“, die achtsame, schriftliche Reflexion über eigene Gedanken und Gefühle, kann insbesondere für Führungskräfte eine wertvolle Unterstützung sein, um Aufgaben im neuen Jahr in Ruhe und fokussiert strukturiert anzugehen.

Im Unterschied zum klassischen Tagebuch richtet sich Journaling stärker auf das innere Erleben als auf äußere Ereignisse. Diese Selbstreflexion hilft dabei, unstrukturierte Gedanken zu sortieren, Prioritäten neu zu setzen und innere Balance zu stärken. So entsteht nicht nur ein klarerer Kopf, auch Achtsamkeit und psychische Gesundheit werden gefördert.

Journaling unterstützt dabei, Entscheidungen bewusster zu treffen, das eigene Führungsverhalten zu reflektieren und Prioritäten klarer zu setzen. Dadurch können sie nicht nur ihre eigene Resilienz stärken, sondern auch achtsamer und wertschätzender mit ihren Teams kommunizieren.

Impulse für den Arbeitsalltag:

  • Wochenstart mit Fokus: die drei wichtigsten Ziele für die Woche notieren
  • Feierabend-Reflexion: drei Stichpunkte aufschreiben, zum Beispiel Erfolg, Dankbarkeit, Lernmoment
  • Kurze Pausen nutzen: Gedanken oder Emotionen in zwei bis drei Minuten notieren
  • Kreativer Freiraum: Journaling auch als Mindmap, Skizze oder Stichwortliste umsetzen
  • Team-Impulse: Kurze Reflexionen (zum Beispiel „Darauf bin ich stolz“) mit anderen teilen

Mehr zu den Themen Resilienz und Achtsamkeit bei der Arbeit erfahren Sie außerdem im AOK-Fachportal für Arbeitgeber. Impulse für eine gesunde und mentale Haltung erhalten Führungskräfte im Angebot „Gesundheit & Führung“. Mehr Informationen hat Willy Habicht parat.

AOK-Programm

gib8 – Achtsamkeit für alle

Die Initative „gib8“ umfasst digitale Achtsamkeits- und Mental-Health-Angebote der AOK Rheinland/Hamburg. Die Plattform bietet praxisnahe Impulse, Online-Kurse, Podcasts und Mitmachformate zu Themen wie Stressprävention, Resilienz, Selbstreflexion und gesunde Arbeitskultur.

Zeitersparnis durch KI sinnvoll nutzen

Beschäftigte in Deutschland sparen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Schnitt 113 Minuten pro Tag; das ist im Vergleich doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. So lautet das Ergebnis der Studie „Gobal Workforce of the Future 2025“, veröffentlicht vom Beratungsunternehmen Adecco Group. Befragt wurden im Sommer 2025 online 37.500 Personen aus 31 Ländern, darunter 2.030 aus Deutschland. Sie waren in verschiedenen Branchen tätig und gaben unter anderem Auskunft über ihre Wahrnehmung von KI und wie sie sich auf ihre Arbeitsgestaltung und berufliche Entwicklung auswirkt.

Überraschend ist laut Adecco-Geschäftsführung, dass sich die Arbeitsproduktivität der Befragten nach eigenen Angaben trotz Zeiteinsparung nicht erhöht. Das könne einerseits daran liegen, dass es sich um ungenaue Selbsteinschätzungen handelt. Andererseits unterstützen digitale Anwendungen zwar bei Routineaufgaben wie Recherche, Texterfassung oder Analysen, gleichzeitig steigen aber durch schnelleren Informationsfluss Entscheidungsdruck und Arbeitsgeschwindigkeit.

Dazu sagt Peter Blersch, Country President Adecco Group DACH: „Die Zeitersparnis von 113 Minuten pro Tag ist kein Selbstzweck, sie ist der Weckruf, Arbeit neu zu denken.“ Sein Tipp an Arbeitgeber: „KI hat das Potenzial, Arbeit grundlegend zu verändern – aber nur, wenn wir sie richtig nutzen. Im Moment messen wir Effizienz in Minuten statt in Wirkung.“ Um die Chancen von KI zu nutzen, müsste sie transparent eingesetzt werden, und Mitarbeitende müssten ihren Einsatz akzeptieren. Das deckt sich mit den Studienergebnissen: 41 Prozent der Befragten hatten gesagt, sie wünschten sich mehr Weiterbildung.

Die Video-Aufzeichnungen der AOK-Online-Seminare „KI und Arbeit – wie die digitale Transformation beeinflusst“ und „New Work = Digitale Arbeitswelt? Chancen für die Gesundheit“ unterstützen Arbeitgeber bei der Gestaltung der neuen Arbeitswelt, damit dann auch die Gesundheit nicht auf der Strecke bleibt.

Weitere praxisnahe Tipps zum Thema New Work wie Arbeitsorganisation, Werteverständnis und Change-Prozesse erhalten Führungskräfte im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Bewegung in der Winterzeit

Gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit fällt es Beschäftigten oft schwer, körperlich aktiv zu bleiben. Der Jahresbeginn ist ein geeigneter Zeitpunkt, um mit guten Vorsätzen zu beginnen und sie in konkrete Routinen zu verwandeln. Arbeitgeber können diese Phase nutzen, um gesundheitsförderliche Strukturen im Unternehmen zu stärken und die Motivation im Team zu unterstützen.

Mögliche Maßnahmen:

  • Neujahrs-Challenges: unter anderem Schritt-, Treppen- oder Bewegungs-Challenges, um Teams zu aktivieren
  • Leicht zugängliche Bewegungsangebote: zum Beispiel kurze Pausenprogramme, gemeinsame Spaziergänge oder interne Mikro-Workouts
  • Bewegungsfreundliche Rahmenbedingungen: möglich sind sichtbare Hinweise für Pausenaktivitäten, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder attraktive Gehwege rund ums Gebäude
  • Förderung aktiver Pausenkultur: zum Beispiel bewegte Mittagspausen und kurze aktive Pausen

Die AOK zeigt in ihrem Themenspezial „Gesunde Gewohnheiten“, dass regelmäßige kleine Impulse („Nudges“) helfen, neue Routinen im Alltag zu verankern. Wiederholte, niedrigschwellige Bewegungseinheiten können Beschäftigte dabei unterstützen, motiviert ins neue Jahr zu starten und langfristig aktiv zu bleiben. Informieren Sie sich im AOK-Fachportal für Arbeitgeber über Möglichkeiten für mehr Gesundheit für Beschäftigte. Zum Beispiel bietet die AOK-Videoreihe „Bewegte Pause“ kurze, leicht umsetzbare Mitmach-Übungen direkt für den Arbeitsplatz – ideal für zwischendurch, ohne großen Aufwand. So können Beschäftigte ihre Pause aktiv nutzen und gezielt etwas für Wohlbefinden und Gesundheit tun.

Machen Sie und Ihr Team jetzt mit bei den Challenges Ihrer AOK.

Stand

Erstellt am: 15.01.2026

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