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Inlineskaten – Gesund unterwegs auf vier Rollen

Zwei Personen beim Inlineskaten mit Schonern.

© iStock / djedzura

Lesezeit: 3 MinutenAktualisiert: 25.08.2021

Inliner fahren ist ein gesundes Ganzkörpertraining, das beim Abnehmen hilft. Neben Kraft und Ausdauer trainieren Sie auch das Gleichgewicht. Also Inline-Skates anschnallen und losrollen. Aber die Schutzkleidung nicht vergessen.

Inhalte im Überblick

    Inliner fahren ist gesund

    Dem Deutschen Rollsport und Inline-Verband zufolge skaten knapp 6,7 Millionen Deutsche regelmäßig. Die Alternative für Spazierengehen oder Joggen ist aus gutem Grund sehr beliebt: Neben einem hohen Spaßfaktor für alle Altersklassen bietet der Sport viele Vorteile für die körperliche Gesundheit.

    Durch Inline skaten abnehmen

    Inline skaten ist ein Ganzkörpertraining. Besonders beansprucht werden Bauch, Beine und Po sowie die Rückenmuskulatur. Zudem eignet es sich gut als Koordination- und Ausdauertraining. Je nach Intensität werden dabei viele Kalorien verbrannt. Bereits nach einer halben Stunde bei mäßigem Tempo lassen sich bis zu 300 Kalorien verbrennen. Damit hat Inlineskaten in etwa denselben Effekt wie Radfahren. Allerdings kann die Kalorienzahl stark variieren, da der Körper sich mit der Zeit an die Anstrengung gewöhnt. Darum muss er immer neu gefordert werden, zum Beispiel durch das Abwechseln von Sprints und langsamen Skaten oder durch Variieren der Streckenlänge.

    Inliner fahren verbessert Kraft und Gleichgewicht

    Wissenschaftliche Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch das Gleichgewicht und die Kraft durch das Inlineskaten geschult werden können. 2013 hat die Universität Potsdam für eine kleine Studie 20 Kinder an einem vierwöchigen Inline-Skating-Programm (zweimal 90 Minuten pro Woche) teilnehmen lassen. In dieser Zeit verbesserten die Kinder ihre Balance und ihre Sprungkraft signifikant.

    Inline-Skates schonen die Gelenke

    Mit der richtigen Technik gleiten die Inline-Skates eher über die Straßen, als dass sie aufstampfen. So werden Stöße vermieden und die Gelenke geschont. Ein weiterer Vorteil des Bewegungsablaufs ist das Mitschwingen der Arme. Sie können dadurch leichte Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich lösen. Generell wird das Risiko für Verletzungen als relativ gering eingestuft, insbesondere mit der richtigen Schutzausrüstung.

    Kinder üben das Inlineskaten mit Parkour und Schutzausrüstung.
    Studien deuten darauf hin, dass Inliner fahren das Gleichgewicht bei Jung und Alt fördert.

    © iStock / _jure

    Die richtige Schutzkleidung zum Inlineskaten

    Besonders für Anfänger und Kinder gilt: Nie ohne Schoner skaten. Schließlich können mit den vier Rollen unter den Füßen hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Und das Beschleunigen ist einfacher als das Bremsen. Das kann zu Stürzen führen. Damit diese keine schwerwiegenden Verletzungen nach sich ziehen, wird folgende Schutzkleidung empfohlen.

    • Ein Helm: Es gibt spezielle Skaterhelme, aber ein Fahrradhelm tut es auch. Wichtig ist, dass er richtig sitzt und den Kopf auch beim Rückwärtsfallen schützt.
    • Knie- und Ellbogenschoner: Sollten gut sitzen und nicht verrutschen. Hierfür empfehlen sich Schoner, die wie ein Strumpf über die Knie beziehungsweise die Ellenbogen gestülpt und zusätzlich mit Klett fixiert werden.
    • Handgelenkschoner: Ein Bruch des Handgelenks zählt zu den häufigsten Verletzungen beim Inlineskaten. Gut sitzende Schoner verringern die Gefahr und schützen vor Schrammen.
    • Reflektierende Kleidung: Als Teilnehmer im Straßenverkehr sollten vor allem Kinder Kleidung tragen, die sie gut sichtbar macht.

    Inliner fahren: 7 Tipps

    1. Wohlfühlen: Die richtigen Inline-Skates müssen bequem sein. Was drückt, wird nicht gekauft. Schließlich steht der Spaß im Vordergrund.
    2. Richtig rollen: Rollen gibt es in verschiedenen Härtegraden und Größen. Für Einsteiger eignen sich eher weichere, kleinere und damit langsamere Rollen.
    3. Übung macht den Meister: Bevor Sie per Inliner auf Tour gehen, üben Sie zunächst auf einem ruhigen, sicheren Gelände das Bremsen und Sturztechniken.
    4. Langsam anfangen: Wenn Sie erst kürzlich mit dem Inlinertraining begonnen haben, fahren Sie zunächst kurze Strecken in gemäßigtem Tempo. Fahren Sie so, dass Sie nicht außer Atem kommen.
    5. Fitness im Alltag: Überlegen Sie, ob Sie die Inline-Skates vielleicht auch als alltägliches Fortbewegungsmittel nutzen können. Auf diese Weise machen Sie die Fahrt zur Arbeit oder den Ausflug ins Schwimmbad zum Fitnessprogramm.
    6. Immer mit der Ruhe: Eine Inlinetour mit der ganzen Familie ist kein Leistungssport. Damit alle Spaß daran haben, sollte der Langsamste voranfahren und das Tempo vorgeben.
    7. Gute Vorbereitung: Vor allem, wenn Sie mit der ganzen Familie einen Inlineausflug planen, sollten Sie eine schöne Strecke aussuchen, damit der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Im Internet finden Sie Routenvorschläge und detaillierte Streckenkarten.

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