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Hilfe im Pflegedschungel durch eine Pflegeberatung

Veröffentlicht am:12.12.2022

2 Minuten Lesedauer

Wer pflegebedürftig ist oder für andere sorgt, braucht Unterstützung. AOK-Pflegeberaterin Veronika Müller begleitet Versicherte durch den Antragsprozess und hilft dabei, Pflegende zu entlasten.

Eine Pflegeberaterin spricht mit einer Frau, die die Pflege von Angehörigen organisiert.

© iStock / shapecharge

Inhalte im Überblick

    Veronika Müller, Pflegeberaterin im Servicecenter der AOK Nordost in Potsdam.

    © AOK Nordost

    Veronika Müller ist Pflegeberaterin im Servicecenter der AOK Nordost in Potsdam. Sie versteht sich als Anwältin der Versicherten und hilft ihnen, Leistungsansprüche durchzusetzen. „Und am Ende hake ich nach, ob alles geklappt hat.“

    Der Alltag als Pflegeberaterin

    Mitten im Gespräch bricht ihr Gegenüber in Tränen aus – das erlebt Veronika Müller immer wieder. Einige ihrer Besucher merken erst dann, wie belastet sie tatsächlich sind. Und erkennen: Da ist jemand an meiner Seite, der Bescheid weiß und mir hilft. Denn als Pflegeberaterin der AOK ist Veronika Müller vertraut mit der Welt der Paragrafen, Leistungsansprüche und Formulare. Sie weiß, wie Staat und Versicherung im Pflegefall unterstützen, und hilft bei Bedarf bei der Suche nach einem Pflegedienst oder -heim. „Ich nehme die Betroffenen an die Hand, erstelle einen individuellen Versorgungsplan, kontaktiere Leistungsträger und helfe beim Ausfüllen der Anträge“, sagt sie.

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    Individuelle Lösungen für die Pflege finden

    So etwa im Fall einer Lehrerin, die zu Hause für ihren pflegebedürftigen, leicht dementen Vater sorgte. „Sie war völlig erschöpft und verzweifelt“, erinnert sich die AOK-Pflegeberaterin. „Ihr Vater benötigte zunehmend Hilfe, die sie aber zeitlich nicht leisten konnte.“ Einen Pflegedienst oder ein Pflegeheim lehnten beide vorerst ab. Von Veronika Müller erhielt die Tochter dann eine wichtige Information. „Wie viele andere Angehörige wusste sie nicht, dass ihr als Hauptversorgerin Pflegegeld zusteht“, erzählt die Beraterin. „Wir haben den Antrag gemeinsam gestellt, und so konnte sie ihre Arbeitszeit kurz darauf ohne finanzielle Einbuße reduzieren.“ Während die Tochter die pflegerische Sorge beibehielt, übernahm zudem ein Pflegedienst das Einkaufen und Putzen.

    Eine andere Familie unterstützte Veronika Müller nach dem Schlaganfall der Großmutter. Sie beantragten gemeinsam einen Pflegegrad, organisierten einen Pflegedienst sowie die behindertengerechte Anpassung der Wohnung. Manchmal muss die Beraterin auch Überzeugungsarbeit leisten. Etwa damit Angehörige sich selbst entlasten – und eine sogenannte Verhinderungspflege beantragen: Dann versorgt eine berufliche Betreuungskraft den Pflegebedürftigen beziehungsweise die Pflegebedürftige stunden- oder tageweise. „Schließlich müssen auch Pflegende mal Kraft tanken.“

    Ein Mann begrüßt eine ambulante Pflegekraft an der Tür.

    © iStock / monkeybusinessimages

    Die Pflegeberatung hilft pflegenden Angehörigen auch dabei, Hilfe zu organisieren und Entlastung zu finden.

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