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Was Sie beim Kauf von nachhaltigen Möbeln beachten müssen

In einem offenen Appartement stehen nachhaltige Möbel aus Holz und Naturprodukten, zwischendrin viele große und kleine Pflanzen.

© iStock / FollowTheFlow

Lesezeit: 4 Minuten14.07.2022

Nachhaltige – und damit schadstoffarme – Möbel schonen nicht nur die Umwelt. Sie sorgen auch für ein gutes Raumklima und schützen damit die Gesundheit. Doch was macht „gesunde Möbel“ aus und welche Siegel geben eine Orientierung?

Inhalte im Überblick

    Was sind nachhaltige Möbel?

    Nachhaltigkeit setzt sich aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten zusammen. Übertragen auf Einrichtungsgegenstände bedeutet das, dass sich nachhaltige Möbel zum Beispiel durch die Verwendung heimischer Hölzer und nachwachsender Rohstoffe, einen bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen, faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion oder eine lange Haltbarkeit auszeichnen. Zudem achten die Hersteller von Bio-Möbeln auf eine möglichst schadstofffreie Verarbeitung.

    Eine nachhaltige Einrichtung muss jedoch nicht zwingend aus neuen Möbeln bestehen. Vor allem der Kauf von gebrauchten oder recycelten Möbeln ist nachhaltig. Das spart wertvolle Ressourcen und Energie, die sonst für die Herstellung neuer Möbel benötigt würden. Grundsätzlich gilt: Je länger ein Möbelstück oder Einrichtungsgegenstand genutzt wird, desto besser ist seine Ökobilanz. Einziger Nachteil: Im Gegensatz zu Öko-Möbeln lässt sich bei gebrauchten Möbeln (zum Beispiel bei privaten Käufen) nicht immer nachvollziehen, woher die verwendeten Materialien stammen oder wie diese verarbeitet wurden.

    Wieso schützen nachhaltig produzierte Möbel die Gesundheit?

    Nachhaltig produzierte Möbel sind schadstoffarm und sorgen dadurch für eine bessere Innenraumluft – ein wichtiger Gesundheitsaspekt, wenn man bedenkt, wie viel Zeit man zu Hause verbringt. Nicht selten verbergen sich in herkömmlichen Teppichen, Regalen, Tischen oder Sofagarnituren Schadstoffe. Lösemittel, Aldehyde oder Formaldehyd – sogenannte flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds – VOC) – stecken beispielsweise in vielen Klebern, Lackierungen, Wachsen oder anderen Beschichtungen und gelangen so womöglich in die Raumluft. Zwar ist die Konzentration der verschiedenen Schadstoffe in einem Möbelstück meist so niedrig, dass sie allein unbedenklich ist, doch in Summe können die Schadstoffe die Innenraumluft belasten und damit eine Belastung für die Gesundheit darstellen. Mögliche Folgen könnten sein:

    • Unwohlsein
    • Kopfschmerzen
    • juckende Augen
    • Schlaflosigkeit

    Möbel, die zu 100 Prozent frei von möglicherweise belastenden Stoffen sind, gibt es allerdings nicht. So enthält beispielsweise Kiefernholz natürlicherweise Terpene, die bei einigen Menschen Allergien hervorrufen können. Doch wer bewusst auf eine nachhaltige Einrichtung achtet, kann das Raumklima spürbar verbessern und somit die eigene Gesundheit schützen.

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    Eine Frau sitzt am Boden und lackiert einen alten Holzstuhl.
    Besonders nachhaltig ist es, ein Möbelstück lange zu nutzen und bei Bedarf zu reparieren oder aufzuarbeiten – so ersparen Sie sich den Neukauf und leben in einem ressourcenschonenden Zuhause.

    © iStock / blackCAT

    Woran erkennt man nachhaltige Möbel?

    Bislang gibt es keine einheitliche und rechtsverbindliche Definition von nachhaltigen Möbeln. Daher ist es für Verbraucher teilweise schwer nachzuvollziehen, woher die verwendeten Materialien stammen und ob bei der Produktion Chemikalien eingesetzt wurden. Um darüber Gewissheit zu erlangen, bedarf es Prüflabore, die den Schadstoffgehalt in Möbeln messen sowie weitere Aspekte der Nachhaltigkeit bewerten. Die folgenden Öko-Label garantieren strenge Qualitätsrichtlinien und einen möglichst geringen Schadstoffanteil.

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    Wohin mit ausgedienten Möbeln?

    Irgendwann ist es Zeit, Platz für Neues zu schaffen: Bevor Sie ein Möbelstück aber endgültig entsorgen, überlegen Sie zunächst, ob es Alternativen gibt. Lässt sich das Möbelstück möglicherweise kostengünstig reparieren oder bringt es noch jemand anderem einen Nutzen? Mittlerweile gibt es unzählige Online-Plattformen für den Kauf, Verkauf oder Tausch gebrauchter Möbel. Viele karitative Einrichtungen nehmen ebenfalls intakte Möbel entgegen. Diese werden von Mitarbeitenden häufig kostenlos abgeholt und aufgearbeitet. Bevor Sie also den Sperrmüll bestellen, findet sich vielleicht noch ein Abnehmer für Ihr altes Regal. Doch irgendwann ist auch das stabilste Möbelstück kaputt und muss fachgerecht entsorgt werden. Zum Sperrmüll gehören unter anderem Sessel, Stühle, Regale oder Schränke. Die Entsorgung selber ist kostenfrei und wird zumeist von der Abfallentsorgung durchgeführt. Nachhaltige, schadstoffarme Möbel punkten hier erneut, denn: Die natürlichen Rohstoffe lassen sich später leichter recyceln und können somit wieder in die natürliche Kreislaufwirtschaft einfließen.

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