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Periodenunterwäsche: Alles über die Vor- und Nachteile

Veröffentlicht am:09.10.2026

9 Minuten Lesedauer

von Jennifer Ann Steinort

Sie kann Tampons und Binden ergänzen oder ersetzen: Viele Frauen empfinden Periodenunterwäsche als bequem, doch manche Produkte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe. Das sollten Sie beim Kauf und bei der Hygiene beachten.

Zwei rosafarbene Periodenslips liegen auf einem hölzernen Untergrund.

© iStock / Irina Piskova

Was ist Periodenunterwäsche und wie funktioniert sie?

Periodenunterwäsche ist eine Alternative oder Ergänzung zu klassischen Menstruationsprodukten wie Binden, Tampons oder Menstruationstassen. Die speziellen Slips haben mehrere Aufgaben: Das Menstruationsblut zuverlässig auffangen, ein trockenes Tragegefühl vermitteln und das Auslaufen verhindern.

Je nach Modell gibt es unterschiedliche Saugstärken, sodass die Unterwäsche für leichte bis starke Blutungen geeignet ist. Die Menstruationsslips bestehen in der Regel aus mehreren funktionalen Schichten:

  1. eine innenliegende Schicht, die die Feuchtigkeit vom Körper wegleitet
  2. eine Saugschicht, die Flüssigkeit aufnimmt
  3. eine feuchtigkeitsundurchlässige Schutzschicht, die das Auslaufen verhindert

Manche Firmen setzen darüber hinaus auf Materialien oder Beschichtungen, die Gerüche reduzieren – dabei helfen etwa die nicht unumstrittenen Biozide. Die Substanzen können allergische Reaktionen hervorrufen und die Bakterienflora der Haut stören. Periodenunterwäsche ist wiederverwendbar – nach der Reinigung in der Waschmaschine unterstützt sie die Monatshygiene viele Male aufs Neue.

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Wie wendet man Periodenunterwäsche an?

Damit alles hygienisch bleibt, sollten Anwenderinnen die Unterwäsche regelmäßig wechseln. Je nach Stärke der Blutung kann ein Wechsel alle zwölf Stunden nötig sein. Viele Frauen wechseln die Slips aber eher alle vier bis sechs Stunden. Beim Wechselintervall zählt nicht nur, wie lange die Periodenunterwäsche Blut aufnimmt, sondern auch das persönliche Wohlbefinden.

Einige Frauen fühlen sich besser, wenn sie die Unterwäsche häufiger austauschen – unterwegs ist dann ein spezieller Aufbewahrungsbeutel praktisch Darin ist der Periodenslip atmungsaktiv aufbewahrt – so entstehen weniger Gerüche.

Wer sich nachts einen zusätzlichen Schutz möchte oder an einigen Tagen eine stärkere Blutung hat, kann zusätzlich eine Binde oder Einlage in den Slip legen – Hersteller und Herstellerinnen arbeiten dafür oft ein kleines Fach ein.

Periodenslips sehen wie gewöhnliche Unterwäsche aus – es gibt sie in verschiedenen Farben und Passformen. Bei vielen Frauen reicht die Periodenunterwäsche für die Monatshygiene aus.

Eine Frau in Sportkleidung lehnt sich lächelnd gegen eine Wand.

© iStock / jacoblund

Periodenunterwäsche kann das Menstruationsblut über viele Stunden zuverlässig aufnehmen und ist daher auch für sportliche Aktivitäten geeignet.

Ist Periodenunterwäsche wirklich gut, welche Vorteile hat sie?

Periodenunterwäsche bietet mehr als nur Schutz – sie verbindet Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit miteinander. Die verarbeiteten Schichten nehmen das Menstruationsblut zuverlässig auf und verhindern das Auslaufen.

Gleichzeitig sorgen weiche, atmungsaktive Materialien dafür, dass sich die Unterwäsche angenehm anfühlt – vor allem dünne Menstruationsslips unterscheiden sich vom Tragegefühl oft kaum von normaler Unterwäsche. Tampons können eine vaginale Trockenheit begünstigen, dieser Aspekt fällt bei Menstruationsslip weg.

Ein weiterer Pluspunkt: Wer auf wiederverwendbare Slips setzt, schont die Umwelt. Durch die Nutzung entsteht weniger Müll als durch die Nutzung von Wegwerfprodukten. Gleichzeitig gehen Anwenderinnen nachhaltiger mit Ressourcen um, da sie die Slips über viele Jahre nutzen.

Auch finanziell lohnt sich die Anschaffung – Anwenderinnen kommen mit den speziellen Slips trotz höherer Anschaffungskosten über längere Sicht auf geringere Ausgaben als für Einwegprodukte.

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Welche Nachteile hat Periodenunterwäsche?

Menstruationsslips haben viele Vorteile, doch gibt es auch Gründe, warum man keine Periodenunterwäsche nutzen sollte? Wer bisher hauptsächlich Tampons genutzt hat, muss sich beim Umstieg auf Periodenunterwäsche erst einmal an das neue Tragegefühl gewöhnen – denn damit spüren Anwenderinnen den Menstruationsfluss.

Das Material spielt ebenfalls eine Rolle. Studien zeigen, dass einige Periodenslips eine große Menge an Per- und Polyfluoralkylsubstanzen enthalten, und zwar auf den inneren und äußeren absorbierenden Lagen. Das soll die Geruchsentwicklung verhindern. Die herstellenden Firmen nutzen die Chemikalien vor allem, um ihre Produkte widerstandsfähig gegen Flecken, Wasser und Hitze zu machen.

Das Problem: Wer PFAS über lange Zeit und in großen Mengen ausgesetzt ist, kann gesundheitliche Probleme bekommen. Bestimmte PFAS können oral, dermal und durch Einatmen in den Körper aufgenommen werden. PFAS stehen beispielsweise mit einem erhöhten Krebsrisiko, einem hohen Cholesterinspiegel veränderten Leberwerten und Schwangerschaftskomplikationen in Verbindung.

Frauen greifen daher am besten zu Periodenunterwäsche, die mit „PFAS-frei“ gekennzeichnet ist. Übrigens: Marken, die nur „PFOA-frei“ angeben, schließen zwar einige, aber nicht alle PFAS-Chemikalien aus.

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Wie lässt sich Periodenunterwäsche richtig waschen?

Damit sich Menstruationsslips wieder frisch anfühlen und das Menstruationsblut bei der nächsten Periode zuverlässig aufnehmen, sollten Sie diese Tipps beachten:

  • Komfortabler und effektiver als Handwäsche ist das Reinigen in der Waschmaschine. Biozide wie Silberchlorid in den Slips können das Wachstum von Bakterien hemmen, sie vertragen aber nur eine Waschtemperatur von maximal 40 Grad.
  • Spülen Sie die Menstruationsslips vor dem Waschgang mit kaltem Wasser aus – so entfernen Sie bereits einen Großteil des Periodenblutes.
  • Waschen Sie die Periodenslips nicht mit anderen Kleidungsstücken zusammen – das ist hygienischer.
  • Nutzen Sie für den Waschgang einen Wäschebeutel und ein Schonprogramm.
  • Verzichten Sie auf parfümiertes Waschmittel und Weichspüler, er kann die Saugfähigkeit der Slips beeinträchtigen.
  • Lassen Sie die Slips lufttrocknen, sie eignen sich in der Regel nicht für den Trockner.

Wer seine Periodenunterwäsche gut pflegt, kann sie über Jahre nutzen. Die Lebensdauer hängt von der Materialqualität und Waschhäufigkeit ab, meistens halten die Slips zwei bis fünf Jahre.

Tipps für den Kauf von Periodenunterwäsche

15.000 Binden oder Tampons verbrauchen menstruierende Frauen durchschnittlich in ihrem Leben. Mit Menstruationsunterwäsche können sie Abfall und Geld sparen – für die Periode reichen etwa fünf bis sieben Slips in unterschiedlicher Saugstärke aus.

Damit Periodenunterwäsche im Alltag eine gute Alternative zu herkömmlichen Hygieneprodukten ist, muss sie optimal auf die Anwenderinnen abgestimmt sein. Das gilt sowohl für die Saugstärke als auch für die Größe und Passform der Slips. Die Unterwäsche sollte gut sitzen, optimalen Schutz bieten und angenehm zu tragen sein. Die herstellenden Firmen bieten für die richtige Auswahl Größentabellen an.

Hilfreich sind auch Siegel für Schadstofffreiheit, wie „Öko-Tex Standard 100“.

Fachlich geprüft
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Cleveland Clinic (2022): What Is Period Underwear and Does It Work?

NJ Health: Period underwear.

Yan Zhou, Xia Lin, Yudong Xing, Xin Zhang, Hian Kee Lee, Zhenzhen Huang: Per- and Polyfluoroalkyl Substances in Personal Hygiene Products: The Implications for Human Exposure and Emission to the Environment. Environ. Sci. Technol. 13 June 2023; 57 (23): 8484–8495.

Alyssa Wicks, Sydney Brady, Heather D. Whitehead, Thomas Hedman, Alison Zachritz, Marta Venier, Graham F. Peaslee: Per- and Polyfluoroalkyl Substances in Reusable Feminine Hygiene Products. Environ. Sci. Technol. Lett. 12 August 2025; 12 (8): 924–929.

Umweltbundesamt: PFAS-Report 2022.

Verbraucherzentrale NRW e.V. (2026): Ewigkeits-Chemikalien PFAS: Worin sie stecken und warum sie problematisch sind.

Mayo Clinic (2023): Which feminine products you should use — and which to avoid.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2024): In der Regel unbedenklich: Potenzielle Risiken von Periodenprodukten.

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